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Versöhnlicher Abschluss: SC DHfK Leipzig verabschiedet sich mit Sieg gegen Bittenfeld

Versöhnlicher Abschluss: SC DHfK Leipzig verabschiedet sich mit Sieg gegen Bittenfeld

Leipzig. Der SC DHfK Leipzig hat seinen Fans zum Saisonabschluss einen Sieg geschenkt. Gegen den TV Bittenfeld setzten sich die Grün-Weißen am Samstagabend 30:22 (15:12) durch.

Vor 2143 Zuschauern liefen die Hausherren eigentlich nie Gefahr, die Partie zu verlieren. Bester Mann auf der Platte war neben den Torhütern Gabor Pulay und Michael Galia der 20-jährige Lukas Binder.

"Ich bin natürlich sehr erleichtert", sagt DHfK-Coach André Haber nach seinem ersten Heimspiel als verantwortlicher Trainer. "Heute war der Wille entscheidend. Wir haben zum großen Teil umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, haben fast 60 Minuten geführt. Das war sehr in Ordnung."

Die bei einem letzten Saisonspiel übliche Wehmut nach Apfiff gab es am Samstagabend bereits vor Beginn der Partie. Mit Steve Baumgärtel, Till Riehn, Ole Dietzmann, Tatsuya Ogano und Igor Levshin wurden gleich fünf Akteure verabschiedet. Zumindest die ersten Drei hatten maßgeblichen Anteil am Aufstieg der Grün-Weißen in die zweite Liga. Entsprechend tosend war der Applaus, als die Spieler großformatige gerahmte Fotos als Geschenk entgegennahmen.

"Ich laufe immer zum Spiel. Da sind mir heute ganz schön viel Sachen durch den Kopf gegangen", gab Steve Baumgärtel unumwunden zu. Der 29-Jährige wechselt zur TSG Groß-Bieberau, nicht aus Leistungs-, sondern romantischen Gründen. "Ich freue mich riesig, dass ich dort endlich mit meiner Freundin zusammenleben kann." Die Wehmut sei deshalb zwar vorhanden, aber nicht allzu groß. "Es gab viele schöne Momente hier in Leipzig. Jetzt beginnt etwas Neues. Das ist auch schön."

Dank des bereits früher gesicherten Klassenerhalts gestaltete sich der Auftakt zum Spiel gegen Bittenfeld locker. Die Verbissenheit, die zuvor so häufig zu sehen gewesen war, war aus den Gesichtern der Gastgeber gewichen. Nach elf Minuten traf Lukas Krzikalla zum 7:4. Die Stimmung in der Halle war gut. Da fiel es dann auch nicht zu sehr ins Gewicht, dass Gäste-Top-Torschütze Lars Friedrich in der 17. Minute den 8:8-Ausgleich herauswarf. DHfK-Coach André Haber nahm eine Auszeit, seine Jungs berappelten sich, zur Halbzeit leuchtete ein 15:12 auf der Anzeigetafel.

MIt Beginn der zweiten Hälfte häuften sich dann die Probleme der Hausherren. Da waren sie dann auch wieder: harrsträubende Fehlabspiele, überhastete Abschlüsse, fehlende Konzentration. Da sich aber auch die Gäste aus Bittenfeld die eine oder andere "Pause" gönnten, konnten die Grün-Weißen den Vorsprung wahren. Einer, desse Leistung dabei einmal mehr besonders ins Auge stach war Lukas Binder. Seine Treffer waren nicht nur zahlreich, sondern bisweilen auch spektakulär. Riesen-Jubel brandete auf, als er in der. 42. Minute ein Anspiel von Keeper Gabor Pulay über die gesamte Länge des Felde im Fallen fing und zum 21:17 im Kasten unterbrachte.

"Immer wenn wir dann doch mal rangekommen sind, ist Leipzig wieder davongezogen", kommentierte der Co-Trainer der Gäste, Heiko Burmeister, später. "Wir haben es einfach nicht hingekriegt heute." Spätestens als Till Riehn in der 53. Minute zum 27:21 traf, entwickelte sich die Partie zu einer Art Schaulaufen. Der TV Bittenfeld tat nun nicht mehr allzu viel, um die Saisonabschluss-Feierstimmung zu trüben. In den letzten 14. Minuten verzichteten sie gänzlich auf Zählbares. Bereits drei Minuten vor Ultimo erhoben sich die Fans von ihren Plätzen und ließen einen verdienten Sieger hochleben.

"Wir müssen uns nichts vormachen. Die Saison lief nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten", resümierte Kapitän Rico Göde. "Mit dem Abschluss können wir aber sicher zufrieden sein." Das sahen auch die grün-weißen Anhänger so, die sich zahlreich zur unmittelbar nach dem Abpfiff beginnenden Saisonabschlussfeier einfanden. Die Spieler mischten sich unters Volk. Die Laune war bestens. "Ich habe gerade in der Kabine gesagt, dass das mein letzter Wunsch hier in Leipzig: Heute besaufen wir uns so richtig. Denn morgen ist alles vorbei", sagte ein dann doch leicht wehmütiger Steve Baumgärtel.

Leipzig:

Pulay; Galia; Levshin; Streitenberger; Krzikalla (2); Baumgärtel (2); Binder (8); Gerlich (3); Boese (6); Riehn; Seitle (2); Prokopec (2/2); Feld; Göde (5); Ogano.

Bittenfeld:

Müller; Sdunek; Schimmelbauer (3); Kienzle; Schweikhardt (2); Friedrich (9/2); Jungwirth; Baumgarten (1); Wehner (1); Seiz (2); Szczesny (2).

Antje Henselin-Rudolph

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