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SC DHfK Leipzig unterliegt Frisch Auf Göppingen

Handball-Bundesliga SC DHfK Leipzig unterliegt Frisch Auf Göppingen

Zweites Bundesligaspiel für Leipzig am Sonnabend, zweite Niederlage: Die Handballer vom SC DHfK unterlagen Frisch auf Göppingen mit 25:26 (11:15). Die Schwaben glänzten mit einer zähen Abwehr und schnellen Angriffen.

SC DHfK-Spieler Christoph Steinert

Quelle: Rainer Justen

Leipzig. Leipzigs Trainer Christian Prokop hatte bereits vor der Partie eingeschätzt, dass Göppingen ein schwerer Gegner mit einem starken Rückraum werden würde. Damit lag er richtig, wie sich am Samstagabend in der schwäbischen Kleinstadt voir rund 4400 Zuschauern in der EWS-Arena zeigte. Immer wieder holte Prokop Keeper Jens Vortmann aus dem Kasten. Mit einem zusätzlichen Feldspieler waren die Leipziger im Angriff zwar in Überzahl. "Durch Variabilität versuchen wir diese körperlich sehr starke Göppinger Abwehr vor unterschiedliche Aufgaben zu stellen, sei es mit einem siebten Feldspieler oder sei es mit zwei Kreisläufern im sechs gegen sechs Spiel", erklärte Prokop das Kalkül. Doch der Erfolg ließ auf sich warten: Die Attacken prallten häufig an der Göttinger Defensive und an Schlussmann Primoz Pros ab. "Dort waren wir nicht zweikampfstark genug, dort haben auch viele Pfostentreffer", bilanzierte Prokop die Angriffsleistung seines Teams.

Die Göppinger zeigten sich auch offensiv bissig: Schon nach einer Minute machte Marco Rentschler das 1:0 für die Gastgeber. Auch anschließend stellte er seine Gefährlichkeit noch häufiger unter Beweis. Etwa in der 3. Minute: Rentschler wieder über rechtaussen, sucht und findet die Lücke zwischen den in weißen Trikots und erhöht so auf 3:1 für die Gastgeber. "Meine Mannschaft hat eine bewegliche, aggressive Deckung hingestellt, wo wir allein Rentschler auf rechtsaußen nicht in den Griff bekommen in der ersten Halbzeit“, sagte Prokop.

Göppingen blieb vorne. Nach sieben Minuten war der Vorsprung auf 5:2 angewachsen. Die Führung wackelte nur einmal kurz, als Christoph Steinert in der 19. Minute den zweiten Siebenmeter für Leipzig erfolgreich nutzte. Da stand es nur noch 8:7. Dann aber folgten neue Treffer von Kaufmann und Sesum und schon war beim 10:7 der drei Tore Abstand wieder hergestellt. Zwei Minuten vor der Pause wuchs er sogar auf 15:9. Prokops Mannschaft konnte etwas verkürzen, ging aber beim 15:11 mit deutlichem Rückstand in die Halbzeit.

Aus der Kabine kamen die Leipziger ein wenig aggressiver zurück, am Spielablauf änderte sich erstmal wenig. 15:12, 18:15, 21:18 – immer blieb Göppingen mindestens drei Tore vorn. Ab Minute 47 gelang Prokops Team dann doch Anschluss und Ausgleich. Nach Treffern von Jurdzs, Binder und Rojewski stand es plötzlich 21:21. Es folgten zwei weitere Tore von Christoph Steinert und Göppingen lag erstmals im Spiel 22:23 hinten.

Die Schlussphase wurde richtig spannend: Ausgleich und Leipziger Führung wechselten sich ab, dann war wieder Göppingen beim 26:24 kurz zwei Tore vorn. Andreas Rojewski brachte den SC DHfK nochmal auf 26:25 ran. Dabei blieb es aber auch. "Wir haben eine technisch und physisch richtig gute Mannschaft zu Hause geschlagen. Es war etwas zu eng am Schluss", bewertete Göppingens Trainer Magnus Andersson den Sieg seines Teams.

SC-DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther wiederum konnte der Niederlage auc einen positiven Aspekt abgewinnen: "Letztes Jahr waren wir zur ähnlichen Zeit hier unterwegs und chancenlos, haben mit acht oder neun Toren verloren. Jetzt stellen wir hier eine Mannschaft hin, die auf Augenhöhe mitspielt und bis zum Schluss um den Punkt mitkämpfen kann. Das ist das wichtigste für mich."

Bereits am Dienstag wartet die nächste Herausforderung auf den SC DHfK: Im DKB-Pokal trifft die Mannschaft dann auf Hannover-Burgdorf, die Leipzig in der Tabelle aktuell dicht auf den Fersen sind.

chg

Putera, Vortmann; Semper 1, Steinert 6/3, Rojewski 2, Jurdzs 1, Binder 1, Janke 3, Pieczkowski 5, Roscheck 1, Strosack 1, Meschke 1, Becvar, Milosevic

3/2

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