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Mit dem Rückenwind vom Pokalspiel gegen Kiel: SC DHfK gewinnt wieder in der Liga

Mit dem Rückenwind vom Pokalspiel gegen Kiel: SC DHfK gewinnt wieder in der Liga

Leipzig. Mit dem Schwung der Pokalparty gegen den THW Kiel hat der SC DHfK Leipzig am Sonntag seine Minikrise in der zweiten Handball-Bundesliga überwunden.

Nach drei Punktspiel-Niederlagen in Folge haben die Grün-Weißen die HSG Nordhorn mit 28:19 (12:8) geschlagen.

„Wir wollen kämpfen bis zum Umfallen“, hatte Pavel Prokopec vor dem Spiel die Marschroute für die Leipziger ausgegeben. Und das befolgten seine Mannschaftskameraden von Beginn an. In den ersten Minuten überrannten die Gastgeber die HSG förmlich und führten schnell mit 5:2.

Gabor Pulay entschärfte gleich zu Beginn mehrere Würfe und leitete so Konter und einfache Tore ein. Hinzu kam, dass sich die Gäste ungewohnt viele technische Fehler leisteten und Bälle meterweit neben das Gehäuse setzten oder ins Seitenaus warfen.

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Leipzig. Mit dem Schwung der Pokalparty gegen den THW Kiel hat der SC DHfK Leipzig am Sonntag seine Minikrise in der 2. Handball-Bundesliga überwunden. Nach drei Punktspiel-Niederlagen in Folge haben die Grün-Weißen die HSG Nordhorn mit 28:19 (12:8) geschlagen. „Wir wollen kämpfen bis zum Umfallen“, hatte Pavel Prokopec vor dem Spiel die Marschroute für die Leipziger ausgegeben.

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„Wir haben richtig gut in der Deckung gespielt“, sagte Steve Baumgärtel und verwies auf die Statistik. Bis zur 25. Minute erzielte Nordhorn gerade vier Tore. Keine Spur von der Pokaleuphorie des vergangenen Mittwoch. Die HSG besiegte da in einer Herzschlag-Entscheidung Hildesheim mit 31:30 und trifft in der nächsten Runde nun auf die SG Flensburg-Handewitt.

Den Erfolg musste sich das Team von Trainer Heiner Bültmann aber teuer erkaufen. Defensivstratege Matthias Poll lief mit Leistenbeschwerden in Leipzig auf. Da zudem Abwehrchef Stephan Wilmsen für zwei Partien gesperrt ist, fehlte Nordhorn die Routine in der Verteidigung. Und das nutzen die zuletzt kritisierten DHfK-Rückraumschützen, die in der ersten Halbzeit sieben der zwölf Tore erzielten. Am Ende verbuchten sie die Hälfte aller Leipziger Treffer. Allein Eric Jacob verwandelte sieben Bälle.

Einen Vorwurf mussten die Spieler von Trainer Uwe Jungandreas aber mit in die Pause nehmen: Bei konsequenterer Chancenverwertung wäre die Partie schon beim Seitenwechsel entschieden gewesen. Der Übungsleiter war dennoch zufrieden. „Wir haben den Trainingsschwerpunkt auf die Abwehr gelegt“, erklärte der Coach. Im Angriff müsse die Mannschaft auch mal auf ihre Chance warten können, da habe der SC DHfK bewusst etwas Tempo im Vergleich zu den Vorwochen rausgenommen. Gästetrainer Heiner Bültmann lobte ebenfalls die Leipziger Defensive. „Die war sehr aggressiv, das lösen wir sonst besser“, meinte er. Dabei war er mit dem bis dato besten Angriff der Liga angereist.

Die Geschichte der zweiten Hälfte ist schnell erzählt. Leipzig hielt seinen Gegner auf Distanz, erlaubte sich aber wieder Ungenauigkeiten im Abschluss. Die müden Nordhorner schlugen daraus kein Kapital, hielten ihre Fehlerquote weiter hoch oder scheiterten an Pulay.

Ungewöhnlich: In der 40. Minute rutschte Schiedsrichter Stefan Schneider beim Zurücklaufen aus und blieb auf dem Spielfeld liegen. Das Kontertor von Alexander Feld zum 18:12 zählte deshalb nicht. Schneider machte nach kurzer Behandlung weiter.

Die letzten zehn Minuten nutzte der SC DHfK für die Aufbesserung des Torekontos. Der Sieg mit neun Toren Unterschied ging auch in der Höhe in Ordnung. Die Zuschauer honorierten die zwei Punkte mit stehenden Ovationen in der letzten Minute. Schade für den SC DHfK: An dem sonnigen Nachmittag fanden nur 1683 Fans den Weg in die Halle. Nach der beherzten Leistung gegen den THW Kiel mit 5.700 Besuchern hatten die Vereinsverantwortlichen mit einigen Anhängern mehr gerechnet.

Die Leipziger haben jetzt eine spielfreie Woche und danach zwei Auswärtspartien vor sich. In den nächsten Tagen setzt Jungandreas auf Erholung. Thomas Oehlrich fällt mit seiner Schambeinentzündung noch länger aus. Rico Göde spielte gegen Nordhorn mit einer geschwollenen Wange und muss am Montag eine Zahn-OP über sich ergehen lassen. Angeschlagen ist auch Pavel Prokopec. Beim nächsten Heimspiel gegen Saarlouis am 25. November sollen die Blessuren auskuriert sein.

 

SC DHfK Leipzig: Galia; Pulay; Krechel - Dietzmann; Emanuel 2; Streitenberger 1 Baumgärtel 3; Binder ; Boese 4 ; Jacob 7; Riehn 1 ; Prokopec 2/1 ; Feld 2; Göde 6; Müller; Telehuz.

HSG Nordhorn: Buhrmeister, Bartels – Verjans 5/1, Volkhausen, Miedema 1, Meyer, Schagen 7/1, Poll, Trodler, Terwolbeck 1, de Boer 1, Wiese 4

Siebenmeter: SC DHfK 1/1, HSG 3/2

Zeitstrafen: DHfK 3 HSG 3

Zuschauer: 1683

Matthias Roth

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