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SC DHfK Leipzig bleibt nach Sieg gegen Großwallstadt das Maß aller Zweitliga-Dinge

SC DHfK Leipzig bleibt nach Sieg gegen Großwallstadt das Maß aller Zweitliga-Dinge

Der SC DHfK Leipzig bleibt das Maß aller Dinge in der 2. Handball-Bundesliga. Die Messestädter setzten sich am Mittwochabend vor 2442 begeisterten Zuschauern gegen den TV Großwallstadt 31:24 (13:12) durch.

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Steht nun in der ligaweiten Torschützenliste ganz oben: Philipp Weber.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Dabei profitierten die Hausherren erneut von einer starken zweiten Hälfte, in der sie dem namhaften Gegner Schritt für Schritt den Zahn zogen.

Trainer Christian Prokop vertraute einmal mehr auf die bekannte Startformation mit Felix Storbeck im Tor und Lukas Binder, Philipp Weber, Alen Milosevic, Philipp Pöter, Max Emanuel sowie Lucas Krzikalla im Feld. Die schafften es gemeinsam mit Bastian Roscheck in der ersten Hälfte vor allem eine solide Defensivleistung auf's Parkett zu bringen. Dort stellten sie die Gäste des TVG immer wieder vor Probleme. Deren Coach Maik Handschke fand in der ersten Hälfte kein taktisches Mittel gegen die gut gestaffelte grün-weiße Abwehr.

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Leipzig. Der SC DHfK Leipzig bleibt das Maß aller Dinge in der 2. Handball-Bundesliga. Die Messestädter setzten sich am Mittwochabend vor 2442 begeisterten Zuschauern gegen den TV Großwallstadt deutlich mit 31:24 (13:12) durch. Dabei profitierten die Hausherren erneut von einer starken zweiten Hälfte, in der sie dem namhaften Gegner Schritt für Schritt den Zahn zogen.

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In der Offensive war dagegen weniger eitel Sonnenschein. Nach zügigem Beginn, in dessen Verlauf Weber sich mit vier Treffern am Stück an die Spitze der ligaweiten Torschützenliste katapultierte, häuften sich technische Fehler. Mehrere freie Würfe sowie ein Siebenmeter fanden ihren Weg nicht ins Ziel. Hektik machte sich breit. Mehrfach suchten die Gastgeber überhastet den Abschluss und verpassten es so, eine mehrmalige Drei-Tore-Führung auszubauen. "Ich glaube, da konnte man gut sehen, dass wir einfach zuviel wollten", analysierte Lucas Krzikalla später. "Wir haben den Ball zu früh nach vorn geworfen, haben nicht mehr geguckt, ob da noch jemand steht."

Zudem zeigten sich die Gäste allmählich defensiv verbessert. Die Akteure des TVG gingen aggressiv und offensiv zu Werke, ließen dem SC DHfK so wenig Raum und erzwangen zusätzliche Fehler. Gegen Ende der ersten Hälfte hatten es die Hausherren Felix Storbeck im Tor zu verdanken, dass sie nicht mit einem Rückstand in die Kabine mussten. Der Keeper vereitelte gleich drei Siebenmeter der Gäste, zwei davon in der 30. Minute. "Wir haben in dieser Phase einfach zu viel weggelassen", meinte Handschke nach Abpfiff.

Dennoch gab es unmittelbar nach Wiederanpfiff den Ausgleich durch Chen Pomeranz. Doch die Gastgeber, inzwischen mit Thomas Oehlrich in der Abwehr, waren wenig beeindruckt. Auch wenn sich das Eichhörnchen zunächst weiter mühsam ernährte, die Gastgeber blieben dran und fanden allmählich zu einer gewissen Konstanz und Ruhe. "Der Trainer hat in der Halbzeit gesagt, dass wir über mehrere Stationen nach vorn spielen sollen. Das ist sicherer", so Krzikalla. Die Jungs hielten sich an diese Vorgabe. Als Max Emanuel in der 45. Minute dann der Treffer zum 22:18 und damit zur erstmaligen Vier-Tore-Führung gelang, tobte die Arena.

Tatsächlich schien eine Art magische Barriere durchbrochen zu sein. Denn nun war sie endgültig da, die grün-weiße Sicherheit. Storbeck hielt phasenweise als gäbe es kein Morgen und brachte die Angreifer des TV Großwallstadt sichtlich zur Verzweiflung. Seine Vorderleute waren nun überwiegend den entscheidenden Schritt schneller, wirkten frischer im Kopf, konzentrierter in ihren Aktionen. "Wir haben da einfach weniger Fehler gemacht. Das hat den Ausschlag gegeben", sagte Philipp Weber. "Wir haben gleich mehrfach in Unterzahlsituationen Tore kassiert, ohne uns davon zu erholen. Und dann kippt das Spiel natürlich irgendwann", kommentierte Gäste-Coach Maik Handschke. "Am Ende haben wir es Leipzig dann sehr leicht gemacht." Die Hausherren bauten die Führung aus. Die Gäste, die sich mit unnötigen Strafzeiten in der Schlussphase noch zusätzlich in Bedrängnis brachten, hatten nichts mehr zu bestellen.

"Wir haben in der zweiten Hälfte in allen Belangen zugelegt, haben eine intelligentere Abwehr gespielt und vorn wesentlich konzentrierter agiert", lobte Christian Prokop, der angesichts der schweren Aufgabe in Rimpar am kommenden Woche keine überschwängliche Freude aufkommen lassen wollte. "Wir müssen das Spiel heute schnell abhaken, auch wenn das sehr schade ist." Sein bester Werfer am Mittwochabend plichtete ihm bei. "Wir freuen uns nur heute. Das ist ja schließlich keine Kaffeefahrt am Samstag."

Leipzig:

Tovas; Storbeck; Emanuel (3); Krzikalla (5); Pöter (2); Oehlrich (1); Binder (4); Greß (1); Roscheck (2); Weber (10/1); Milosevic (3); Pechstein; Naumann; Streitenberger; Boese.

Großwallstadt:

Lenz; Putera; Spatz (5/1); Fridgeirsson (2/1); Sorrentino Sala; Lopez Romero; Weißbach; Stark (4); Kretschmer (2); Prokopec (3); Jost (3); Ch. Pomeranz (1); Kohlbacher; G. Pomeranz (4).

Siebenmeter:

Leipzig 1/2; Großwallstadt 2/5.

Strafen:

Leipzig 2; Großwallstadt 5.

Antje Henselin-Rudolph

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