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Sieg zum Saisonauftakt: SC DHfK Leipzig setzt sich gegen TV Großwallstadt durch

Sieg zum Saisonauftakt: SC DHfK Leipzig setzt sich gegen TV Großwallstadt durch

Leipzig. Der SC DHfK Leipzig ist mit einem Sieg in die Saison gestartet. Die Zweitligahandballer setzten sich am Samstagabend 28:27 (11:12) gegen den TV Großwallstadt durch.

Vor 1576 Zuschauern wussten vor allem die Youngster Lukas Krzikalla und Max Emanuel zu überzeugen. Gabor Pulay im Tor brachte die Gäste phasenweise regelrecht zur Verzweiflung.

"Ich bin überglücklich", bekannte ein erleichterter DHfK-Coach Christian Prokop nach seinem Debüt in der Arena Leipzig. Auch seinen Spielern war die Erleichterung anzusehen. Weniger zufrieden wirkte (natürlich) Gästetrainer Khalid Khan. "Auch wenn es am Ende eng war, hat Leipzig verdient gewonnen. Wir haben nach gutem Beginn den Faden verloren und nicht wiedergefunden."

Christian Prokop ließ die Formation beginnen, die im Pokal gegen Henstedt den stärksten Eindruck hinterlassen hatte und nominierte Philipp Seitle nicht einmal für den Kader. Er musste hinter der Bank Platz nehmen, wegen "Trainingsrückstand", so DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther. Richten sollten es Lukas Krzikalla, Max Jonsson, Alexander Feld, Rico Göde, Pavel Prokopec, Lukas Binder und Gabor Pulay im Tor. Zumindest Letzterer gelangte recht zügig auf Betriebstemperatur und erwies sich vor allem in Häfte eins als wahrer Siebenmeter-Killer. "Diese Fehler und die vergebenen freien Möglichkeiten haben uns die ganze Partie über belastet", kommentierte Khalid Khan. Pulays Teamkollegen brauchten dagegen ein paar Minuten und liefen bis zur 20. Minute einem Rückstand hinterher. Vor allem die Anspiele auf den Großwallstädter Kreis bekamen sie einige Zeit nicht in den Griff. Vorn agierten die Grün-Weißen teilweise zu hastig. Zahlreiche gute Gelegenheiten blieben ungenutzt.

Spätestens mit dem 8:7 durch Pavel Prokopec in der 20. Minute lief es dann deutlich runder für die Hausherren. In einen kleinen Rausch spielte sich Krzikalla, der zur Pause bereits fünf Mal getroffen hatte.  Dennoch ging es "nur" mit einem 12:11 in die Kabinen, weil die Grün-Weißen durch einen unnötigen Ballverlust bei eigenem Angriff und einem nach Ablauf der 30 Minuten noch ausgeführten und schlecht verteidigten Freiwurf ihren Drei-Tore-Vorsprung eingebüßt hatten.

Mit Wiederbeginn ließ Coach Prokop dann René Boese und Philipp Weber ran. Der Neuzugang aus Magdeburg bereicherte die Begegnung mit klugen Pässen, von denen vor allem Bastian Roschek am Kreis profitierte. Er und seine Team-Kameraden hatten die Partie nun sicher im Griff und zogen zwischenzeitlich auf fünf Tore davon. "Da waren wir aggressiv in der Deckung und haben den Gegner so zu Fehlern gezwungen", lobte DHfK-Coach Prokop. Besonders auffällig agierte jetzt Max Emanuel, dessen sehenswerte Treffer die Zuschauer ebenso von den Sitzen rissen wie die starken Paraden von Pulay. "Ich bin erst seit vier Tagen wieder in Leipzig", sagte der 19-Jährige Emanuel, der zuvor bei der U19-WM erfolgreich auf Torejagd gegangen war. "Es hat riesigen Spaß gemacht, heute zu spielen. Ich bin echt begeistert, was wir auf die Platte gebracht haben."

Den Großwallstädtern gelang zwar ein durch Leipziger Fehler entscheidend begünstigter Endspurt, die Punkte blieben aber in der Messestadt. "Wir hatten uns vorgenommen, zusammen stark zu sein. Ich denke, das haben wir gut umgesetzt", kommentierte Krzikalla die Schlussszenen, die so manchen an eine Partie aus der Vorsaison erinnerte. Da hatten die Hausherren den Sieg noch aus der Hand gegeben. "Da denken vielleicht jetzt im Nachhinein viele Leute dran. Auf dem Feld hat das keine Rolle gespielt. Wir haben uns selbst rausgezogen und das war gut so."

Leipzig:

Tovas; Pulay; Emanuel (6); Streitenberger; Krzikalla (5); Binder; Jonsson; Gerlich; Boese (3); Roschek (4); Weber (1); Prokopec (6/3); Feld (2); Göde (1).

Großwallstadt:

Stange; Lenz; Spatz (9/5); Fridgeirsson (4); Henkel; Eisenträger; Lopez Romero (4); Holst; Jakobsson; Nikolic Kajic; Arnaud (3); Pomeranz (5); Kohlbacher (3).

Siebenmeter:

Leipzig 3/4; Großwallstadt 5/9.

Strafen:

Leipzig 6; Großwallstadt 4.

Antje Henselin-Rudolph

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