Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

SC DHFK
Google+ Instagram YouTube
SC DHfK Leipzig gewinnt gegen Schwerin und schafft angepeilten Zuschauerrekord

SC DHfK Leipzig gewinnt gegen Schwerin und schafft angepeilten Zuschauerrekord

Leipzig. Es war kein großes Spiel, wohl aber eine große Kulisse. Rekordverdächtige 6317 Zuschauer feierten am Freitagabend in der ausverkauften Arena Leipzig den SC DHfK.

Im Duell gegen den Tabellenelften SV Post Schwerin setzten sich die Messestädter nach durchwachsener erster Halbzeit 26:22 (11:12) durch. Damit mischen die Grün-Weißen, deren erklärtes Ziel der Klassenerhalt ist, weiter munter im Aufstiegsrennen mit. Mann des Abends war ein überragender Michael Galia im Tor.

"Die Atmosphäre war unglaublich heute. Bei mir gilt: mehr Zuschauer, mehr Leistung", sagte „Galos" nach dem Schlusspfiff. Trainer Uwe Jungandreas wirkte sichtlich mitgenommen. „Mir ist ein riesengroßer Stein vom Herzen gefallen", bekannte er. „Der Verein hat heute hier so ein Riesending auf die Beine gestellt, und da wollten wir natürlich unseren Beitrag leisten."

php09eed10f6d201203162135.jpg

Leipzig. Es war kein großes Spiel, wohl aber eine große Kulisse. Rekordverdächtige 6317 Zuschauer feierten am Freitagabend in der ausverkauften Arena Leipzig den SC DHfK. Im Duell gegen den Tabellenelften SV Post Schwerin setzten sich die Messestädter nach durchwachsener erster Halbzeit 26:22 (11:12) durch. Mann des Abends war ein überragender Michael Galia im Tor.

Zur Bildergalerie

Dieses Wollen hemmte seine Jungs zunächst. Die Hausherren entwickelten im Angriff kaum Durchschlagskraft. Dass sie die Partie in der Anfangsphase rein ergebnistechnisch ausgeglichen gestalten konnten, hatten sie zum Einen den in Sachen Siebenmeter großzügigen Unparteiischen und der Abwehr der Gäste zu verdanken. Gegen DHfK-Kapitän Thomas Oehlrich am Kreis wussten sich die Schweriner zunächst schlicht nur durch Fouls zu helfen. Robert Schulze und Tobias Tönnies zeigten in den ersten zwölf Minuten gleich vier Mal auf den Punkt. Drei Mal war René Boese erfolgreich. Darüber hinaus war aber wenig los im Leipziger Angriff. Erst durch die Einwechslung von Eric Jacob in der 20. Minute kam ein wenig mehr Schwung ins Geschehen.

Zum Anderen zeigte sich Michael Galia mehr als nur einfach gut aufgelegt. 14 Würfe wehrte der Keeper der Messestädter in Halbzeit eins ab und hielt seinen Vorderleuten damit den Rücken frei. Philipp Seitle, sonst einer der Leistungsträger, konnte sich kaum in Szene setzen und verwarf mehrfach. Er blieb in Hälfte eins ohne Torerfolg. Ulrich Streitenberger wurde auf Links kaum eingesetzt. Das 11:12 zur Pause war dann auch leistungsgerecht und kam ohnehin nur zustande, weil Jacob und Steve Baumgärtel kurz vor dem Halbzeitpfiff noch einmal trafen.

"Wir haben Vieles richtig gemacht", analysierte Gästetrainer Christian Prokop später. „Wir waren diszipliniert im Angriff und hatten Seitle und Oehlrich in der Abwehr gut im Griff." Jungandreas kritisierte dagegen so einiges. „Wir waren zu eng im Angriff und hatten Probleme mit dem Schweriner Mittelblock", sagte der DHfK-Coach. Auch das Tempo habe man in der sehr warmen Halle nicht wie gewohnt hoch halten können. „All das haben wir dann ja aber abgestellt."

Tatsächlich präsentierten sich die Leipziger mit Beginn der zweiten Hälfte wie ausgewechselt. Plötzlich war die Aggressivität vorm Tor zurück, ebenso die Konzentration in der Abwehr. In der 34. Minute traf Boese zum 14:13 und damit zur Führung nach für die Fans endlos langen 17 Minuten. Prokop schmeckte das natürlich gar nicht. „Da kriegen wir in einer Minute drei Tempogegenstöße", monierte der Trainer der Schweriner. „Da war das Spiel dann weg." In der Folge bauten die Hausherren ihren Vorsprung aus. Mindestens drei Tore lagen sie nun kontinuierlich in Front. Das brachte auch die Zuschauer in Wallung, die nun zusehends den Rhythmus aufnahmen und die Hausherren nach vorn klatschten.

Nur eine kleine Gruppe hielt es auf den Sitzen. Die sonst stets den Takt angebenden Jungs von Grün-Weiß Ramba-Zamba griffen nur sparsam zu Trommeln und Fahnen. Es ist kein Geheimnis, dass der Fanclub den in der kommenden Saison anstehenden Umzug in die Arena nicht sonderlich gut heißt. Bereist mehrfach hatten sie vor Spielen mit Spruchbändern darauf aufmerksam gemacht.

An den Kräfteverhältnissen auf der Platte änderte das freilich nichts. Die Schweriner konnten nicht an ihre Leistung aus Hälfte eins anknüpfen. Mehrfach schloss das Prokop-Team aussichtsreiche Aktionen überhastet und dadurch erfolglos ab. Den Hausherren, die sich von der Stimmung auf den Rängen zunehmend anstecken ließen, hatten sie nichts mehr entgegenzusetzen. Uwe Jungandreas nutzte die Gelegenheit und gewährte Publikumsliebling Maik Wolf einen Einsatz. „Das war ein geiles Gefühl", bekannte der im Anschluss. „Ich ärgere mich, dass ich den Ball nicht reingemacht habe, als ich die Chance dazu hatte."

Leipzig:

Galia; Schulz; Dietzmann; Streitenberger (1); Baumgärtel (5); Oehlrich (6); Binder; Boese (6/3); Jacob (4); Wagner; Riehn; Seitle (4); Müller; Wolf; Telehuz.

Potsdam:

Levshin; Wetzel; Weltgen (6/3); Riediger; Rauch; Prothmann (1); Riha (2); Murawski (3); Thormann (1); Chantziaras (4); Anclais (4).

Siebenmeter:

Leipzig 3/4; Potsdam 3/4.

Strafen:

Leipzig 2; Potsdam 4.

Antje Henselin-Rudolph / Matthias Roth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Spielberichte