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SC DHfK Leipzig zittert sich beim Heimauftakt zum Sieg

Gegen Hüttenberg SC DHfK Leipzig zittert sich beim Heimauftakt zum Sieg

Der SC DHfK Leipzig hat seinen Heimauftakt am Donnerstagabend denkbar knapp mit 26:25 (14:10) gewonnen. Vor 3037 Zuschauern fanden die Hausherren vor allem offensiv nur selten zu ihrem Spiel. Durch den Sieg kletterten sie in der Bundesliga-Tabelle vorerst auf Rang zwei.

Der SC DHfK Leipzig hat seinen Heimauftakt gegen Hüttenberg gewonnen.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Ganz großes Glück gehabt! Der SC DHfK Leipzig hatte am Donnerstagabend viel Mühe mit Aufsteiger TV 05/07 Hüttenberg, setzte sich beim Heimauftakt am Ende aber denkbar knapp mit 26:25 (14:10) durch. Vor 3037 Zuschauern fanden die Hausherren vor allem offensiv nur selten zu ihrem Spiel und leisteten sich unnötige Fehler in Serie. Durch den zweiten Sieg in Folge nach dem Auftakterfolg bei der GWD Minden kletterten die Leipziger in der Bundesliga-Tabelle vorerst auf Rang zwei.

"Wir können natürlich nicht zufrieden sein mit unserer Leistung", meinte Leipzigs Coach André Haber. "Wir tun uns schwer gegen die Deckung der Hüttenbeger. Da müssen wir dominanter auftreten und bessere Lösungen finden." Sein Gegenüber Adalsteinn Eyjolfsson freute sich dagegen über das Auftretebn seiner Jungs. "Wir haben gezeigt, dass wir aus dem ersten Spieltag gelernt haben. Wir haben immer gegengehalten, nie aufgegeben." In einigen Situationen habe er sich mehr Risikobereitschaft und Mut gewünscht. "Aber wir haben gut gespielt für einen Aufsteiger. Jetzt müssen wir noch lernen, dann auch etwas Zählbares mitzunehmen."

Enge Kiste in der Arena: Mit 26:25 (14:10) hat sich der SC DHfK am Donnerstagabend beim Bundesliga-Heimauftakt gegen den TV Hüttenberg durchgesetzt.

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Nach kurzem ausgeglichenem Abtasten kam der DHfK-Express gut ins Rollen. Der bestens aufgelegte Neu-Kapitän Jens Vortmann im Tor legte mit Paraden in Serie den Grundstein. Seine Mannschaftskameraden versilberten seine Leistung mit einer konsequenten Angriffsleistung. Nach 13 Minuten leuchtete ein 8:3 von der Anzeigetafel. Zu diesem Zeitpunkt hatte Rückkehrer Philipp Weber bereits doppelt getroffen und sich bei seinem ersten Auftritt vor Heimpublikum bestens eingeführt. Hüttenberg dagegen war seit zehn Minuten ohne Tor.

"Die letzte Minute war brutal": Weitere Stimmen zum Spiel

Gäste-Coach Eyjolfsson konnte damit natürlich nicht zufrieden sein, reagierte mit einer Auszeit und verschiedenen Umstellungen. Eine entscheidende: Im Tor kam jetzt Fabian Schomburg statt Matthias Ritschel zum Zug. Der hatte sofort deutlich mehr Zugriff und die Vorzeichen kehrten sich quasi um. Leipzig war knapp zehn Minuten lang offensiv komplett abgemeldet. Der TV arbeitete sich auf 8:7 ran. Die logische Folge auch hier: die grüne Karte von DHfK-Trainer André Haber. Der beließ im Gegensatz zu seinem Gegenüber Vortmann im Tor, ordnete aber das übrige Personal neu. Alen Milosevic ersetzte den eher glücklosen Niclas Pieczkowski, Andreas Rojewski kam für Franz Semper.

Das zeigte Wirkung. Nach gut neun Minuten ohne Tor setzte Yves Kunkel den Treffer zum 9:7. Bis zur Halbzeit zogen die Gastgeber wieder auf 14:10 davon, auch weil sie nun deutlich besser ins so wichtige Tempospiel kamen. Die Außen Kunkel und Peter Strosack wussten das gewinnbringend in Zählbares umzumünzen.

Nach Wiederbeginn lief es noch eine kurze Weile gut für die Hausherren. Dann begann das große Zittern, ausgelöst durch unnötige Abspielfehler, unmotivierte und viel zu frühe Abschlüsse sowie eine deutlich stabilere Hüttenberger Abwehr. In der 43. Minute war es dann soweit. Aus dem zwischenzeitlichen 17:13 war ein 18:18 geworden. Daniel Wernig machte den Ausgleich. Die grün-weiße Linie schien gänzlich verloren.

Fans brüllen ihr Team zum Sieg

Gefragt waren nun auch die Fans. Und wie immer bei Heimspielen des SC DHfK gaben sie einen zuverlässigen achten Mann ab. Sie standen auf, schrien, brüllten, klatschten, pfiffen. Der Heimauftakt, er sollte nicht verloren gehen. Doch ihre Lieblinge auf dem Parkett wankten vor allem offensiv. Roscheck wusste beim Tempogegenstoß nicht viel mit dem Ball anzufangen, Pieczkowski setzte den nächsten Wurf drüber. Es wollte einfach nicht so richtig laufen.

Nur ein Grün-Weißer stand da wie ein Turm in der Schlacht: Jens Vortmann. Auch wenn die ganz spektakulären Paraden jetzt fehlten. Der Kapitän hielt seine Mannschaft zuverlässig im Spiel. In der 56. Minute hatten sich die Hausherren mit viel Energie, Kratzen, Beißen und eben "Vorti" erneut ein 25:22 herausgearbeitet. Doch Coach André Haber wollte mehr und riskierte ohne Not viel. In der Schlussphase setzte der Neuling auf dem Cheftrainer-Posten auf den siebten Feldspieler. Das Ergebnis: zwei Gegentore, nur noch 25:24. Was für ein Wahnsinn!

Am Ende war es Lukas Binder, der mit einem abgefangenen Ball den letzten Angriff der Gäste unterband und den Sieg festhielt. Haber zeigte sich später dennoch überzeugt von seiner Entscheidung. "Wir haben davor sehr erfolgreich mit dem siebten Feldspieler agiert und wollten das vierte Tor herauswerfen. Schomburg hat da einen sehr guten Job gemacht." Dass Binder dann den entscheidenden Ball abgefangen habe, sei das nötige Quäntchen Glück, das man manchmal brauche.

Von Antje Henselin-Rudolph

Leipzig: Vortmann; Putera; Semper (2); Rojewski; Jurdzs; Krzikalla (2); Binder; Janke (2); Pieczkowski (3); Kunkel (7); Roscheck; Weber (5/2); Rivesjö (1); Strosack (2); Meschke (1); Milosevic (1).

Hüttenberg: Ritschel; Schomburg; Stefan; Sklenak; Wörner; Lambrecht (1/1); Wernig (3/1); Zörb (2); Fernandes; Johannsson (6); Sicko; Roth (2); Mappes (3); Hofmann (4); Hahn (1); Lipovina (3).

Siebenmeter: Leipzig 2/4; Hüttenberg 2/2.

Strafen: Leipzig 2; Hüttenberg 2.

Arena Leipzig 51.342777 12.354764
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