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SC DHfK Leipzig verspielt in zwei Minuten den Sieg gegen Hannover-Burgdorf

Handball-Bundesliga SC DHfK Leipzig verspielt in zwei Minuten den Sieg gegen Hannover-Burgdorf

Bittere Enttäuschung beim SC DHfK Leipzig. Die Grün-Weißen gaben am Pfingstmonatg den sicher geglaubten Sieg gegen den TSV Hannover-Burgdorf in den letzten zwei Minuten noch aus der Hand.

Lieferte eine riesige Partie ab: Philipp Weber.

Quelle: dpa

Leipzig. Was für eine turbulente Schlussphase am Pfingstmontag: Der SC DHfK Leipzig gab den bereits sicher geglaubten Sieg gegen den TSV Hannover-Burgdorf noch aus der Hand. In den letzten zwei Minuten holten die Niedersachsen einen Vier-Tore-Rückstand auf und erreichten noch ein 29:29 (16:14). Morten Olsen erzielte acht Sekunden vor dem Ende den Ausgleichstreffer und sorgte für eine große Enttäuschung bei den Grün-Weißen. "Wir haben uns dämlich angestellt und brauchen den Punkt zum Glück nicht mehr für den Klassenerhalt", sagte DHfK-Trainer Christian Prokop.

Seinen Abschiedsschmerz versucht er mit Toren zu betäuben. „Die Wehmut wird immer größer, ich werde Euch vermissen“, postete Philipp Weber unmittelbar vor dem Spiel gegen den TSV Hannover-Burgdorf. In der Partie zeigte der Rückraumspieler dann: Die HSG Wetzlar darf sich auf seinen Neuzugang freuen. Zehn Treffer erzielte der Leipziger bei seinem vorletzten Heimspiel.

„Hätte Philipp immer so gespielt wie jetzt, dann wäre ein Wechsel nie ein Thema gewesen“, sagte Trainer Christian Prokop. Zum Ende des vergangenen Jahres war die Situation aber eine andere. Weber war den Vereinsverantwortlichen nicht Führungsspieler genug. Sie vermissten seiner Leaderqualitäten und auch das eine oder andere Tor aus dem Spiel heraus. Das Ergebnis: Weber erhielt keinen neuen Vertrag.

Trotz der zeitgleichen Aufstiegsfeier von RB Leipzig hatten 3437 Fans den Weg in die Arena gefunden und sahen ein spannendes Spiel. Der SC DHfK startete furios und lag nach knapp acht Minuten bereits mit 5:1 in Front. Die Gäste behielten aber die Nerven und kämpften sich Tor für Tor heran. In der 35. Minute gelang der Mannschaft von Trainer Jens Bürkle beim 17:18 sogar die erste Führung.

Die Schlussphase gehörte zunächst wieder den Gastgebern. Weber schraubte sein Torekonto weiter nach oben und auch der oft kritisierte Sergey Zhedik war erfolgreich. Bittere Wende in den letzten zwei Minuten. Leipzig traf nicht mehr, Peter Strosack sah eine Zwei-Minuten-Strafe und Alen Milosevic die Rote Karte. Hannover warf in doppelter Überzahl drei Tore in Folge. Mit dem Abpfiff stand ein Unentschieden auf der Anzeigetafel. „Wir wollten heute hier gewinnen und das haben wir nicht geschafft. Wir waren über die komplette Spielzeit viel zu langsam und haben uns 25 Fehlwürfe geleistet. Ich möchte auch nochmal betonen: Was Leipzig diese Saison spielt, ist einfach bemerkenswert. Eigentlich haben wir den Punktgewinn heute nicht verdient“, sagte Hannovers Coach Jens Bürkle.

Immerhin: Der zuletzt wenig durchschlagskräftige Rückraum des SC DHfK war wieder zur Stelle. Weber und Co. steuerten dieses Mal 19 Tore bei.

Matthias Roth

SC DHfK Leipzig: Vortmann, Putera - Weber 10/1, Milosevic 5, Zhedik 5, Steinert 3, Binder 3, Strosack 2, Roscheck 1, Meschke, Sommer, Herth, Oehlrich, Remke

Siebenmeter: DHfK 1/4, TSV 4/7

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