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Oehlrich macht den Unterschied – SC DHfK verliert gegen Nordhorn unglücklich

Oehlrich macht den Unterschied – SC DHfK verliert gegen Nordhorn unglücklich

Leipzig. Die Aufholjagd blieb unbelohnt. Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben vor heimischem Publikum gegen die HSG Nordhorn-Lingen knapp mit 28:29 (11:15) verloren.

Dabei holten die Grün-Weißen in der zweiten Halbzeit einen Fünf-Tore-Rückstand auf und glichen neun Minuten vor Schluss sogar aus. Am Ende zitterten sich die Gäste über die Zeit.

Thomas Oehlrich machte bei den Gastgebern den Unterschied. Der DHfK-Kapitän arbeitet hauptberuflich bei der Bereitschaftspolizei und musste am Sonntagmittag zum Einsatz nach Dresden. Die Beamten aus Leipzig sicherten das Fußballspiel von Dynamo gegen Erzgebirge Aue ab und Oehlrich schaffte es nicht pünktlich zur eigenen Partie. Erst in der zweiten Halbzeit stand er seiner Mannschaft zur Verfügung und ersetzte den bis dahin tapfer kämpfenden Cristian Telehuz.

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Leipzig. Die Aufholjagd blieb unbelohnt. Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben vor heimischem Publikum gegen die HSG Nordhorn-Lingen knapp mit 28:29 verloren. Dabei holten die Grün-Weißen in der zweiten Halbzeit einen Fünf-Tore-Rückstand auf und glichen neun Minuten vor Schluss sogar aus. Am Ende zitterten sich die Gäste über die Zeit.

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Oehlrich ackerte am Kreis, holte einen Siebenmeter nach dem anderen heraus und erzielte selbst zwei Treffer. „Mit Oehle waren wir eine ganz andere Mannschaft, ohne einen Spieler abwerten zu wollen“, sagte Philipp Seitle, mit zwölf Toren der überragende Leipziger Werfer an diesem Tag. Über seine eigenen Leistung konnte sich der 26-Jährige nicht freuen. „Ich hätte lieber gewonnen“, so Seitle.

Siege gegen die Aufstiegsaspiranten aus Minden, Essen und vom DHC Rheinland – Ausrutscher gegen den Tabellenletzten Bad Schwartau. Die Gäste von der HSG Nordhorn-Lingen kamen zwar als Wundertüte nach Leipzig. Dass sie zu den stärksten Teams der Liga gehören, zeigte die Mannschaft von Trainer Heiner Bültmann von Anfang an. Erster Angriff, erste Führung für Nordhorn. „Das wird ein schnelles Spiel“, hatte Bültmann, der am Mittwoch seinen A-Trainerlehrgang erfolgreich beendet hat, vor der Partie prophezeit. Der 40-Jährige sollte Recht behalten.

Der SC DHfK erspielte sich zwar bis zur achten Minute eine 6:3-Führung, musste dann aber miterleben, wie die Gäste Tor um Tor aufholten und schließlich beim 6:8 das Spiel gedreht hatten. „Unsere Abwehr hatte da keine richtige Bindung“, analysierte Leipzigs Trainer Uwe Jungandreas. Ihn beschlich schon nach dem Abschlusstraining am Sonnabend eine ungute Vorahnung. „Die Mannschaft war da sehr nervös“, berichtete Jungandreas. Neben den Ausfällen der verletzten Erik Jacob und Martin Müller war einen Tag vor dem Spiel endgültig klar: Oehlrich wird beim Anpfiff nicht da sein. „Thomas fehlt uns nicht nur als Spieler sondern auch als Persönlichkeit“, sagte der Coach. Vor dem Spiel schwor er seine Männer in der Kabine noch einmal ein: „Das können wir trotzdem schaffen“.

Danach sah es zu Beginn der zweiten Hälfte gar nicht aus. Nordhorn zog auf 11:16 davon. „Wir kannten die aggressive Abwehr von Leipzig. Die hat das Ziel, den Gegner unter Stress zu setzen“, sagte Nordhorn-Coach Bültmann. Er machte seinen Spielern ein Kompliment, weil sie ruhig geblieben seien.

Nicht verhindern konnte er die große Zeit von Oehlrich, an dem sich die Mannschaft wieder aufbaute. Im Tor steigerte sich Oliver Krechel und in der 51. Minute tobte die Halle. Philipp Seitle erzielte vom Siebenmeterpunkt den 23:23-Ausgleich.

Was folgte war Handball-Dramatik pur. Nordhorn zog erneut auf 28:25 davon. Wiederum Seitle traf 30 Sekunden vor dem Ende zum 28:29. Nordhorn spielte den letzten Angriff clever aus und feierte anschließend den hart erkämpften Erfolg ausgelassen auf dem Parkett.

„Ich bin frustriert und enttäuscht“, gestand DHfK-Aufsichtsrat Stefan Kretzschmar nach dem Abpfiff. Drei verworfene Siebenmeter und mehrere Abspielfehler könne man sich gegen eine Mannschaft wie Nordhorn nicht leisten.

SC DHfK:

Galia, Krechel – Dietzmann 1, Streitenberger 1/1, Wolf, Baumgärtel 4, Binder, Boese 4, Wagner 3, Riehn, Seitle 12/4, Telehuz 1, Oehlrich 2

HSG Nordhorn-Lingen:

Buhrmester, Bartels – Struck 4, Wilmsen, Lammering, Leenders 5, Mickal 6, Hombrink, Meyer 4, Schagen 3/1, Poll, Terwolbeck 1, de Boer, Wiese 6

Siebenmeter:

DHfK: 8/5 , HSG: 1/1

Zeitstrafen:

DHfK:  2, HSG: 5

Zuschauer:

1467

Matthias Roth

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