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SC DHfK Leipzig kann gegen Tabellenletzten nicht gewinnen

Unentschieden gegen Lübbecke SC DHfK Leipzig kann gegen Tabellenletzten nicht gewinnen

Der Aufsteiger TuS N-Lübbecke hat dem SC DHfK Leipzig am Sonntag in der Arena einen Punkt abgetrotzt. Nach zwischenzeitlicher Sechs-Tore-Führung der Gäste und einer Aufholjagd der Grün-Weißen hieß es am Ende 26:26 (10:16) in der Arena.

Benjamin Meschke hat es schwer gegen die Lübbecke-Defensive.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Die Gäste verdienten sich den ersten Punkt der Saison redlich. „Ich kann mich über den Punkt freuen, wir hätten kurz vor Schluss auch noch den Punch bekommen können“, wertete Aaron Ziercke, Trainer der TuS N-Lübbecke, das 26:26 (10:16) und den geholten Zähler in Leipzig. Der SC DHfK war am Sonntag lange völlig von der Rolle, geriet vor 3578 Zuschauern in der Arena mit sechs Toren ins Hintertreffen. In einem Kraftakt kämpfte sich Leipzig gegen den Aufsteiger und Tabellenletzten zurück, hatte kurz vor Schluss gar noch die Chance vorbeizuziehen. Den Siebenmeter von Philipp Weber hielt jedoch Peter Tatai. DHfK-Trainer André Haber war nach der Partie sichtlich angefressen: "Das Unentschieden ist gerecht, wir können nach dem Spielverlauf froh sein. In der ersten Hälfte waren wir weit weg von unserem Anspruch."

Aus 3:0 mach 3:5 - oder wie einem mit Pech das Spiel entgleitet. Es ließ sich zunächst gut an in der Arena. Lukas Binder, Bastian Roscheck und Franz Semper brachten den SC DHfK erwartungsgemäß in Führung. Vier Minuten hatte das gerade einemal gedauert. Das sah locker aus. Aber dann. Der Bolide der Grün-Weißen ging aus. Und sprang nicht wieder an. „Als wenn jemand den Stecker gezogen hat, wir haben alles vermissen lassen, was uns ausmacht“, fasste Leipzigs Andreas Rojewski zusammen. Lübbecke glich in der 6. Spielminute aus, führte in der 8. und zog bis zur 12. auf 8:4 davon. Und es kam noch schlimmer, die Auszeit von Leipzigs Trainer André Haber konnte die Hatz nicht brechen, über 5:10 bis zum 6:12 (19.) zogen die Gäste in der L.E.-Festung davon. Wie das?

Harter Fight in der Arena: Gegen den Aufsteiger TuS N-Lübbecke reichte es für den SC DHfK Leipzig am Sonntag nur zu einem 26:26 (10:16)-Unentschieden.

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Hinten bekam erst Milos Putera und dann Jens Vortmann im Tor kaum einen Ball zu fassen, Piotr Grabarczyk und Marko Bagaric kamen mit ihren Würfen frei durch. Und vorn ging bei DHfK auch nichts. Einen rabenschwarzen Tag erwischte nicht nur Philipp Weber, der keine seiner vier Chancen unterbrachte und in der 13. Minute vom Feld ging. Auch die Außen scheiterten in Serie. Erst blieb Lucas Krzikalla glücklos und dann hatte auch noch Lukas Binder Pech. Miserable Quoten für die Leipziger in Gänze. Einzig Niclas Pieczkowski brachte die Bälle unter. "Wir haben zu viele freie Chancen vergeben. Das war unser großes Manko", fasste es Peter Strosack zusammen.

Und wie das eben so ist, wenn das Glück fehlt (Pfosten), dann steht auch das Pech parat. In persona von Peter Tatei. Der TuS-Hüter hielt zehn Bälle, darunter beide Siebenmeter der Leipziger. Nach 23 Minuten hatte Haber schon fast die komplette Rotation vollzogen. In der 29. Minute kam dann auch Yves Kunkel. 10:16 lagen die Leipziger zur Halbzeit in ihrer Festung hinten. Havarie an der Karre. Ein Glück, dass die Pause kam, um zumindest die Bude wieder an und ruckelfrei auf die Platte zu bekommen.

Was es nützte: Andreas Rojewski setzte sich ans DHfK-Lenkrad, übernahm Verantwortung und traf. So wie hinten Vortmann auch hielt. Zwei ganz wichtige Dinger von Bagaric und einen noch wichtigeren Siebenmeter in doppelter Unterzahl. 42. Minute: Nur noch 19:22. 45. Minute: erstes Tor von Weber aus dem Rückraum - 20:22. Die Ernüchterung folgte auf dem Fuß. Wieder stand erst der Pfosten (Milosevic) und dann Tatai (Weber) im Weg. Lukasz Gierak erhöhte für Lübbecke auf 24:21 (50.). Leipzig hatte in den folgenden fünf Minuten mehrfach die Chance, den Vorsprung der Gäste abzuknabbern. Der Ball wollte aber nicht rein.

Dem SC DHfK lief die Zeit davon. Vier Minuten, um drei Tore wettzumachen. Weber, Weber - 24:26. Vortmann hält - Milosevic trifft. 25:26. Peter Strosack fängt daraufhin am eigenen Kreis den Ball ab, stürmt auf Tatai zu - und trifft. 26:26 (58.). Gierak verwirft für TuS. Nach 59 Minuten und 52 Sekunden: Tatai hält. Gerangel am Rand. Freiwurf. Drüber. 26:26.

"Unser Matchplan ist aufgegangen", freute sich Gästecoach Zierke. "Wir haben Leipzig mit viel Tempo ordentlich durcheinandergewirbelt, haben sie permanent unter Druck gesetzt, sie nicht zum Atmen kommen lassen." André Haber war vor allem von der ersten Halbzeit seiner Mannschaft enttäuscht. "Mit dem Punkt können wir froh sein."

Von Alexander Bley

DHfK: Putera, Vortmann, Semper (2), Rojewski (7), Jurdzs (1), Krzikalla, Binder (1), Janke, Pieczkowski (3), Kunkel (2), Roscheck (1), Weber (5/2), Rivesjö, Strosack (1), Meschke (1), Milosevic (2).

Zuschauer : 3578.

Siebenmeter: 2/4 - 1/1.

Zwei-Minuten-Strafen: DHfK 6 - TuS 14.

Rot: Schade/Lübbecke.

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