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Schlechte erste Hälfte noch ausgebügelt: SC DHfK holt 29:23-Sieg gegen Gelnhausen

Schlechte erste Hälfte noch ausgebügelt: SC DHfK holt 29:23-Sieg gegen Gelnhausen

Die Handballer des SC DHfK Leipzig bleiben weiter auf Kurs. Sie setzten sich am Sonntagnachmittag trotz großer Probleme in der ersten Halbzeit mit 29:23 (12:13) gegen den TV Gelnhausen durch.

Leipzig. Bester Torschütze auf Seiten der Hausherren war vor 715 Zuschauern Ulrich Streitenberger (8). Damit rangieren die Grün-Weißen weiter mit einem Punkt Rückstand auf Platz zwei der 3. Liga Ost. Tabellenführer TG Münden hatte am Samstag gegen Halle 38:30 gewonnen.

Ohne René Boese (Angina) und Eric Jacob (Rippenbruch) machten sich nach zunächst gutem Beginn schnell Defizite im Spiel der Messestädter bemerkbar. Die Gäste, die vor allem in der Defensive mit deutlich spürbarer Aggressivität zu Werke gingen, wussten das zu nutzen. So gerieten die Grün-Weißen nach einem Treffer von Jordan Fithian zum 4:5 in der 9. Minute erstmals in Rückstand. DHfK-Coach Uwe Jungandreas reagierte mit einer Auszeit, die ihre Wirkung jedoch verfehlte. Nach 13 Minuten lagen seine Jungs 4:7 zurück.

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Leipzig. Die Handballer des SC DHfK Leipzig bleiben weiter auf Kurs. Sie setzten sich am Sonntagnachmittag trotz großer Probleme in der ersten Halbzeit mit 29:23 (12:13) gegen den TV Gelnhausen durch. Bester Torschütze auf Seiten der Hausherren war vor 715 Zuschauern Ulrich Streitenberger (8). Damit rangieren die Grün-Weißen weiter auf Platz zwei der 3. Liga Ost.

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Vor allem aus dem Rückraum kamen ohne Jacob kaum Impulse. Auch über rechts, sonst die „Heimat" von Boese, ging wenig bis nichts. Steve Baumgärtel, der unter der Woche auf Grund einer Fußverletzung kaum trainieren konnte, humpelte mehr über das Parkett als er lief. Dennoch bemühte er sich unter sichtbaren Schmerzen im Dienste der Mannschaft. Insgesamt fehlte es vor allem im Angriff an Konzentration und Koordination. Auch vom Punkt zeigte der SC DHfK ungewohnte Schwächen. In der ersten Hälfte fand nur einer von vier Siebenmetern seinen Weg ins Tor. Nacheinander scheiterten Ulrich Streitenberger, Philipp Seitle und Maik Wolf.

Den Gelnhausenern spielte das natürlich in die Hände. In der 22. Minute war deren Vorsprung nach einem Doppelschlag von Mirza Cehajic auf vier Tore (7:11) angewachsen. "Ich denke, wir haben in der ersten Halbzeit sehr ordentlichen Hadball geboten", sagte Gästetrainer Jasmin Camdzic später. "Unser Torhüter war gut drauf, wir standen defensiv gut und haben in der gesamten ersten Hälfte nicht einen Tempogegenstoß kassiert. Das ist für den Auftritt bei einem zweitligatauglichen Team eine starke Leistung."

In dieser Phase durften sich die Leipziger bei ihrem Keeper Sebastian Schulz bedanken, dass sie nicht noch stärker ins Hintertreffen gerieten. Vier Minuten vor der Pause besannen sich die Hausherren dann und zogen das Tempo an. Mit Erfolg: Nach 30 Minuten hatten sie zum 12:13 aufgeholt.

"Wenn man fünf oder sechs verletzte und angeschlagene Spieler hat, kann es schon mal passieren, dass man sich erst ins Spiel hineinkämpfen musste", kommentierte Jungandreas. "Dass wir dafür allerdings 25 Minuten gabraucht haben, hat mich überrascht und alles andere als erfreut." Seinem Ärger machte der Trainer an der Seitenlinie und auch in der Kabine Luft, letzteres allerdings, ohne viele Worte zu machen. "Ich habe die Mannschaft einfach nur gefragt, ob wir uns weiter verarschen lassen wollen oder uns nicht eigentlich selbst verarschen", so der Coach. "Mehr zu sagen war unnötig. Wir sind ja auch nur kurz in der Kabine geblieben."

Unmittelbar nach Wiederanpfiff stellte Seitle den Ausgleich her. Die wenigen Worte hatten offenbar gefruchtet. In der 33. Minute traf Streitenberger vom Punkt zur ersten DHfK-Führung seit der 7. Minute. Die Gäste hatten nun ihrerseits spürbar Probleme. Der inzwischen für Schulz im Tor stehende Michael Galia entschärfte gleich mehrere Versuche und zog dem Gegner damit den sprichwörtlichen Zahn. Zudem zeigte die nun offensivere Abwehrarbeit der Hausherren Wirkung. Auf der anderen Seite gelang es Gelnhausen nicht mehr, die bis dato äußerst aggressive Defensive aufrechtzuerhalten.

"Da hat sich dann schon bemerkbar gemacht, dass uns die Alternativen fehlen", kommentierte Jasmin Camdzic. "Leipzig hatte einfach den längeren Atem." Der Vorsprung der Leipziger wuchs so rasch an. In der 37. Minute warf Baumgärtel, der trotz Schmerzen immer besser ins Spiel fand, die erste Drei-Tore-Führung heraus. In der 46. Minute war es Ole Dietzmann, der zum 21:16 einnetzte. Den Gästen ging nun immer mehr die Kraft aus, und die Gastgeber agierten sichtlich befreit. Die Gefahr, dass die Partie verloren gehen könnte, war gebannt. Am Ende war die Führung auf 29:23 angewachsen.

"Wir müssen jetzt zusehen, dass alle Verletzten und Kranken wieder fit werden", resümierte Uwe Jungandreas nach dem Abpfiff. "Und für die Zukunft sollten sich die Jungs merken, dass sie in solchen Spielen von Anfang an einen Schritt mehr machen müssen."

Leipzig:

Galia; Schulz; Dietzmann (2); Leuendorf (1); Streitenberger (8/3); Wolf (1); Baumgärtel (4); Oehlrich (3); Binder; Witaszak; Schepers; Wagner (4); Seitle (6/3); Jungandreas.

Gelnhausen:

Lahme; Schomburg; Deinet (2); Hubbert (1); Wacker (3/1); Drieß (1); Schwaab (2); Henrich (1); M. Jambor (2); Cehajic (6/1); Woods (4); Fithian (1); Pape.

Siebenmeter:

Leipzig 6/10; Gelnhausen 2/5.

Strafen:

Leipzig 4; Gelnhausen 5.

Antje Henselin-Rudolph

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