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Sensation knapp verpasst: DHfK unterliegt dem Deutschen Meister

Handball-Bundesliga Sensation knapp verpasst: DHfK unterliegt dem Deutschen Meister

Es war eine nervenaufreibende Partie bis zur letzten Sekunde: Der SC DHfK hat beim Deutschen Meister alles gegeben und bis zum Abpfiff hart gekämpft. Vor allem die Torhüter beider Teams bestimmten mit klasse Leistungen das Duell.

DHfK-Keeper Jens Vortmann machte bei den Rhein-Neckar Löwen ein Spitzenspiel. (Archivbild)

Quelle: Christian Modla

Mannheim. Es hätte eine mehr als gelungene Generalprobe für das Final Four werden können. Doch trotz grandiosem Kampf unterlag der SC DHfK Leipzig am Samstag auswärts bei den Rhein-Neckar Löwen mit 23:24 (12:10). Die Gastgeber konnten dank des Heimerfolgs ein wenig Wiedergutmachung nach dem Aus in der Champions League leisten.

"Wir haben einen sensationellen Fight abgeliefert, am Ende haben Nuancen das Spielen entschieden", resümierte DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther. "Wir müssen weniger Fehler machen, wenn wir eine der großen Mannschaften schlagen wollen."

Mit viel Elan der Löwen ging es ins Match. Gleich dreimal trafen die Gastgeber, ehe der DHfK Fuß fassen konnte. In der sechsten Minute gelang Andreas Rojewski der erste Treffer für die Grün-Weißen (3:1). Danach kamen die Leipziger immer besser ins Spiel. Langsam arbeitete sich das Team von Christian Prokop an den Tabellendritten heran. Stand nach 13 Minuten: 5:4.

Führung zur Halbzeit

Kurz vor der Pause konnten die Grün-Weißen schließlich dank eines Treffers von Steinert ausgleichen: 8:8 (23. Minute). Danach legte der DHfK erstmals an diesem Abend vor. Mit einer guten Schlussphase sicherten sich die Gäste die Führung zur Halbzeit (12:10).

Auch nach der Pause ging es spannend weiter. Die Löwen kamen immer wieder bis auf ein Tor an die Leipziger heran, doch der Ausgleich gelang ihnen zunächst nicht. In der 42. Minute dann der Dämpfer: Die Schiedsrichter Klein und Immel zeigten Abwehrchef Bastian Roscheck nach drei Zeitstrafen die Rote Karte (15:17). In der 48. Minute erzielte Alexander Petersson dann für die Löwen den Ausgleich (18:18).

Obwohl die Leipziger hartnäckig blieben, konnten sich die Rhein-Neckar Löwen schließlich die Führung zurückholen (52. Minute, 20:19). Doch Leipzig ließ nicht locker. Erst Sekunden vor dem Abpfiff erzielte Kapitän Andy Schmid für die Gastgeber den finalen Treffer. Das Prokop-Team unterlag den Rhein-Neckar Löwen am Ende mit 23:24 (12:10).

Klasse Torhüter

Trotz starker Leistung haben die Leipziger zwar die Sensation knapp verpasst. Doch der DHfK lieferte sich in Mannheim einen riesigen Kampf. Überragend präsentierte sich vor allem Jens Vortmann: Der Keeper hielt fünf Siebenmeter, erzielte mit einer Quote von mehr als 40 Prozent gehaltener Bälle einen Weltklasse-Wert.

Doch auch Löwen-Keeper Mikael Appelgren präsentierte sich stark. Insgesamt dominierten die Torhüter die Partie. Der zweite Leipziger Keeper Milos Putera war wegen einer Verletzung nicht dabei. Für ihn stand Marian Voigt aus der A-Jugend im Kader.

Die vom neuen Bundestrainer Christian Prokop in Personalunion trainierten Sachsen bleiben trotz der Niederlage im oberen Mittelfeld der Liga. Bester Werfer der Löwen war Marius Steinhauser mit sieben Treffern. Für Leipzig war Andreas Rojewski mit sechs Toren am erfolgreichsten, der insgesamt ein starkes Spiel zeigte. Der angeschlagene Franz Semper war zwar mit in Mannheim, wurde aber deshalb für den Pokal geschont.

Dem blicken die Leipziger nun positiv entgegen: "Nächste Woche beim Final Four bekommen wir gegen Kiel eine neue Chance", so Geschäftsführer Günther.

Statistik
RNL: Appelgren, Bauer - Schmid 2/1, Sigurdsson 2, Manaskov, Baena, Steinhauser 8, Mensa Larsen 2, Pekeler 3, Reinkind 1, Taleski, Guardiola 1, Petersson 2, Ekdahl du Rietz 3

SC DHfK: Vortmann - Steinert 4/3, Rojewski 6, Jurdzs 1, Krzikalla 2, Binder, Janke 4, Pieczkowski 3, Sommer 2, Roscheck, Meschke 1, Becvar, Milosevic

Siebenmeter: RNL 6/1, DHfK 4/3

Zeitstrafen: RNL 6 Minuten, DHfK 12 Minuten (Rote Karte für Roscheck)

jhz

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