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SC DHfK Leipzig ringt Erstligist Magdeburg dank couragierter Leistung ein 26:26 ab

SC DHfK Leipzig ringt Erstligist Magdeburg dank couragierter Leistung ein 26:26 ab

Leipzig. Der SC DHfK Leipzig ist bereit für den scharfen Saisonstart. Im letzten Test vor dem Aufgalopp in der kommenden Woche rangen die Grün-Weißen am Samstagnachmittag dem SC Magdeburg ein 26:26-Unentschieden (12:13) ab.

 Die 750 Zuschauer in der Ernst-Grube-Halle sahen eine über weite Strecken ausgeglichene Partie mit couragiert auftretenden Hausherren, die sich nie versteckten.

"Ich bin natürlich zufrieden", resümierte DHfK-Coach Christian Prokop. Auch wenn er das Ergebnis gegen den Erstligisten nicht überbewerten will. "Ganz nebensächlich ist es für uns natürlich auch nicht. Wir haben heute den Trend der vergangenen Wochen bestätigt und uns noch einmal Selbstvertrauen geholt."

Prokop vertraute zunächst - bis auf den angekündigten Felix Storbeck im Tor und Michael Qvist im Rückraum - auf Akteure aus der Vorsaison. Rechtsaußen agierte Lukas Krzikalla, links Lukas Binder. Am Kreis begann Alen Milosevic. Außerdem starteten Max Emanuel, der in der Abwehr durch Thomas Oehlrich abgelöst wurde, sowie Philipp Weber. Der war gegen seinen Ex-Club natürlich hoch motiviert und erzielte das erste Leipziger Tor.

Die Hausherren begannen gegen die überlegenen Magdeburger nervös und lagen mit der ersten Aktion auch schon im Rückstand. Beim Stand von 2:5 in der 6. Minute reagierte Prokop mit einer Auszeit und brachte Marc Pechstein für Qvist sowie Bastian Roschek für Oehlrich. Das sorgte tatsächlich für Stabilität. In der 15. Minute konnte der bestens aufgelegte Max Emanuel zum 7:7 ausgleichen. Zuvor hatte Magdeburgs Robert Weber einen Siebenmeter nur an den Pfosten geknallt.

In der Folge entwickelte sich eine recht ausgeglichene Partie mit zahlreichen Fehlern auf beiden Seiten. Insgesamt riss sich der Erstligist nicht gerade ein Bein aus und tat immer nur soviel wie gerade nötig. Das reichte dennoch für eine 13:12-Halbzeitführung.

"Ich denke, man hat gesehen, dass wir alle Handball spielen können", kommentierte Max Emanuel später. Der 19-Jährige, der vor knapp zwei Wochen mit der deutschen Junioren-Nationalmannschaft den EM-Titel holte, absolvierte am Samstag seinen ersten richtigen Test mit dem Team. "Ich bin froh, dass ich da nun endlich auch mal mitmachen konnte", meinte er mit einem Lachen. Müde sei er natürlich noch ein bisschen. "Ich hatte nur drei Tage Pause nach der EM. Aber das soll keine Ausrede sein. Sportlich ist es ohnehin keine, denn da bin ich ja immer dringeblieben im Trott."

Beide Trainer nutzten die zweite Hälfte, um frisches Personal auf's Parkett zu schicken. So erhielten auf DHfK-Seite Ulrich Streitenberger und die Nachwuchstalent Franz Semper sowie Sebastian Greß ihre Chance. "Beide gehören seit dieser Saison zur ersten Mannschaft. Auch wenn es nur für eine Viertelstunde war, wollte ich ihnen gegen so einen Gegener die Chance geben", sagte der DHfK-Coach später. Beim SCM rückte Jannick Green ins Tor. Zudem kamen Jacob Badersted und Yves Grafenhorst neu in die Partie.

Während die Gastgeber mit zunehmender Spieldauer besser ins Rollen kamen, couragiert auftraten und zwischenzeitlich mit zwei Toren führten, konnten die Gäste aus der ersten Liga nur in kurzen Phasen ihr volles Potential abrufen. Das eine oder andere Anspiel ging durchaus als Leckerbissen durch. Von einer Galavorstellung waren die Magdeburger aber weit entfernt.

"Ich kann heute natürlich nicht so richtig zufrieden sein", meinte Gäste-Coach Geir Sveinsson. "Bein uns hat nach vorn zuviel gefehlt." Dennoch, die Vorbereitung sei insgesamt gut gelaufen. "Wir freuen uns nun auf den Saisonstart."

Erst in der Schlussphase begannen die Bördestädter damit, ihre Erstligaroutine auszuspielen, und zwar mit Tempo. Fünf Minuten vor Ultimo traf Robert Weber zum 22:25 aus Sicht der zumindest kurzzeitig konsternierten Grün-Weißen. Doch Prokop ordnete seine Jungs per Auszeit, mit Erfolg. Mit der Schlusssirene setzte Philipp Weber einen Siebenmeter zum 26:26 in die Maschen.

"Dass ausgerechnet ich das letzte Tor mache, war natürlich ein überragendes Gefühl", bekannte Weber später. "Ich denke, nach dieser Partie sind die Zuschauer nun genauso heiß auf den Ligastart wie wir." Vor dessen Beginn müssen die Leipziger allerdings im DHB-Pokal ran. Am Mittwoch (19.30 Uhr) empfangen sie den TV Bittenfeld. Geschäftsführer Karsten Günther warnt vor verfrühter Euphorie: "Dieses Spiel wird ganz anders laufen als das heute gegen Magdeburg."

Leipzig:

Tovas; Storbeck; Naumann; Semper (2); Emanuel (6); Qvist (1); Streitenberger (2); Krzikalla (1); Pöter (3); Oehlrich; Binder (3); Greß; Roschek; Weber (7/3); Milosevic (1); Pechstein (1).

Magdeburg:

 Green; Quenstedt; Rojewski (3); Musche; van Olphen (3); Bagersted (2); Grafenhorst (2); Weber (11/4); Jurecki; Lie Hansen (2); Bezjak (1); Haaß (2); T. Gebala.

Siebenmeter:

Leipzig 3/3; Magdeburg 4/5.

Strafen:

Leipzig 2; Magdeburg 2.

Antje Henselin-Rudolph

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