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Spannende Partie mit gutem Ende: SC DHfK Leipzig gewinnt 33:30 gegen Coburg

Spannende Partie mit gutem Ende: SC DHfK Leipzig gewinnt 33:30 gegen Coburg

Erneut war es kein Spiel für schwache Nerven: Der SC DHfK Leipzig hat auf dem Weg zum großen Ziel, dem Aufstieg in die erste Bundesliga, einen weiteren Sieg eingefahren.

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Der SC DHfK macht es in dieser Saison stets spannend, holt aber dennoch die Siege, wie am Samstag gegen Coburg.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Gegen den HSC 2000 Coburg setzten sich die Grün-Weißen am Samstagabend vor 1779 Zuschauern in der Arena Leipzig 33:30 (17:15) durch. Überragender Akteur auf dem Parkett war mit Matthias Gerlich ein Ex-Leipziger in Diensten der Gäste.

"Ich denke, wir haben eine sehr intensive Partie gesehen", konstatierte DHfK-Coach Christian Prokop. "Es war allerdings kein Spiel nach unseren Vorstellungen." Recht schnell war klar: Die Abwehrreihen würden die Begegnung nicht dominieren. Schnell entwickelte sich eine torreiche Begegnung. Coburg begann mit den Ex-Leipzigern Till Riehn und Matthias Gerlich auf dem Parkett sowie Oliver Krechel im Tor. Philipp Seitle blieb zunächst auf der Bank und kam im Verlauf der ersten Hälfte nur sporadisch zum Einsatz. Keeper Krechel, der in der Anfangsphase kaum einen Ball halten konnte, musste recht schnell Havard Martinsen Platz machen. Dagegen agierte vor allem Gerlich auffällig und erfolgreich. Sechs Mal brachte er in der ersten Hälfte den Ball im Tor unter. Am Ende waren es 13 Treffer. Mehrfach lauerte er bei eigenem Angriff nahe der Mittellinie, um dann mit Anlauf aus dem Rückraum zu werfen.

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Leipzig. Erneut war es kein Spiel für schwache Nerven: Der SC DHfK Leipzig hat auf dem Weg zum großen Ziel, dem Aufstieg in die erste Bundesliga, einen weiteren Sieg eingefahren. Gegen den HSC 2000 Coburg setzten sich die Grün-Weißen am Samstagabend vor 1779 Zuschauern in der Arena Leipzig 33:30 (17:15) durch. Überragender Akteur auf dem Parkett war mit Matthias Gerlich ein Ex-Leipziger in Diensten der Gäste.

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"Ganz ehrlich: Ich würde alle 13 Tore hergeben, wenn wir dafür die zwei Punkte mit nach Hause nehmen könnten", meinte dieser später und bekannte: "Es wäre natürlich ein Feiertag für mich gewesen, wenn das heute geklappt hätte. Aber ich mein das nicht böse. Ich bin einfach nur ein ganz schlechter Verlierer."

Leipzig hatte von Beginn an Vorteile im Angriff und ging zügig 4:1 in Führung. Statt ruhig zu spielen, brachten sich die Hausherren allerdings mehrfach durch Strafen selbst in Bedrängnis und kassierten unnütze Konter. "Wir konnten dieses Abwehrbollwerk, das uns in den ersten Spielen ausgezeichnet hat, heute nicht so hinstellen", kommentierte Prokop. So gelang Till Riehn in der 12. Minute der Ausgleich zum 7:7, nachdem die Gastgeber zwei Zeitstrafen in Folge kassiert hatten. Auch in der 22. Minute nutzte der HSC eine DHfK-Unterzahl zu zwei Treffern. Wirklich absetzen konnten sich die Grün-Weißen trotz reiferer Spielanlage und eines ordentlich aufgelegten Felix Storbeck im Tor deshalb nicht. 17:15 stand es zur Pause.

In Hälfte zwei wurden die grün-weißen Probleme nicht kleiner. Das Team zog Strafe um Strafe und hielt den Gegner so selbst im Spiel. Als Dominic Kelm in der 44. Minute zur erstmaligen Führung seit dem 0:1 für die Gäste traf (natürlich in Überzahl), drohte die Begegnung endgültig zu kippen. Die Coburger gingen in der Abwehr jetzt konsequenter zu Werke und machten es den bisweilen konfus agierenden Leipzigern so zusätzlich schwerer. Zudem verordnete Prokop Philipp Weber nach der zweiten Zeitstrafe eine Pause. Ohne ihn fehlte spürbar die ordnende Hand im Spiel.

Dass die Gäste den Vorsprung nicht ausbauen konnten, lag auch an Henrik Ruud Tovas, der nun im Leipziger Tor stand und einen Siebenmeter sowie weitere gute Gelegenheiten vereitelte. "Da waren wir einfach nicht kaltschnäuzig genug und haben die Big Points nicht gesetzt", bemerkte Coburgs Trainer Jan Gorr selbstkritisch. Prokop beorderte Weber zurück auf's Feld. Die Partie war nun ausgeglichen. Max Emanuel gelang in der 56. Minute das 29:27. Wenig später kassierte Philipp Pöter eine Zeitstrafe. Der starke Gerlich verwandelte zudem den fälligen Siebenmeter. Dennoch, es reichte nicht mehr für die couragierten Gäste. 

"Es war klar, dass wir heute maximal am Limit spielen müssen, um hier was zu holen", sagte Matthias Gerlich. "Gegen einen Gegner wie Leipzig werden keine Fehler verziehen." Bastian Roschek hatte die mannschaftliche Geschlossenheit der Grün-Weißen als großen Vorteil ausgemacht. "Wir hatten auf mehr Positionen Torwürfe und waren am Ende einfach kompakter. Und dann hat natürlich auch die Halle einen Ausschlag gegeben."

Leipzig:

 Tovas; Storbeck; Emanuel (6); Krzikalla (5); Pöter (8/5); Oehlrich; Binder (4); Roschek; Weber (7); Milosevic (1); Pechstein (2).

Coburg:

 Martinsen; Krechel; Göhl (5/4); Andersson (2/1); Kelm (2); Gerlich (13/1); Kirchner (1); Vitek; Riha; Billek (3); Riehn (3); Roth (1); Seitle; Lakiza.

Siebenmeter:

 Leipzig 5/7; Coburg 6/9.

Strafen:

 Leipzig 8; Coburg 5 plus rote Karte für Riha.  

Antje Henselin-Rudolph

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