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SC DHfK Leipzig holt trotz vieler Fehler deutlichen 33:25-Sieg gegen Saarlouis

SC DHfK Leipzig holt trotz vieler Fehler deutlichen 33:25-Sieg gegen Saarlouis

Die Revanche ist geglückt. Der SC DHfK Leipzig erarbeitete sich am Mittwochabend einen 33:25-Sieg (15:12) gegen die HG Saarlouis und machte so die 24:26-Hinspielniederlage wett.

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Franz Semper vom SC DHfK Leipzig beim Wurf.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Vor 1796 Zuschauern in der Arena Leipzig kamen die Gastgeber erst gegen Ende so richtig ins Rollen und gestalteten das Ergebnis eindeutig. Zuvor hatten sie längere Zeit mit Fehlern zu kämpfen.

"Einen Schönheitspreis hat dieses Spiel sicher nicht verdient", wusste DHfK-Coach Christian Prokop. Stattdessen sei es ein Hochhalten von Konzentration und Arbeitsleistung gewesen. "Wir sind glücklich, eine so umkämpfte Partie gewonnen zu haben." Sein Kapitän Lukas Binder nannte es in der Rückschau einen "soliden Job".

Die Partie begann irgendwie komisch. Die Aktionen der Hausherren wirkten weniger schwungvoll als gewöhnlich, auch weil die HG Saarlouis eine clevere Abwehrarbeit auf's Parkett brachte. Die Gäste agierten sehr beweglich, gingen den Grün-Weißen früh entgegen und zwangen die Prokop-Sieben so zur geduldigen Arbeit bei der Suche nach der passenden Lücke. Das wirkte entschleunigt und klappte in der Anfangsphase auch nur teilweise. Zumal HGS-Keeper Patrick Schulz, im vergangenen Jahr noch in Diensten der SG LVB, mehrfach ordentlich parierte. Nach zehn Minuten lag das Heimteam 2:4 hinten. "Am Anfang haben uns Bissigkeit und Emotion gefehlt", räumte Binder selbstkritisch ein. "Es ging uns nicht so locker von der Hand", kommentierte sein Trainer.

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Leipzig. Die Revanche ist geglückt. Der SC DHfK Leipzig erarbeitete sich am Mittwochabend einen 33:25-Sieg (15:12) gegen die HG Saarlouis und machte so die 24:26-Hinspielniederlage wett. Vor 1796 Zuschauern in der Arena Leipzig kamen die Gastgeber erst gegen Ende so richtig ins Rollen und gestalteten das Ergebnis eindeutig. Zuvor hatten sie längere Zeit mit Fehlern zu kämpfen.

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Sechs Treffer in Serie

Prokop stellte mehrfach um, brachte zunächst Maximilian Janke für den glücklosen Philipp Pöter, später Max Emanuel für den nimmermüden Franz Semper, dem es beim Werfen ebenfalls an Fortune fehlte. Die Maßnahmen zeigten Wirkung, seine Mannschaft arbeitet sich zunächst ran und dann nach vorn. Sechs Treffer in Serie brachten zur 19. Minute das 8:4. Auffällig: Wenn in Sachen Torwurf etwas ging, dann vor allem über Binder und Philipp Weber. Beide zeichneten in der ersten Halbzeit für 11 der 15 Leipziger Tore verantwortlich. Am Ende waren es 21 von 33. "Lukas Binder war einer der Gründe, warum Leipzig das Spiel auch in der Höhe verdient gewonnen hat", lobte Gäste-Coach Goran Suton.

Auch in Hälfte zwei warteten die Zuschauer zunächst vergeblich auf den emotionsgeladenen Tempohandball vergangener Wochen. Das Duell mit Saarlouis blieb ein mühsames Geschäft mit teilweise alarmierenden Fehlern aller Art, aber auf beiden Seiten. Die Folge: Zwar konnte der SC DHfK in der ersten Viertelstunde nach Wiederbeginn nie so wirklich davonziehen. Saarlouis konnte den Vorsprung aber auch nicht wesentlich verkürzen.

Panne sorgt für Lacher

In der Schlussviertelstunde gelang es den Grün-Weißen schließlich doch noch, ihre Gäste deutlich zu distanzieren. Das lag neben einer besseren Abwehrarbeit auch an Henrik Ruud Tovas, der inzwischen ins Leipziger Tor gekommen war und mit einigen starken Paraden den Spielern der HGS den sprichwörtlichen Zahn zog. Zudem kam nun auch eine der stärksten DHfK-Waffen wieder häufiger zum Einsatz: der erfolgreiche Konter. "Am Ende musste Saarlouis viel arbeiten. Und wir hatten unser Tempo wieder", meinte Philipp Pöter.

Gästetrainer Suton war trotz des am Ende deutlichen 33:25 nicht allzu verärgert. "Wir hatten natürlich gehofft, bis zum Ende dranzubleiben. Aber man muss auch ehrlich sein: Wir lagen fast die komplette Spielzeit hinten", so der Coach der HGS. Gefehlt hätten auch die Distanzwürfe seiner Mannschaft. "Wir haben nur zwei Tore auf diese Weise gemacht. Das ist gegen eine Abwehr wie die von Leipzig, die die Liga derart dominiert, einfach zu wenig."

Zwischenzeitlich hatte übrigens eine kleine Panne für Lacher auf den Rängen gesagt. Aus den Lautsprechern der Arena wurde plötzlich vor Bild- und Tonaufnahmen gewarnt sowie auf das Rauchverbot aufmerksam gemacht, in deutscher und englischer Sprache. Die Spieler auf dem Parkett störte das nicht. Nur die DHfK-Verantwortlichen hatten einen noch etwas höheren Puls als gewöhnlich.

Leipzig:

 Tovas; Storbeck; Semper (3); Emanuel; Krzikalla (3); Pöter; Binder (10); Janke (3); Greß; Roscheck (2); Weber (11/4); Milosevic (1); Pechstein.

Saarlouis:

 P. Schulz; Jonczyk; Krings (5); Faulenbach; Leist; Janiszewski (1); Spiljak (1); Kessler (1); Walz (1); Weißgerber (2); Holzner (9/5); M. Schulz; Klyuyko; Riganas (5).

Siebenmeter:

 Leipzig 4/4; Saarlouis 5/5.

Strafen:

 Leipzig 6; Saarlouis 4.

Antje Henselin-Rudolph

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