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Wechselbad der Gefühle – DHfK-Handballer verlieren spannendes Spiel in Schwerin

Wechselbad der Gefühle – DHfK-Handballer verlieren spannendes Spiel in Schwerin

Die Zweitliga-Handballer vom SC DHfK Leipzig mussten sich am Sonntagabend beim SV Post Schwerin knapp geschlagen geben. In der äußerst wechselhaften Partie lagen die Leipziger teils mit fünf Toren in Führung, teils mit sechs Treffern zurück.

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Das verflixte siebte Mal: René Boese scheiterte nach sechs verwandelten Siebenmetern an Schwerins Hüter Robert Wetzel - und besiegelte damit die Niederlage. (Archivbild)

Quelle: Christian Nitsche

Schwerin. Am Ende konnten die Gastgeber das Spiel mit 31:30 (12:15) für sich entscheiden.

Die DHfKler kamen zunächst behäbig ins Spiel, lagen nach acht Minuten bereits 4:1 hinten. Erst dann schienen die Grün-Weißen wach zu werden und sie kämpften sich bis Minute 18 auf 7:7 heran. Ab dann nahmen die Sachsen das Heft (vorerst) endgültig in die Hand, sie zogen auf 7:10 davon und hielten bis zur Pause permanent einen Vorsprung von zwei bis drei Toren.

In der zweiten Hälfte begannen die Leipziger stark, bauten ihren Vorsprung schnell auf fünf Tore aus. Damit sollte man den Sieg in der Tasche haben, dachte vielleicht schon der eine oder andere. Irrtum! Es folgten kuriose zehn Minuten, die DHfK-Trainer Uwe Jungandreas nach dem Spiel als „Tiefschlafphase“ bezeichnen sollte.

Nachdem es in der 34. Minute noch 13:18 stand, trafen die Gäste plötzlich nicht mehr und Schwerin zog – von 1440 Zuschauern angefeuert - wieder heran. Vier Minuten und vier Tore später lagen die Mecklenburger nur noch einen Treffer zurück.

Dann konnte René Boese zwar einen Siebenmeter verwandeln, doch im Anschluss dauerte es weitere fünf Minuten bis der Sportclub den nächsten Zähler verbuchen konnte. Da die Gastgeber in der Zwischenzeit weitere vier Mal einnetzten, lag Leipzig in Minute 43 beim Stand von 21:20 wieder hinten. Nun liefen die Gäste einem stetig wachsenden Rückstand hinterher, der drei Minuten vor Schluss in einem 31:25 gipfelte.

Dann endlich platzte der Knoten bei der DHfK und sie setzten zu einem grandiosen Schlussport mit fünf Toren in Folge ohne Gegentreffer an. Mit der Schlusssirene hatte Kapitän Thomas Oehlrich sogar den Ausgleich in der Hand, wurde jedoch gefoult. Beim anschließenden Siebenmeter scheiterte René Boese, der zuvor sechsmal sicher verwandelt hatte, am Schweriner Torhüter Robert Wetzel, der daraufhin unter seinen jubelnden Mitspielern begraben wurde.

„René hat mir vorher keine Chance gelassen, deshalb habe ich mich einfach so groß wie möglich gemacht“, freute sich Wetzel anschließend über den Erfolg. DHfK-Coach Jungandreas wollte Boese keinen Vorwurf für den vergebenen Ausgleich machen. „Die Chancen haben wir lange vorher vergeben“, so der Übungsleiter.

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Hier gibt es einen Zusammenschnitt der Liveübertragung als Audio-Podcast:

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SV Post Schwerin:

Wetzel – Weltgen 7/2, Riediger 4, Vanek, Rauch, Prothmann 2, Riha 1, Heinze 3, Zisler, Murawski 5, Thormann 4, Chantziaras 3, Wirt 2

SC DHfK Leipzig:

Krechel, Galia – Müller 1, Dietzmann 1, Wolf, Streitenberger, Baumgärtel 2, Oehlrich 2, Boese 7/6, Seitle 7, Wagner, Jacob 4, Binder 3, Telehuz, Riehn

Strafwürfe:

Leipzig 6/8, Schwerin 2/2

Strafzeiten:

Leipzig 6x2 min (Telehuz: 3x2 min = rote Karte), Schwerin 2x2 min

Schiedsrichter:

Nils Blümel/Jörg Loppaschewski

Zuschauer:

1440

Stefan Banitz

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