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Partie der Gegensätze: SC DHfK Leipzig besiegt Bittenfeld und steht in zweiter Pokalrunde

Partie der Gegensätze: SC DHfK Leipzig besiegt Bittenfeld und steht in zweiter Pokalrunde

Der SC DHfK Leipzig steht in der zweiten Runde des DHB-Pokals. In einer Partie der Gegensätze bezwangen die Grün-Weißen am Mittwochabend Ligakonkurrent TV Bittenfeld 27:25 (12:11).

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Der SC DHfK siegt gegen Bittenfeld im DHB-Pokal.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. In der Ernst-Grube-Halle zeigten beide Teams vor rund 500 Zuschauern eine taktisch und vor allem defensiv disziplinierte erste Hälfte. In den zweiten 30 Minuten ging es deutlich freier, torreicher aber auch härter zu Werke.

"Ich bin natürlich erstmal zufrieden, weil wir weitergekommen sind", resümierte DHfK-Coach Christian Prokop. "Es war das Spiel des Vierten gegen den Fünften der vergangenen Saison. Es war eng und umkämpft. Es ist gut, dass wir diese Prüfung bestanden haben, auch weil sich unser Kader im Sommer ja durchaus verändert hat."

Prokop vertraute zu Beginn derselben Sieben, die bereits die Partie gegen den SC Magdeburg eröffnet hatte. Die Hausherren kamen gegen aggressiv verteidigende Gäste allerdings nur schwer in Tritt und produzierten in der Anfangsphase gleich sechs Fehlwürfe, davon zwei sogenannte Freie. Erst in der 7. Minute traf Philipp Weber zum ersten grün-weißen Tor des Tages.

Rund eine Viertelstunde benötigte der SC DHfK, dann hatte das Team Betriebstemperatur erreicht und ging erstmals in Führung. "Schon möglich, dass da zu Beginn dem Einen oder Anderen die Hände ein bisschen gezittert haben. Es war ja unser erstes Pflichtspiel zusammen", kommentierte Philipp Pöter. Als besonders wertvoll erwies sich vor allem Alen Milosevic am Kreis, der in der ersten Hälfte drei gegnerische Strafen zog, zwei Mal selbst einnetzte (am Ende waren es vier Treffer) und pausenlos wühlte. "Ja, das war schon gut heute", meinte "Milo" später, bezog das aber nicht auf sich, sondern das gesamte Team.

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Leipzig. Der SC DHfK Leipzig steht in der zweiten Runde des DHB-Pokals. In einer Partie der Gegensätze bezwangen die Grün-Weißen am Mittwochabend Ligakonkurrent TV Bittenfeld 27:25 (12:11). In der Ernst-Grube-Halle zeigten beide Teams eine taktisch und vor allem defensiv disziplinierte erste Hälfte. In den zweiten 30 Minuten ging es deutlich freier, torreicher aber auch härter zu Werke.

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Sechs Minuten vor der Pause brachte Prokop beim Stand von 9:7 Philipp Pöter und Marc Pechstein, um Michael Qvist und Philipp Weber eine Pause zu gönnen. Es entwickelte sich eine turbulente Zwischenschlussphase, in welcher der DHfK-Coach erfolgreich bei eigener Unterzahl mit einem zusätzlichen Feldspieler agieren ließ und das Schiriduo Thomas Hörath und Timo Hofmann schon mal Tomaten auf den Augen zu haben schien. Mit einem 12:11 aus Sicht der Gastgeber ging es in die Kabinen.

Nach Wiederbeginn war recht schnell klar: Weitere 30 Minuten mit beiderseits defensiv orientierter Spielweise würde es an diesem Abend nicht geben. Die Tore fielen nun in deutlich rascherer Folge, was nicht zuletzt an häufiger auftretenden Fehlern der Kontrahenten lag. Pässe ins Niemandsland, technische Patzer und überhastete Würfe - es schien, als würden sich die Gegner nun irgendwie treiben lassen. Nur wovon, blieb unklar. "Keine Ahnung, was da genau passiert ist", sagte Alen Milosevic. "Wir haben sie nochmal rankommen lassen. Vielleicht dachten die dann, wir sind müde. Bittenfeld hat dann plötzlich viel Tempo gemacht, ist volles Risiko gegangen und hat uns stark unter Druck gesetzt."

Die Partie gestaltete sich nach langer Leipziger Führung zum Leidwesen des Publikums nun ausgeglichen und wurde zunehmend hitziger. Sowohl Bittenfelds Florian Schöbinger als auch DHfK-Kapitän Thomas Oehlrich mussten in kurzem Abstand nach der dritten Zeitstrafe mit der obligatorischen roten Karte das Parkett verlassen. Beide Teams kämpften mit offenem Visier und ihren eigenen Fehlern. "Die gilt es abzustellen", mahnte Philipp Pöter später. "In der Liga kann sich das bitter rächen."

In der Halle machte sich trotz sparsamer Besetzung auf den Rängen die berüchtigte ohrenbetäubende "Grubehölle"-Atmosphäre breit. Einen kühlen Kopf bewahrte der in der 44. Minute für Felix Storbeck eingewechselte Henrik Ruud Tovas im Tor. Er zeigte in der Schlussphase gleich drei wichtige Paraden und sicherte seiner Mannschaft so den knappen Vorsprung. 27:24 stand es zwei Minuten vor Ultimo. Das reichte zum Sieg und dem Erreichen der zweiten Pokalrunde. "Am Ende haben Kleinigkeiten entschieden", kommentierte Gäste-Coach Schweikardt.. "Ich bin sehr froh, dass wir in diesen kleinen Situationen bestanden haben", meinte Christian Prokop.

Beide Trainer sehen sich bereits am Samstag wieder. Dann stehen sich der SC DHfK Leipzig und der TV Bittenfeld ab 19.30 Uhr zum Auftakt der Zweitligasaison gegenüber.

Leipzig:

Storbeck; Tovas; Krzikalla (4); Binder (1); Emanuel; Oehlrich; Pöter (6); Qvist (1); Pechstein (1); Weber (10/5); Streitenberger; Milosevic (4); Semper; Naumann; Greß; Roschek.

Bittenfeld:

Müller; Jerkovic; Bischoff; Schimmelbauer (1); Schöbinger (2); Kienzle (3); Weiß; Schweikardt (7/5); Friedrich (6); M'Bengue (2); Sundberg; Seiz (3); Heib; Kretschmer (1)

Siebenmeter:

Leipzig 5/6; Bittenfeld 5/5.

Strafen:

Leipzig 5 + rot für Oehlrich; Bittenfeld 6 + rot für Schöbinger.

Antje Henselin-Rudolph

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