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Riehn trifft in letzter Sekunde vom Anwurfpunkt: Zittersieg für die Handballer des SC DHfK

Riehn trifft in letzter Sekunde vom Anwurfpunkt: Zittersieg für die Handballer des SC DHfK

Leipzig. Souverän geführt und doch noch um den Sieg zittern mussten die Handballer vom SC DHfK Leipzig. Die Mannschaft um Trainer Uwe Jungandreas setzte sich am Sonntag in der 2. Bundesliga in der Ernst-Grube-Halle mit 32:31 (18:14) gegen den VfL Bad Schwartau durch.

Dabei traf Till Riehn vier Sekunden vor Schluss das leerstehende Tor der Gäste, die ihren Torhüter für einen siebten Feldspieler rausgenommen hatten. „Ich habe Michael Galia nur noch gesagt, dass er den Ball schnell zu mir spielen soll. Dann sehe ich, dass keiner vor mir steht und werfe. Hätte ich da noch überlegt, dann hätte ich wahrscheinlich nicht getroffen“, sagte Riehn mit einem Augenzwinkern.

„Man sieht, wie nah Glück und Unglück zusammenliegen“, freute sich auch Jungandreas über die zwei Punkte. Auch auf Grund der Zeitstrafen gegen sein Team zum Spielende, sah er den Sieg als „umso souveräner an“. Dennoch musste es seine Mannschaft nicht so spannend machen. Leipzig hatte bereits gegen Ende der ersten Halbzeit die Möglichkeit, die Partie deutlicher zu gestalten. „Ich finde, wir können auch mit sechs Toren in die Halbzeit gehen“, kritisierte der zehnfache Torschütze René Boese die ausgelassenen Torchancen der Leipziger.

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Leipzig. Souverän geführt und doch noch um den Sieg zittern mussten die Handballer vom SC DHfK Leipzig. Die Mannschaft um Trainer Uwe Jungandreas setzte sich am Sonntag in der 2. Bundesliga in der Ernst-Grube-Halle mit 32:31 (18:14) gegen den VfL Bad Schwartau durch. Dabei traf Till Riehn vier Sekunden vor Schluss das leerstehende Tor der Gäste, die ihren Torhüter für einen siebten Feldspieler rausgenommen hatten.

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Überhaupt hatten die Messestädter anfangs Probleme, ins Spiel zu finden. Der Aufsteiger begann unkonzentriert, leistete sich allein fünf Fehlwürfe in den ersten vier Minuten. Abstimmungsprobleme in der Abwehr kamen hinzu, sodass Leipzig schnell mit 0:3 ins Hintertreffen geriet. Dass die Mannschaft am Anfang zurück lag, „hat mich nicht nervös gemacht. Das ist uns die Saison schon gefühlte 20 Mal passiert“, sagt Jungandreas.

In der Folge hatte sich der DHfK in der Deckung besser auf den Gegner eingestellt. Bad Schwartau nahm sich überhastete oder zu ungenaue Würfe. Auch steigerte sich Michael Galia im Tor – was sicherlich auch daran lag, dass sich Jungandras entschied, mit Sebastian Schulz einen dritten Torhüter auf die Bank zu setzen. „Wir haben in den letzten Wochen nicht ganz glücklich agiert auf der Position“, erklärte der Coach seine Entscheidung. Umso glücklicher habe Galia aber heute gehalten. Denn dadurch gelang es dem DHfK, sein schnelles Spiel nach vorne aufzuziehen. Vor allem über die rechte Seite, wo Leipzig mit René Boese einen sicheren Kontertorschützen hat, fielen die meisten Tore. Allein sechs seiner zehn Treffer erzielte Boese in den ersten 30 Minuten. Auch Jungandreas zeigte sich mit dem Konterspiel seiner Mannschaft zufrieden: „Wir haben insgesamt 17 Konter gespielt und davon zwölf Tore gemacht. Das ist überragend und ist das, was wir uns erhofft hatten.“

Als sich Leipzig mit 9:6 abgesetzt hatte, reagierte Schwartaus Trainer. Tobias Schröder, der mit seinem Team vier der insgesamt sechs Pluspunkte in den beiden letzten Spielen erkämpft hat, nahm in der 15. Minute eine Auszeit. Doch trotz der spielerischen Überlegenheit schaffte es Leipzig nicht, seinen Vorsprung weiter auszubauen. Vielmehr gelang es Schwartau immer wieder mit Verlegenheitswürfen dranzubleiben.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit dann wieder das gleiche Bild: Leipzig tat sich sowohl in der Abwehr als auch im Angriff schwer, sodass Bad Schwartau in der 43. Minute auf 23:23 ausgleichen konnte. In der Folge entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel, bei dem beide Teams mit technischen Fehlern „glänzten“. „Wir haben vorne nicht mehr ins Spiel gefunden. Dadurch bekommen wir leichte Gegentore“, erklärte Boese.

"In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme, unsere gewohnt aggressive Deckung zu spielen", resümierte Gäste-Trainer Schröder. "Danach haben wir das viel besser gemacht. Das war ein enger Schlagabtausch – was ärgerlich für uns ist, da wir so eine engagierte zweite Halbzeit gespielt haben."

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Hier gibt es einen Zusammenschnitt der Liveübertragung als Audio-Podcast:

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SC DHfK Leipzig:

Galia, Krechel, Schulz – Dietzmann (1), Streitenberger (4), Wolf, Baumgärtel (5), Binder, Boese (10), Wagner (4), Riehn (1), Seitle (8), Telehuz, Emanuel.

VfL Bad Schwartau:

Mahncke, Panzer – Hansen (1), Podpolinski (4), Wagner (8), Märtner (4), Zeschke, Hinrichsen, Kasza, Schult (4), Tretow, Todosijevic (2), Kretschmer, Dombrowski (7).

Zuschauer:

1229

Anne Kunze

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