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SC DHfK Leipzig verliert das Halbfinale des DHB-Pokals gegen den THW Kiel

Drama in Hamburg SC DHfK Leipzig verliert das Halbfinale des DHB-Pokals gegen den THW Kiel

Es war eines der Highlights in der jüngeren Geschichte des SC DHfK Leipzig. Im Halbfinale des DHB-Pokals lieferte das Team gegen den THW Kiel einen großen Kampf. Am Ende reicht es nicht für den Einzug ins Finale.

Der SC DHfK im Spiel gegen den THW Kiel. Am Ende reichte es nicht fürs Finale.

Quelle: dpa

Hamburg. „Leipzig, Leipzig“ – schon lange vor dem Spiel schallt der Ruf der DHfK-Fans durch die Barclaycard Arena. Beim Einlauf der Mannschaften ist die Halle in Dunkelheit gehüllt. Nur ein paar Spotlights setzen die Akteure auf der Platte in Szene. Ohne Zweifel, der Begriff „ohrenbetäubend“ wird dieser Tage inflationär verwandt, doch wenn ihm eine Szenerie gerecht wird, dann die Lautstärke beim Auftaktspiel des Final Four. Bei der Präsentation der Leipziger hält es dann im grün-weißen Block niemand mehr auf den Rängen.

Traumstart in Hamburg

Und auch auf dem Feld wird nicht lange gefackelt: Die Fans aus der Messestadt sehen einen Traumstart, der vom DHfK mit einem Konter von Lukas Binder zum 5:1 gekrönt wird. Mann der ersten Minuten ist aber Jens Vortmann, der drei Würfe des norddeutschen Starensembles pariert.

Danach aber kommt auch die Kieler Abwehr im Turnier an. Zu Beginn vom Leipziger Schwung sichtlich überrascht, packen die Spieler in weiß nun viel aggressiver zu und spielen die eigenen Angriffe konsequenter zu Ende. Überragender Akteur in dieser Phase: Niclas Ekberg, der Schwede trifft plötzlich nach Belieben.

Erste Leipziger Schwächephase

Bei Leipzig läuft jetzt nur noch wenig zusammen. Zu allem Übel muss das Prokop-Team eine doppelte Unterzahl verkraften. Doch der Coach behält die Ruhe und findet in einer Auszeit die richtigen Worte. Wieder gelingt den Leipzigern ein kleiner Zwischensprint.  Andreas Rojewski fasst sich gleich zweimal ein Herz aus der Distanz und überzeugt neben Maximilian Janke auch in der Defensive. Dessen Einsatz war vor dem Spiel wegen eines grippalen Infekts zwar gefährdet, doch der 24-Jährige wurde rechtzeitig fit und stand fast die kompletten ersten 30 Minuten auf dem Feld.

Am Samstag hat der DC DHfK im Final Four gegen den THW Kiel gespielt. Fotos: dpa

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Auch die Stars des deutschen Rekordmeisters beißen gegen Leipzig auf die Zähne. Egal ob Nationalspieler Steffen Weinhold, Abewehrkante Rene Toft Hansen oder Superstar  Domagoj Duvnjak – keiner der Wackelkandidaten wollte sich das Highlight Final Four entgehen lassen. Von einem vermeintlich geschwächten Kader ist im Spiel nichts mehr zu spüren, als die Zebras in unnachahmlicher Manier aufs Tempo drücken.

Nach technischen Fehlern auf Leipziger Seite und mehreren Gegenstößen steht die erste Kieler Führung durch Linksaußen Rune Dahmke zum 17:16 auf der Anzeige.

Leipzig kämpft

Wie gefestigt die Leipziger in den vergangenen Jahren geworden sind, zeigt sich in den letzten Minuten vor der Halbzeit. Das Team aus der Messestadt lässt sich von den Rückschlägen nicht verunsichern, antwortet in einem nun ausgeglichenen Spiel mit Aggressivität in der Deckung und Zug zum Tor. Der Lohn ist ein Treffer des Willens durch Lukas Binder zum 19:18, bevor Kiel wenige Sekunde vor der Pause noch der Ausgleich gelingt.

Diesmal kommt der THW besser aus der Kabine. Der überragende Niclas Ekberg besorgt zunächst die Führung und legt per Konter sofort den zweiten Treffer nach. Zwischenzeitlich zieht der Favorit auf drei Tore davon. Doch Leipzig kämpft. Nach mehreren strittigen Entscheidungen in der Leipziger Abwehr wird es beim Stand von 24:26 hektisch: Trainer Prokop kassiert vom Schiedsrichtergespann die gelbe Karte, während Geschäftsführer Karsten Günther die ohnehin dauerstehenden Fans animiert. Immer wieder schallt das von der isländischen Fußballnationalmannschaft bekannte „Uh“ durch die Arena. Allein, es will nichts helfen. Leipzig rennt in dieser Phase des Spiels dem Rückstand hinterher.

Ein bitteres Ende

Kiel agiert derweil längst nicht mehr so dominant wie zu Beginn der zweiten Halbzeit, setzt aber durch seine Stars Nadelstich um Nadelstich. Beim Stand vom 28:30 erheben sich auch die Fans der beiden anderen Finalteilnehmer aus Flensburg und Mannheim für den SC DHfK. Siebenmeter, Christoph Steinert schafft den Anschlusstreffer, doch Duvnjak antwortet für die Zebras. Die Halle steht nun Kopf. Mit Ausnahme des Kiel-Blocks schreit alles für Leipzig

Doch der Rekordmeister zeigt seine ganze Erfahrung und lässt sich von der Atmosphäre nicht aus dem Konzept bringen und gewinnt am Ende mit 35:32.

Leipzig verabschiedet sich erhobenen Hauptes aus dem Turnier und lässt sich nach großem Kampf zu Recht von den mitgereisten Fans feiern.

Anton Zirk

Das sagten Trainer Christian Prokop und die Mannschaft nach dem Spiel gegen Kiel.

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