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SC DHfK Leipzig mischt nach Sieg gegen den VfL Bad Schwartau weiter oben mit

SC DHfK Leipzig mischt nach Sieg gegen den VfL Bad Schwartau weiter oben mit

Leipzig. Dank einer über weite Strecken überzeugenden Leistung mischt der SC DHfK Leipzig in der zweiten Handball-Bundesliga weiter oben mit.

Die Messestädter setzten sich am Samstagabend vor 1714 Zuschauern gegen den VfL Bad Schwartau mit 26:24 (15:19) durch. Dabei machten es die Grün-Weißen vor allem in der zweiten Halbzeit unnötig spannend.

"Es war emotional, anstrengend und hart", resümierte Leipzigs Philipp Weber mit einem Lachen. "Genau so hatten wir uns das vorgestellt. Wir sind zu Hause weiter ungeschlagen und haben den Anschluss nach oben gehalten. Das ist alles sehr sehr wichtig." Auch sein Trainer Christian Prokop machte einen zufriedenen Eindruck und lobte vor allem die erste Hälfte. "Da haben wir eine tolle Deckungsarbeit gezeigt, wenige Fehler gemacht und sehr gut umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten."

Die Hausherren erwischten einen nahezu goldenen Start. Während die Gäste ein wenig darum ringen mussten, in die Partie zu finden, lagen die Grün-Weißen nach sieben Minuten 3:0 in Front. Die gegnerischen Akteure wirkten genervt, auch weil DHfK-Keeper Gabor Pulay innerhalb dieser kurzen Zeit bereits fünf Paraden gezeigt hatte. Die Fans waren begeistert. Einen solchen Beginn ihrer Lieblinge hatten sie lange nicht gesehen.

"Wir haben es in dieser Phase und in der ersten Halbzeit überhaupt kaum geschafft, die sehr gut verschiebende Abwehr der Leipziger so in Bewegung zu halten, dass sich für uns Möglichkeiten ergeben konnten", kritisierte Bad Schwartaus Coach Torge Greve später und bemängelte außerdem die Zahl der technischen Fehler seiner Jungs. "Zwölf technische Fehler in 30 Minuten sind viel zu viel für einen Zweitligisten."

Gute Leistung von Milosevic

Leider leistete sich der SC DHfK nach dem tollen Beginn eine achtminütige Schlafphase, die der VfL zum Ausgleich nutzte. Irgendwie fingen sich die Gastgeber dann aber wieder und zogen zügig wieder auf mindestens drei Tore davon. Dabei fiel vor allem die Leistung von Alen Milosevic am Kreis positiv ins Auge, der seinen Kontrahenten offensiv und defensiv nichts schenkte.

Eine Schrecksekunde mussten die Leipziger dann in der 26. Minute überstehen. Rico Göde ging nach einer Aktion am gegnerischen Kreis verletzt zu Boden, wälzte sich unter sichtlich starken Schmerzen und stand zunächst nicht wieder auf. Die Unparteiischen Martin Harms und Jörg Mahlich unterbrachen aber nicht, da sich Bad Schwartau im Ballbesitz befand und über den Verletzten hinweg sogar das 11:9 erzielte. Erst jetzt durfte DHfK-Teamarzt René Toussaint aufs Feld. Während Göde auf der Bank behandelt wurde (er kehrte nicht zurück), spielten seine Teamkameraden nun so richtig auf. Mit einem überzeugenden15:9 ging es in die Kabinen.

Bad Schwartau kommt zurück

Nach Wiederanpfiff verpassten es die Hausherren dann, den sprichwörtlichen Sack zuzumachen. Die eine oder andere Lässigkeit im Abschluss, ein bisschen zu viel Risiko beim Passen, bisweilen Inkonsequenz in der Defensive - der VfL Bad Schwartau nutzte all das und arbeitete sich Stück für Stück heran an die Grün-Weißen. In der 50. Minute traf Kim Colin Reiter zum 22:20. Die gefühlt schon entschiedene Partie war plötzlich wieder spannend und nahm auch an Intensität noch einmal deutlich zu. "Da haben wir schon im Rückraum die Spielgeschwindigkeit rausgenommen und zu viel überlegt", so Christian Prokop. "Außerdem zwei Mal die Überzahl nicht genutzt. Da schmilzt der Vorsprung schnell."

Dass es am Ende doch zum Sieg und zwei Zählern reichte, hatten die Hausherren dem zwischenzeitlich fehlenden Schussglück der Gäste, den eigenen Nerven und der Sicherheit von Rene Boese vom Siebenmeterpunkt zu verdanken. "Es war klar, dass Bad Schwartau kämpfen würde", meinte Lukas Binder später. "Aber wir haben uns nicht einlullen lassen und Stärke gezeigt."

Leipzig:

Tovas; Pulay; Emanuel (4); Streitenberger; Krzikalla (2); Binder (7); Gerlich; Boese (6/5); Weber (4); Seitle; Prokopec (1); Milosevic (2); Feld; Göde.

Bad Schwartau:

Noel; Panzer; Glabisch; Schwarz (1); Podpolinski (4); Reiter (4); Fritsch; Waschul (3/3); Schult (4); Tretow (3/2); Kretschmer; Schliedermann (2); Kalski (1); Quade (2).

Siebenmeter:

Leipzig 5/5; Bad Schwartau 5/7.

Strafen:

Leipzig 2; Bad Schwartau 3.

Antje Henselin-Rudolph

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