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SC DHfK Leipzig beim 28:23 gegen Rimpar ohne Mühe – Noch ein Sieg zum Aufstieg

SC DHfK Leipzig beim 28:23 gegen Rimpar ohne Mühe – Noch ein Sieg zum Aufstieg

Sieg im zumindest nominellen Spitzenspiel der 2. Handball-Bundesliga: Der SC DHfK Leipzig setzte sich am späten Sonntagnachmittag relativ mühelos 28:23 (16:12) gegen DJK Rimpar durch.

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Maximilian Janke in der Partie gegen Rimpar.

Quelle: Elmar Keil

Leipzig. Vor 3387 Zuschauern in der Arena Leipzig entwickelte sich eine einseitige Partie, in der die bayerischen Wölfe nicht so Recht halten konnten, was ihr Tabellenplatz drei versprach. Die Grün-Weißen halten dank des Erfolges weiter straff Kurs Richtung Erste Liga und können nach Lage der Dinge am 8. Mai gegen Eintracht Hildesheim den Aufstieg klarmachen.

"Vielleicht haben meine Jungs nicht so richtig dran geglaubt, dass sie heute hier gewinnen können", sagte Gäste-Trainer Jens Bürkle. Über den verdienten Erfolg der Hausherren gebe es allerdings nichts zu diskutieren. "Man muss auch ehrlich sein: Leipzig war uns in vielen Bereichen deutlich überlegen." DHfK-Coach Christian Prokop trat wie schon in der Vergangenheit auf die Euphoriebremse. "Auch wenn das jetzt natürlich keiner hören will. Wir orientieren uns von Spieltag zu Spieltag, fokussieren uns immer neu, motivieren uns so immer wieder neu. Wir haben es noch nicht geschafft."

Grüne Jerseys und weiße Hosen auf der einen, weiße Trikots und grüne Hosen auf der anderen Seite: Zu Spielbeginn mussten sich die Zuschauer zunächst optisch orientieren. Auch die Hausherren benötigten ein paar Minuten, um sich auf den Gegner einzustellen. Die Wölfe beeindruckten zumindest in der Anfangsphase mit einer sehr beweglichen und aggressiven Defensivarbeit. Schnell war klar: Wollten die Gastgeber offensiv Akzente setzen, würde Geduld vonnöten sein.

DHfK-Sieben sucht die Lücke

Und im Gegensatz zu den Vorwochen, wo es zumindest auf heimischem Parket diesbezüglich bisweilen mangelte, bewahrte die DHfK-Sieben am Sonntag Ruhe, spielte die eigenen Angriffe geordnet aus und suchte die nötige Lücke. Die fand sich anfangs vor allem über Linksaußen. Im weiteren Spielverlauf zeigten sich auch Philipp Weber und Franz Semper aus dem Rückraum treffsicher, ebenso Alen Milosevic, der am Kreis kaum zu halten war. Lediglich Lucas Krzikalla haderte mit dem Wurfglück. Er scheiterte in Hälfte eins gleich mehrfach aus vielversprechender Position. "Gegen Großwallstadt war das noch anders", versicherte der 21-Jährige. "Vielleicht war ich nicht ganz so konzentriert wie nötig." Entmutigen ließ er sich davon aber nicht, suchte jede Gelegenheit zum Abschluss. "Ich bin froh über jeden Wurf", so der Rechtsaußen. "Wenn es einen Schritt zurückgeht, mache ich anschließend zwei vor und dann passt es wieder."

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Leipzigs Trainer Christian Prokop. (Archivbild)

Quelle: Peter Endigdpa

Dass die Hausherren die Partie nach rund acht Minuten gut in den Griff bekamen, hatten sie wie immer auch ihrer konsequenten Abwehrarbeit und dem gut aufgelegten Felix Storbeck im Tor zu verdanken. Sieben Würfe entschärfte er in den ersten 30 Minuten und pushte seine Vorderleute damit zusätzlich. Die 16:12-Halbzeitführung für den SC DHfK war auch in der Höhe verdient. Die Gäste konnten nicht mehr halten, was ihre Platzierung in der Tabelle versprochen hatte. "Natürlich hatten auch wir ein engeres Spiel erwartet", meinte Maximilian Janke später. "Aber ich denke eigentlich nicht, dass Rimpar schlecht gespielt hat. Wir waren gut auf sie vorbereitet und haben es selbst einfach gut gemacht."

An den Kräftverhältnissen änderte sich auch in Hälfte zwei nichts. Während die Hausherren eine souveräne Leistung abspulten, kamen die Wölfe kaum zum Zug. Relativ zügig nach Wiederanpfiff bauten die Grün-Weißen ihre Führung auf sieben Tore aus. Wohl keiner der Fans in der Arena hatte das Gefühl, dass da noch etwas passieren würde. Eigene Fehler ließen den Vorsprung zwar zwischenzeitlich etwas schmelzen, aber in den entscheidenden Momenten war Keeper Storbeck zur Stelle und verhinderte größere Probleme. Am Ende blieben die Männer des DJK Rimpar wie schon im Hinspiel (34:23) ohne echte Siegchance.

Der Jubel nach Abpfiff war groß. Der Blick richtete sich zumindest auf Seiten der grün-weißen Anhänger unmittelbar auf den 8. Mai. "Natürlich wollen wir vor unseren fantastischen Fans den Aufstieg klarmachen", bekannte Christian Prokop. Das Hinspiel bei Eintracht Hildesheim hatten seine Jungs deutlich mit 31:22 (16:10) gewonnen. "Ich habe das jetzt in diesem Moment noch nicht so im Kopf", meinte "Max" Janke. "Das sind ja noch zwei Wochen, ganz schön lange", warf Lucas Krzikalla ein. Für ihn und Max Emanuel steht vor dem Aufstieg erst einmal die Nationalmannschaft auf dem Programm. "Max und ich fahren heute Abend noch", so die Nummer 8. "Da kann ich mich eigentlich gar nicht auf den 8. Mai konzentrieren." Höhenflüge seiner Teamkameraden befürchtet Krzikalla auch nicht. "Da besteht jetzt zwar eine gewisse Gefahr. Aber der Trainer wird jeden runterholen, der da zu hoch fliegt."

Leipzig:

Tovas; Storbeck; Semper (2); Emanuel; Krzikalla (2); Pöter (2); Oehlrich; Binder (5); Janke (2); Greß; Roscheck (4); Weber (8/2); Milosevic (3).

Rimpar:

Leikauf; Brustmann; Spieß (1); Kraus (1/1); Schmitt (7); Schömig (1/1); Bötsch (4); Schäffer (2); Kaufmann (2); Spieß; Winkler (2); Brielmeier (2); Sauer; Drude; Büttner.

Siebenmeter:

Leipzig 2/4; Rimpar 2/3.

Strafen:

Leipzig 1; Rimpar 2.

Antje Henselin-Rudolph

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