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Mit Charakter zum Sieg: SC DHfK Leipzig gewinnt deutlich

Gegen Balingen Mit Charakter zum Sieg: SC DHfK Leipzig gewinnt deutlich

Nach dem Pokaltriumph hat der SC DHfK Leipzig auch in der Bundesliga nachgelegt. HBW Balingen-Weilstetten hatte beim letzten Heimspiel in der Arena keine Chance.

Im Heimspiel gegen Balingen konnte der SC DHfK erneut überzeugen.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Die Charakterfrage haben die Spieler des SC DHfK Leipzig klar beantwortet. Sie holten sich am Sonnabend in der Handball-Bundesliga den nächsten Sieg. HBW Balingen-Weilstetten wurde mit einer 34:23 (11:16)-Niederlage nach Hause geschickt. Die Grün-Weißen machten damit ihren höchsten Erstligasieg perfekt.

Trainer Christian Prokop hatte die Partie zu eben dieser Charakterfrage erhoben. Schaffen es seine Jungs, nach dem Einzug ins Final Four und einer anschließenden Partynacht den Fokus auf einen vermeintlich leichteren Gegner zu legen? Sie schafften es und zwar eindrucksvoll.

"Das war vom Kopf her heute sehr schwierig. Wir hatten aber zwei gute Trainingstage und haben uns an den Riemen gerissen", sagte der Leipziger Niclas Pieczkowski.

Der SC DHfK dominierte die Partie von Beginn an, legte schnell mit 5:1 vor und ließ nicht locker. Die Grün-Weißen kamen nie ernsthaft in Gefahr und zeigten ein ums andere Mal dem Publikum mit großer Spielfreude ihre Dominanz in dieser Begegnung.

DHfK-Trainer Prokop hatte das Spiel gegen Balingen Charakterfrage erhoben - und die Leipziger überzeugten. Jetzt müssen sich die Fans elf Wochen bis zum nächsten Heimspiel gedulden.

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Balingen-Coach Runar Sigtryggsson ging offenbar schon mit einem schlechten Gefühl ins Spiel. "Bei uns fehlen vier Verletzte Rückraumspieler, es wird schwer", sagte der Isländer vor dem Anpfiff. Er behielt recht und musste nach dem Speil eingestehen: "Leipzig war deutlich besser."

Die DHfK-Abwehr bearbeitete Nationalspieler Martin Strobel emsig. Er erzielte nur zwei Tore. Einzig Yves Kunkel hielt den Fünf-Tore-Rückstand mit sechs Treffern bis zur Pause für sein Team erträglich. Am Ende brachte er es auf elf Tore. Es war Kunkels letzter Auftritt in der Arena mit dem gegnerischen Trikot auf dem Körper. Im Sommer wechselt der 22-Jährige zum SC DHfK. "Ich freue mich, hier stimmt das Gesamtpaket für meine weitere Entwicklung", so Kunkel. Der Auftritt seines Teams ärgerte ihn. "Mit so einer Leistung können wir nirgends bestehen", meinte der Linksaußen.

Bitter für Alen Milosevic: Er sah nach drei Zeitstrafen schon in der 32. Minute die rote Karte. Weiterer Rückschlag: Bastian Roscheck ist umgeknickt und konnte im zweiten Durchgang nicht mehr spielen. Wie lange er fehlen wird ist noch unklar.

Balingen kämpfte sich in der 41. Minute noch einmal auf 20:17 heran. Mehr ging aber nicht mehr. Leipzig setzte sich Tor um Tor ab und gewann verdient mit 34:23. "Ich bin glücklich, dass wir das so gezogen haben", sagte Prokop. Und ans Publikum gerichtet: "Es ist Wahnsinn was die Fans auf die Beine stellen. Ich weiß nicht, wie oft sie wieder standen. Das kenne ich aus anderen Hallen nicht."

Für den SC DHfK folgen in diesem Jahr noch die beiden Auswärtsspiele in Erlangen und Stuttgart. Dann ist WM-Pause. Pieczkowski hofft auf sein Ticket für Frankreich. "Es ist aber noch alles offen", so der Rückraumspiler.

SC DHfK Leipzig: Vortmann, Putera - Semper 5, Steinert 7, Rojewski 2, Jurdzs 3, Binder 2, Janke 4, Pieczkowski 4, Roscheck, Strosack 3, Meschke, Becvar 2, Milosevic 2

HBW Balingen-Weilstetten: Mrkva, Johannesson - Foth 1, Wagner 2, Flohr, Hausmann 2, Friedrich 2, Nothdurft 1, Kolodziej 2, Strobel 2, Kunkel 11/6, Stegefelt, Dominikovic, Remmlinger

Siebenmeter: SC DHfK 5/5, Balingen 8/6,

Zeitstrafen: SC DHfK 8 , Balingen 6

Zuschauer: 3967

Schiedsrichter: Matthias Brauer/Kay Holm (Hamburg/Hagen)

Matthias Roth

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