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SC DHfK Leipzig gibt sich auch gegen TVB Stuttgart keine Blöße

Handball-Bundesliga SC DHfK Leipzig gibt sich auch gegen TVB Stuttgart keine Blöße

Der SC DHfK Leipzig bleibt weiter in der Erfolgsspur. In einem nicht immer schön anzusehendem aber intensiven Duell setzten sich die Grün-Weißen am Sonntagnachmittag mit 25:20 (12:8) gegen den TVB Stuttgart durch. Damit halten die Grün-Weißen in der Bundesliga Kontakt zur Spitzengruppe.

Der SC DHfK Leipzig bleibt weiter in der Erfolgsspur.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Der SC DHfK Leipzig bleibt weiter in der Erfolgsspur. In einem nicht immer schön anzusehenden, aber intensiven Duell setzten sich die Grün-Weißen am Sonntagnachmittag mit 25:20 (12:8) gegen den TVB Stuttgart durch. Damit halten die Grün-Weißen in der Bundesliga Kontakt zur Spitzengruppe. Vor 4084 Zuschauern brillierten mit Jens Vortmann und Johannes Bitter vor allem die Torhüter beider Mannschaften, die sich nichts schenkten. Trainer Christian Prokop bescheinigte seiner Mannschaft vor allem in Abwehr und Tempospiel eine starke Leistung. „Das war heute gemeinsam mit einem sehr guten Torhüter das entscheidende Kriterium. Wir haben den Kampf angenommen, sind geduldig geblieben, obwohl wir uns jede Chance gut erarbeiten mussten.“

Gegen kämpferisch auftretende Gäste aus Stuttgart behielten die Handballer vom SC DHfK Leipzig am Sonntag von Beginn an die Kontrolle über das Spiel.

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Als der TVB Stuttgart noch TV Bittenfeld hieß, hatten sich beide Teams bereits mehrere erbitterte und intensive Duelle geliefert. Das sollte auch am Sonntag wieder so sein. Auch wenn die Hausherren von Beginn an das Heft des Handelns in die Hand nahmen und vom ersten Angriff an führten, blieben die Gäste unangenehm. Vor allem in der Abwehr traten sie robust bis zu handfest auf, kassierten dafür zügig gelbe Karten und eine erste Zeitstrafe. Dahinter lauerte mit Johannes Bitter ein bestens aufgelegter Keeper. Die Grün-Weißen ließen sich von der härteren Gangart nicht zu sehr beeindrucken. Sie agierten konzentriert, suchten die Lücke und die beste Gelegenheit zum Abschluss. Lediglich Bitter stand ihrem Wurferfolg häufiger als wünschenswert im Weg.

Beim SC DHfK durfte der wieder genesene Peter Strosack auf Rechtsaußen ran. Von Beginn an stand zudem Franz Semper auf der Platte. Bastian Roscheck und Alen Milosevic organisierten die Abwehr klug und umsichtig. Die Gastgeber legten eine starke Defensivleistung hin, blieben dabei dennoch fair und hielten den TVB in Hälfte eins bei nur acht Toren. Stuttgarts Michael „Mimi“ Kraus und Marian Orlowski waren die Einzigen, deren variantenreiche Würfe anhaltend Probleme bereiteten. Bitter monierte später halbgare Würfe seiner Vorderleute und eine fehlende Einstellung. „Wenn wir in diese Liga bestehen wollen, müssen wir anders kämpfen.“ Mit 12:8 ging es in die Kabinen. „Damit waren wir noch gut bedient“, befand TVB-Coach Markus Baur, der in den ersten 30 Minuten mit dem Auftritt seiner Jungs überhaupt nicht zufrieden war. „Uns hat die Bereitschaft gefehlt, die heute nötig gewesen wäre. Teilweise haben wir zu ängstlich agiert.“

Nach Wiederanpfiff entwickelte sich die Partie immer mehr zum Duell Vortmann vs. Bitter. Beim HSV Handball waren sie noch Teamkameraden gewesen, nun drückten sie dem erneuten Aufeinandertreffen ihren Stempel auf. Vor allem für Lukas Binder entwickelte sich der TVB-Keeper zur persönlichen Nemesis. Mehrfach blieb der Schlussmann bei Alleingängen des Leipziger Kapitäns Sieger. „Es ist wirklich enorm schwer gegen einen derart riesigen Torhüter“, meinte der Linksaußen später. „Er ist wirklich unheimlich groß und hat trotzdem extrem gute Reflexe.“ Bei Alleingängen erweise sich dann auch der Weg als schwierig. „Du läufst aufs Tor zu, der Kerl wird immer größer und du fängst an zu überlegen. Du guckst, was macht er, was könnte ich machen. Das ist dann schon zu viel.“ Zum Glück für Binder und die Seinen bereitete „Vorti“ den TVB-Angreifern ähnliche Probleme, entschärfte unter anderem einen Siebenmeter von Bobby Schagen. „Beim Siebenmeter ist immer auch ein bisschen Glück dabei“, sagte der 29-Jährige nach dem Abpfiff. „Natürlich weiß man vorher, wer was macht. Man kennt sich. Aber auf Reaktion ist ein Siebenmeter nicht haltbar.“

Die Partie blieb intensiv, wobei die Hausherren von ihrem bis zur Pause herausgearbeiteten Vorsprung profitierten. Die Gäste verteidigten jetzt noch etwas offensiver, attackierten die angreifenden Grün-Weißen früh. Das Ziel, Würfe aus dem Rückraum so möglichst zu unterbinden, ging häufig auf. Für Aivis Jurdzs, Niclas Pieczkowski, Maximilian Janke und Roman Becvar war es ein schwieriger Nachmittag. Die Leipziger mussten andere Abschlussmöglichkeiten suchen. Bis zum Schluss blieb die Begegnung ein Geduldsspiel, in dem sich der SC DHfK insgesamt als die klügere und leidenschaftlichere Mannschaft erwies.

„Wir freuen uns jetzt alle auf ein paar freie Tage“, erklärte Peter Strosack nach dem Abpfiff. „Die Jungs haben sich nach diesem fantastischen Oktober einen Kurzurlaub wirklich verdient“, so Prokop. „Dann sehen wir uns wieder, konzentrieren uns neu, suchen uns neue Ziele.“

Antje Henselin-Rudolph

Statistik:

Leipzig: Vortmann; Putera; Semper (1); Rojewski (7/4); Jurdzs (2); Binder (5); Janke; Pieczkowski (3); Roscheck (1); Strosack (3); Meschke; Becvar (1); Milosevic (2/1).

Stuttgart: Jerkovic; Bitter; Schimmelbauer; Lobedank (1); Weiß (2); Schagen (1/1); Schweikardt (3); Kraus (3); Baumgarten (1); Fotache (1); Kretschmer; Orlowski (8); M'Bengue; Coric; Bischoff; Celebi.

Siebenmeter: Leipzig 5/5; Stuttgart 1/2.

Strafen: Leipzig keine; Stuttgart 6.

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