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SC DHfK zieht nach überlegenem Sieg gegen Köndringen/Teningen in 3. Pokalrunde ein

SC DHfK zieht nach überlegenem Sieg gegen Köndringen/Teningen in 3. Pokalrunde ein

Leipzig. Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben mit einer überlegenen Leistung die dritte Runde des DHB-Pokals erreicht. Der Drittligist setzte sich am Mittwochabend vor 400 Zuschauern in der Sporthalle Brüderstraße gegen die in der 3. Liga Süd antretende SG Köndringen/Teningen deutlich mit 36:27 (16:10) durch.

Beste Werfer auf Seiten der Grün-Weißen waren Ulrich Streitenberger, Rene Wagner und Philipp Seitle mit jeweils sieben Treffern. Bei den Gästen zeigte sich der ehemalige Delitzscher Daniel Warmuth mit sechs Toren als bester Schütze. DHfK-Trainer Sven Strübin war nach dem Abpfiff in erster Linie froh über das Weiterkommen. "Das war das oberste Ziel. Jetzt haben wir die Chance, gegen einen der großen Bundesligisten anzutreten", erklärte er.

Die Partie hatte mit einer rührenden Geste begonnen. Die Spieler des SC DHfK liefen mit weißen T-Shirts auf's Parkett. Mit dem Spruch „Kopf hoch" und der Nummer 7 auf der Brust wollte das Team von Coach Sven Strübin dem verletzten Maik Wolf Mut machen, der nach einer Knie-OP nach wie vor pausieren muss.

Im Anschluss war es dann allerdings vorbei mit gefühligen Aktionen. Vielleicht war es Nervosität, vielleicht etwas anderes - das Spiel lief nur zäh an. Knapp drei Minuten vergingen bis zum ersten Tor. Das schossen die Gäste durch Sascha Ehrler. Sebastian Schulz im Leipziger Tor hatte bis dahin bereits zwei Versuche ordentlich pariert. Die Hausherren benötigten knapp fünf Minuten für ihren ersten Treffer. Ulrich Streitenberger traf zum 1:2, kurz darauf René Boese zum 2:2-Ausgleich.

In der Folge ließ die Treffsicherheit auf beiden Seiten ebenso zu wünschen übrig wie die Passgenauigkeit. Fehlabspiele beim Heimteam und den Gäste ermöglichten dem jeweils anderen mehrere einfache Angriffe. Beide Keeper zeigten sich dagegen gut aufgelegt. Bis zur 19. Minute blieb es beim zähen Ringen zweier gleichwertiger Gegner. "Wir müssen uns immer erst in das Spiel reinkämpfen", meinte Ulrich Streitenberger nach dem Abpfiff in Bezug auf diese Phase. "Wir sind als Mannschaft noch nicht soweit, eine Partie einfach mal runterzuspielen."

Als sie sich "reingekämpft" hatten, wendete sich das Blatt allerdings. Angefeuert von den Zuschauern sorgte Streitenberger mit dem ersten Siebenmeter der Partie für das 9:8. Rene Wagner schoss zwei Minuten später die erste Zwei-Tore-Führung heraus.

Gäste-Coach Ehrler reagierte und nahm eine Auszeit. Doch die nützte ausschließlich den Hausherren. Sven Strübin stellte um, zog zwei Akteure in der Defensive vor und brachte seine Jungs so auf die Siegerstraße. Die bauten in den folgenden Minuten die Führung kontinuierlich aus, während das Team aus Köndringen völlig einbrach. Mit 16:10 ging es in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit durfte sich statt Andreas Holz Philipp Gerange im Gästetor versuchen. Einen wirklichen Effekt hatte diese Maßnahme nicht. Die Leipziger trafen und trafen. Mitte der zweiten Hälfte lagen sie mit neun Toren in Front. Dabei wäre noch mehr durchaus drin gewesen. Denn immer noch schlichen sich leichte Fehler ein. Doch die änderten nichts an der Überlegenheit der Hausherren. Das Team aus dem Breisgau schien sich dagegen schon recht früh aufgegeben zu haben. Ihnen gelang nur noch selten eine wirklich sehenswerte Aktion, zumal Sebastian Schulz im Tor die gute Leistung aus den ersten 30. Minuten bestätigte.

Diese Fehler waren es auch, die Sven Strübin ein wenig die Freude über den Sieg verhagelten. "In der zweiten Halbzeit habe ich vermisst, dass sich die Jungs mal so richtig frei spielen. In der Abwehr waren wir da auch zu nachlässig", kritisierte er. Lob kam dagegen vom Gegner. Deren Trainer Ehrler erkor prompt das gesamte Team des Gastgeber zum "Spieler des Spiels". Strübin nahm es mit einem Lächeln zur Kenntnis und stimmte zu: "Wir haben einen sehr ausgeglichenen Kader und müssen über die Teamleistung gewinnen. Da fehlt es noch an der einen oder anderen Ecke. Da müssen wir noch besser zusammenwachsen."

In der 50. Minute traf Ole Dietzmann zum 30:20. Erstmals hatten die Grün-Weißen zehn Tore Vorsprung. Damit war die Begegnung endgültig entschieden. Im Tor der Leipziger durfte in der Schlussphase noch einmal Michael Galia sein Können zeigen. Der Keeper glänzte mehrfach mit beeindruckenden Paraden. Die Führung der Hausherren schrumpfte zwischenzeitlich auf acht Tore und blieb am Ende bei neun Treffern: 36:27 lautete das Ergebnis.

Gästecoach Wolfgang Ehrler zeigte sich von der Leistung seines Teams enttäuscht. "Das hat nichts mit fehlender Kraft zu tun. Die Jungs sind von der Moral her total eingebrochen. Der Wille war einfach nicht da", sagte er nach er Partie. Mit Auftritten wie diesen habe man in der Südstaffel der 3. Liga keine Chance. Ehrler lobte im Gegensatz dazu den siegreichen Kontrahenten. "Leipzig hat vorgemacht, wie man heute Handball spielt."

Gegen wen der SC DHfK in der dritten Runde des DHB-Pokals antreten wird, entscheidet sich am Sonntag. Die Ansetzungen werden gegen 17.10 Uhr vor dem Anpfiff der Bundesliga-Partie von Frisch Auf Göppingen gegen den TBV Lemgo ausgelost. Welthandballer Daniel Stephan wird als Glücksfee fungieren. DHfK-Neuzugang Ulrich Streitenberger wünscht sich als Gegner übrigens ebenso wie sein Coach den THW Kiel, die Füchse Berlin oder den SC Magdeburg. "Am besten wäre eine Mannschaft, die die Leute hier kennen, damit die Halle so richtig voll wird", so der Ex-Delitzscher. Sport 1 überträgt die Auslosung und das anschließende Spiel live.

Leipzig:

Galia; Schulz; Dietzmann (4); Streitenberger (7/2); Baumgärtel (2); Oehlrich; Binder; Witaszak (1); Schepers; Boese (4); Jacob (3); Wagner (7); Schlichter (1); Seitle (7).

Köndringen/Teningen:

Holz; Gerange; Ehrler (4); Wenning (1); Blank (3); Hirling; Warmuth (6); Trodler (4); Hefter (3);

Rascher (4); Stangret (1); Groh (1).

 

Siebenmeter:

Leipzig 2/2; Köndringen 0.

Zeitstrafen:

Leipzig 5; Köndringen 5.

Antje Henselin-Rudolph

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