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SC DHfK Leipzig behält in Wuppertal am Schluss die Nerven

Sieg gegen Bergischen HC SC DHfK Leipzig behält in Wuppertal am Schluss die Nerven

Am Ende wurde es noch einmal spannend. Doch der SC DHfK Leipzig ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und setzte sich am Sonnabend beim abstiegsbedrohten Bergischen HC durch. Für die Prokop-Sieben war es der vierte Sieg auf fremdem Parkett in dieser Saison.

Der SC DHfK Leipzig holte am Sonnabend beim Bergischen HC seinen vierten Bundesliga-Auswärtssieg.

Quelle: Gregor Eisenhuth

Wuppertal/Leipzig. Der SC DHfK kontrollierte das Bundesliga-Spiel gegen den Bergischen HC am Samstagabend über weite Strecken. Doch die Leipziger leisteten sich auch immer wieder Schwächen, dank derer die Gastgeber aufholen konnten. Die spannende Schlussphase entschieden die DHfK-Handballer dann aber für sich und holten mit dem 31:28 (17:14) den vierten Auswärtssieg der Saison.

Zu Beginn waren die Leipziger noch nicht so richtig wach. Die Gastgeber dagegen gingen schnell mit drei Toren in Führung. Doch mit dem ersten Treffer für den SC DHfK durch Lukas Binder in der 5. Minute nahm das Spiel der Sachsen Fahrt auf. Das Team von Trainer Christian Prokop glich zunächst zum 3:3 aus (6. Minute) und zog weiter auf 8:5 davon (12.).

Im weiteren Verlauf kämpften sich die Wuppertaler höchstens auf ein Tor heran. Die Leipziger kontrollierten die erste Halbzeit, lagen häufig mit drei Treffern vorn. Der Erfolg ruhte auf vielen Schultern. Bis zur Pause trugen sich acht Spieler in die Torschützenliste ein. Hinten zeigte zudem Jens Vortmann im Kasten eine starke Leistung, konnte unter anderem zwei Siebenmeter der Bergischen entschärfen. Zur Halbzeit stand so für die Grün-Weißen eine solide 17:14-Führung zu Buche.

Nach dem Wechsel machten es die Gastgeber den Leipzigern schwerer. Björgvin Pa Gustavsson im Wuppertaler Tor hielt stark und im Angriff waren seine Teamkollegen erfolgreich, sodass der Leipziger Vorsprung schnell schrumpfte (17:16, 36.). Zwar fing sich die Prokop-Sieben wieder und konnte zwischenzeitlich mehrfach einen Vier-Tore-Abstand erarbeiten. Doch den Grün-Weißen gelang es nicht mehr, ihr Tempospiel wie in der ersten Halbzeit aufzuziehen. Zudem sah Max Janke in der 42. Minute nach einem Foul gegen Kristian Nippesdie rote Karte.

So entwickelte sich die Schlussphase zum echten Krimi. Der vom Abstieg bedrohte Bergische HC mobilisierte noch einmal alle Kräfte und glich in der 54. Minute zum 27:27 aus. Am Ende waren es aber die Gäste, die die stärkeren Nerven behielten. Drei Tore von Philipp Weber und eines von Franz Semper – beide waren mit sieben und fünf Treffern auch insgesamt die besten Schützen ihres Teams – in den letzten fünf Minuten sicherten den Leipzigern schließlich den Sieg.

Trainer Christian Prokop (SC DHfK Leipzig): „Das war heute eine ganz starke mannschaftliche Leistung mit einem überragenden Jens Vortmann im Tor. Nach holprigem Start lagen wir gleich 0:3 zurück, doch dann kam die Abwehr besser ins Spiel und Jens läuft warm. Mit vielen Glanztaten im Kasten und einer konzentrierten Abwehrleistung konnten wir unsere Führung behaupten. Über eine gute zweite Welle und die schnelle Mitte ist es uns gelungen, viele recht einfache Tore zu erzielen. Nach der Pause waren wir etwas zu schläfrig und dadurch wird die Partie sofort wieder eng. Nach dem 27:27 war eine fantastische Atmosphäre in der Halle, doch wir haben einen kühlen Kopf behalten und konnten mit guten Aktionen und auch etwas Glück den Sieg nach Hause bringen. Franz Semper war am Ende der Matchwinner.“

Trainer Sebastian Hinze (Bergischer HC): „Glückwunsch an Leipzig zu dem Sieg, der auch verdient war. Meine Mannschaft ist nicht so ins Spiel gekommen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir wollten sehr aggressiv spielen und dadurch auch das Tempo bestimmen. Das ist uns nicht gelungen, das Tempo hat Leipzig bestimmt. In der zweiten Halbzeit kommen wir besser ins Spiel, stehen besser in der Abwehr und uns gelingen auch einfache Tore. Dadurch wecken wir die Emotionen in der Halle. Doch wir haben heute einfach zu viele freie Bälle verworfen. Der entscheidende Faktor für die Niederlage war jedoch, dass wir es vor allem in der ersten Halbzeit nicht geschafft haben eine gute Abwehrleistung abzurufen.“

Am kommenden Freitag empfängt der SC DHfK die Füchse aus Berlin. Anwurf in der Arena Leipzig ist um 19.45 Uhr.

SC DHfK: Vortmann; Strosack 3, Steinert 2, Jurdzs 3, Weber 7/4, Binder 4, Milosevic 3, Roscheck, Janke 2, Semper 5, Sommer 1, Zhedik, Meschke 1.

 Bergischer HC: Gustavsson, Rudeck; Preuss, Hoße 3/1, Artmann, Gunnarsson 3/1, Nippes 4, Majdzinski, Oelze 4/2, Hermann 8, Weiß 3, Szilagyi 2, Jonovski, Aflitulin 1

Siebenmeter: BHC 6/4, DHfK 4/4

Strafminuten : BHC 8, DHfK 6

Rote Karte: Janke (DHfK, 42.)

maf

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