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Nichts zu holen im Fuchsbau: Erste Auswärtspleite für SC DHfK

Handball-Bundesliga Nichts zu holen im Fuchsbau: Erste Auswärtspleite für SC DHfK

Der SC DHfK Leipzig musste am Mittwochabend die erste Auswärtsniederlage dieser Saison einstecken. Die Grün-Weißen verloren bei den Füchsen Berlin mit 20:29 (10:14).

Der SC DHfK hat in Berlin mit 20:29 verloren. (Archivbild)

Quelle: Modla

Berlin. Bereits vor dem Spiel feierte die Handball-Bundesliga mit einem Festakt ihren 50. Geburtstag in Berlin. In der Max-Schmeling-Halle waren dann später aber nur die Füchse in Partylaune. Erst bejubelten die 8821 Zuschauer den neuen Fünf-Jahresvertrag von Mattias Zachrisson, dann stimmte die Band Glasperlenspiel die Fans mit ihrem Hit "Geiles Leben" ein.

Für die Mannschaft von Trainer Christian Prokop war es irgendwie von Anfang an ein gebrauchtes Spiel. Die Berliner ließen sich von den Sachsen gar nicht erst einwickeln und legten sofort mit 4:0 vor.

Der SC DHfK erholte sich kaum von diesem Blitzstart. Prokop nahm schon nach knapp sieben Minuten die erste Auszeit und ordnete sein Team neu. Es half wenig. Die Paraden von Füchse-Keeper Silvio Heinevetter, die Latte oder Pfiffe wegen Stürmerfouls brachten die Leipziger im Angriff immer wieder aus dem Tritt. "Die Füchse waren von Anfang an sehr aggressiv und konzentriert, wir habe lange Zeit keine Mittel gefunden", sagte Prokop.

Bezeichnend war die Schlussphase der ersten Halbzeit. Der bereits mit einer Zeitstrafe vorbelastete Dragan Vukovic kassierte nach einem Foul an Max Janke in der 25. Minute erneut eine Zweiminutenstrafe, reklamierte heftig und sah schließlich die rote Karte. Vier Minuten Überzahl für den SC DHfK brachte beim Stand von 8:13 keine Wende. Mit 10:14 ging es in die Halbzeitkabine. "Wir kommen gefühlt das ganze Spiel nicht in die Abwehr rein. Wir wollten hier gewinnen, davon waren wir weit weg", so Benjamin Meschke.

Den Füchsen merkten die Zuschauer auch in der zweiten Halbzeit nicht an, dass sie vor der Partie nur einen Tag gemeinsam trainiert hatten. Elf Spieler waren in der vergangenen Woche mit ihren Nationalmannschaften unterwegs. Die Berliner kombinierten nach Belieben und hatten in Petar Nenadic (8 Tore) ihren überragenden Mann. Am Ende gewannen sie verdient mit 29:20. Die Leipziger zahlten in diesem Spiel ordentlich Lehrgeld und mussten sich eingestehen: Die großen Vier der Liga sind noch ein Stück entfernt. Nach dem Abpfiff bildeten die DHfK-Spieler einen Kreis und munterten sich auf. "Wir lassen uns von dieser Niederlage nicht unterkriegen", meinte Niklas Piezczkowski.

Füchse Berlin: Stochl, Heinevetter - Wiede 3, Elisson 2, Vukovic 2, Gojun, Nenadic 8/3, Plaza Jiménez 2, Zachrisson, Fäth, Reißky 3, Kozina 3, Drux 3, Struck, Lindberg

SC DHfK Leipzig: Putera, Vortmann - Naumann 1, Semper 2, Rojewski 2, Jurdzs 2, Oehlrich, Binder 3, Janke 2, Pieczkowski 2, Roscheck, Meschke 2, Becvar, Milosevic 4/1

Siebenmeter: Füchse 3/3, SC DHfK 2/1

Zeitstrafen: Füchse 12 Minuten, DHfK 8  Minuten

Zuschauer: 8821

Matthias Roth

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