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Spitzenduell mit elf Toren Vorsprung: DHfK-Handballer besiegen Verfolger Rimpar

Spitzenduell mit elf Toren Vorsprung: DHfK-Handballer besiegen Verfolger Rimpar

Im Duell der beiden Spitzenmannschaften der 2. Handballbundesliga konnte sich der SC DHfK Leipzig gegen den DJK Rimpar durchsetzen. Die Gastgeber aus der Nähe von Würzburg unterlagen am Samstagabend mit 23:34 (11:16).

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Top-Scorer Lukas Binder holt sich Rat bei Ulrich Streitenberger (l., erzielte den letzten Treffer gegen Rimpar). (Archivbild)

Quelle: Christian Modla

Rimpar/Leipzig. Entscheidend für die Leipziger: die stark spielende Abwehr. Lukas Binder traf gleich elf Mal für die Leipziger. „Das war die beste Leistung in dieser Saison“, so der dominierende Torschütze.

Für beide Mannschaften lag allerdings ein schwarzer Schatten über der Partie: Rimpars Rechtsaußen Tom Spieß ist am Donnerstag beim Überqueren einer Straße angefahren worden und liegt mit Schädelbasisbruch auf der Intensivstation. Sein Zwillingsbruder Lars lief nur zwei Tage später dennoch im dunkelgrün-weißen Dress der Wölfe auf. Und traf drei Mal.

Rimpar, zu Saisonbeginn angetreten, die Klasse zu halten, hat sich mit guter Defensivarbeit und knappen Ergebnissen bis auf Platz zwei direkt hinter Spitzenreiter SC DHfK geschoben. Am Samstag kam es nun zum Showdown zwischen den beiden Teams.

Leipzig nutzt Schwächephase der Gastgeber aus

Die Wölfe lagen nach einem Treffer durch Rückraum-Spieler Stefan Schmitt in Führung. Doch Lukas Binder setzte nach und erzielte umgehend den Ausgleich. In der frühen Phase des Spiels konnten sich beide Mannschaften nicht voneinander absetzen. Doch die Leipziger um Trainer Christian Prokop gewannen allmählich die Oberhand über die Wölfe. „Vor einer kochenden Halle und einer Wahnsinnskulisse haben wir sehr konzentriert gespielt“, so ein überzeugter Karsten Günther, Handball-Manager des SC DHfK. Rimpar erlebte nach den ersten zehn Minuten eine Schwächephase. Über fünf Minuten wollten bei den Gastgebern einfach keine Tore fallen – Leipzig zog davon.

Zwar konsolidierte sich die Sieben von DJK-Trainer Jens Bürkle, konnte aber trotz einiger Fehler in der Leipziger Offensive nicht in Schlagdistanz an den DHfK herankommen. Mit fünf Toren Vorsprung und 16:11 ging es in die Pause. Den 950 Zuschauern wurde indes nicht langweilig: Cheerleader hielten die Handballfans auf den Sitzen. „Ein großes Lob auch an unsere Fans. Die haben uns immer wieder nach vorn gebracht, wenn es eng wurde“, erklärte Günther am Abend. „Man merkt: Hier wächst etwas Großes heran.“

Rimpar stark bei Siebenmetern und in der Abwehr

Kaum lief die Uhr wieder, standen die Gäste in Unterzahl auf der Platte. Lukas Binder musste runter. Rimpar nutzte die Gelegenheit und fand die Lücken im Abwehrverbund. In dieser Phase des Spiels wurde es gefährlich für das Team von Christian Prokop. Doch der Vorsprung hielt. Er wuchs sogar: Für jeden Treffer der Wölfe erzielten die Leipziger zwei. Nach 45 Minuten hatten die DHfK-Handballer bereits einen kommoden Acht-Tore-Vorsprung herausgearbeitet (24:16).

In der 48. Minute ließ sich eine der größten Stärken der Heimmannschaft beobachten: Siebenmeter. Rimpar kam oft über die Mitte, spielte viele Strafwürfe heraus (zu diesem Zeitpunkt bereits sieben) und verwandelte diese eiskalt. Da halfen auch die kurzfristigen Wechsel im DHfK-Tor nichts. Felix Storbeck ging raus, aber auch Henrik Ruud Tovas fand keine Lösung.

Lukas Binder hatte unterdessen sein ganz eigenes Rezept: Tore am laufenden Band schießen. In den Schlussminuten traf Binder fast nach Belieben – elf Mal überwand er Wölfe-Keeper Max Brustmann. „Damit hätte ich nicht gerechnet“, so Binder nach dem Spiel. „Zwanzig wären auch drin gewesen. Paar Fahrkarten waren noch dabei.“

René Boese und Ulrich Streitenberger machen den Sack zu

Nachdem Lars Spieß für Rimpar noch mal verkürzen konnte, traf René Boese, der kurz zuvor eingewechselt wurde, zum 33:23. Zu dem Zeitpunkt stand er 15 Sekunden auf dem Feld. Auch Edelreservist Ulrich Streitenberger durfte noch mal und traf zum 34:23. Der Schiedsrichter entschied noch auf Freiwurf, doch Rimpar gab sich geschlagen und verzichtete. Der DHfK deklassierte den direkten Verfolger Rimpar mit elf Toren Vorsprung. „In der Höhe hätte ich das nicht erwartet“, freute sich Karsten Günther. „Schon gar nicht gegen so eine Mannschaft mit der besten Abwehr der Liga.“

In der kommenden Woche laufen die Jungs von SC-DHfK-Trainer Christian Prokop wieder in der heimischen Arena auf. Am Nikolaustag geht es ab 19.30 Uhr gegen den TV 1893 Neuhausen. „Neuhausen wird uns fordern“, weiß Manager Karsten Günther. „Aber unsere Jungs werden temporeichen Handball spielen und sich selbst zerreißen, um zwei Punkte zu holen.“

DJK Rimpar:

Brustmann (TW); Lars Spieß 3, Kraus 8/6, Schmitt 2, Schömig 1/1, Skrbic 1,Bötsch 1, Schäffer, Kaufmann 1, Drude 1, Winkler 1, Brielmeier 3, Sauer 1

SC DHfK Leipzig:

Storbeck (TW), Tovås (TW); Semper 3, Emanuel, Streitenberger 1, Krzikalla 3, Pöter 3/1, Binder 11, Boese 1, Roscheck 2, Weber 5/1, Milosevic 3, Pechstein 2

Zuschauer:

950

Siebenmeter:

Rimpar 7/7, Leipzig 3/2

Zeitstrafen:

Rimpar 6 min, Leipzig 4 min

Schiedsrichter:

Philipp Dinges, Daniel Kirsch (Eggenstein)

Johannes Angermann

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