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SC DHfK Leipzig schlägt auch Lemgo

Putera nicht zu überwinden SC DHfK Leipzig schlägt auch Lemgo

Leipzig gegen Lemgo – das ist Abstiegskampf pur. Am Sonntag gab es in der Arena keinen Schönheitspreis zu gewinnen. Doch die knapp 4000 Zuschauer sahen eine spannende Partie, in der die Gäste immer wieder am erneut starken Torwart des SC DHfK scheiterten. Am Ende sammelten die Leipziger zwei wichtige Punkte gegen den Abstieg.

Jubel bei Alen Milosevic: Der SC DHfK Leipzig setzte sich am Sonntag gegen den TBV Lemgo durch.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Der SC DHfK Leipzig hat weitere Punkte für den Klassenerhalt gesammelt. Gegen den TBV Lemgo gewannen die Leipziger am Sonntag mit 28:25 (13:13). In der Arena feierten 3848 Zuschauer ihre Mannschaft. Die Grün-Weißen haben jetzt mit 6:6 Punkten ein ausgeglichenes Konto.

Wenn ein Spieler bei seiner Einwechslung Szenenapplaus ohne jeglichen Ballkontakt erhält, dann muss etwas Besonderes passiert sein. Philipp Weber gab in der 24. Minute sein Heimdebüt in der 1. Bundesliga für den SC DHfK. Nach Kurzeinsätzen in der vergangenen Woche in Stuttgart ist der Rückraumspieler nun endgültig zurück im Team und hat seine Ellenbogenverletzung überwunden. "Die Fans waren ein Extra-Push für mich", sagte Weber.

Der SC DHfK Leipzig hat weitere Punkte für den Klassenerhalt gesammelt. Gegen den TBV Lemgo gewannen die Leipziger am Sonntag mit 28:25. In der Arena feierten 3848 Zuschauer ihre Mannschaft. Fotos: Christian Modla

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Zuvor sah er eine starke Abwehrleistung seiner Kollegen, musste aber auch verfolgen, dass sie im Angriff noch Reserven hatten. Leipzig gegen Lemgo, das ist Abstiegskampf pur, da gibt es keinen Schönheitspreis zu gewinnen. Die Gäste gingen durch Arne Niemeyer sofort in Führung, bekamen dann aber schnell Schwierigkeiten mit der aggressiven Deckung der Leipziger und scheiterten am erneut starken Milos Putera. Der DHfK-Keeper hielt schon in der ersten Halbzeit acht Bälle, in der zweiten Hälfte folgten fünf weitere. "Ich habe mir von Lemgo vier, fünf Spiele als Video angeschaut", verriet Putera. Diese aufwendige Vorbereitung betreibt der Slowake mit Erfolg, seit er im Männerbereich spielt.

Dennoch: Leipzig lief ständig einem Rückstand hinterher. Das lag vor allem an der Abschlussschwäche der Grün-Weißen. Einige Kostproben: Bastian Roscheck warf völlig freistehend am Tor vorbei, Philipp Pöter setzte einen Siebenmeter an den Pfosten und Lucas Krzikalla ließ sich beim Konter den Ball aus der Hand spielen. Andrej Kogut brachte Lemgo auf der anderen Seite dafür mit drei Toren in Folge sogar mit 9:6 in Führung.

DHfK-Coach Christian Prokop zog die grüne Karte. "In der Auszeit hat uns der Trainer gesagt, dass es so nicht weiter geht und wir die taktische Disziplin einhalten sollen", berichtete Christopn Steinert über die Ansprache an der DHfK-Bank. Die Worte wirkten. In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit drehte der SC DHfK auf. In Unterzahl schafften die Gastgeber den Ausgleich und Lucas Krzikalla erzielte in der 27. Minute mit 12:11 die erste Führung.

In der zweiten Halbzeit kam Marvin Sommer aufs Parkett. Der Held vom Magdeburg-Spiel traf prompt. Jetzt klappten die Abschlüsse und der SC DHfK baute seine Führung auf 19:16 aus. Ruhe bekam das Prokop-Team trotzdem noch nicht ins Spiel. Lemgo kämpfte sich in der 52. Minute wieder bis auf ein Tor heran. Der gerade erst eingewechselte Thomas Oehlrich kassierte zudem innerhalb von drei Minuten gleich zwei Zeitstrafen.

Extralob für Steinert und Janke

"Ein bis zwei Spieler müssen bei uns für einen Sieg über sich hinauswachsen", hatte Leipzigs Trainer Christian Prokop vor dem Spiel gesagt. Neben Putera waren das gegen Lemgo Christoph Steinert und Maximilian Janke die zusammen elf der 28 Treffer erzielten und ein Extra-Lob vom Trainer erhielten. Bemerkenswert: Sergey Zhedik verfolgte das Spiel hinter der Bank und stand nicht im Kader, Franz Semper erwärmte sich nach seinem Kreuzbandanriss mit der Mannschaft, blieb aber auch ohne Einsatz. "Wir haben jetzt den Vorteil, dass der Kader wieder vollzählig ist. Ich habe mich aus taktischen Gründen für Thomas Oehlrich entschieden, da war für Sergey kein Platz mehr", so Prokop.
Die Zuschauer erlebten Spannung bis zum Schluss. Die letzten fünf Minuten verfolgten sie stehend. Als Lucas Krzikalla zwei Minuten vor der Schluss-Sirene das 27:24 erzielte, war die Partie entschieden.

Eine Randnotiz: Beide Kabinen wurden in der Halbzeit wegen einer Technikpanne durch die Pausenmusik beschallt. Lemgos Trainer Florian Kehrmann fand das nicht witzig. "Ich habe mein eigenes Wort nicht verstanden, das war sehr unanagenehm, das sollte man mal abstellen", sagte er. Christian Prokop nahm es gelassen. "Bei uns war es auch laut", erwiderte er.

SC DHfK: Storbeck, Putera - Steinert 6, Jurdsz 6, Krzikalla 4, Pöter 1, Oehlrich, Binder 1, Janke 5, Sommer 4/3, Roscheck, Weber, Milosevic 5, Meschke

TBV Lemgo: Dresrüsse, Maier - Mansson 2, Feuchtmann 1, Kogut 7, Ebner, Hornke 2/1, Rydergard, Stenbäcken 2, Skroblien, Niemeyer A. 3, Höning 2, Zieker 4, Niemeyer, M. 2

Zeitstrafen: SC DHfK 5, TBV 4

Siebenmeter: SC DHfK 4/3, TBV 5/2

Zuschauer: 3848

Schiedsrichter: Christian Moles, Lutz Pittner

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