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Weihnachtliche Niederlage für den SC DHfK Leipzig gegen Bittenfeld

Rückrunden-Auftakt Weihnachtliche Niederlage für den SC DHfK Leipzig gegen Bittenfeld

Es ist eine bittere Tradition für den SC DHfK: Beim 28:26 (15:11) unterlagen die Leipziger am Zweiten Weihnachtsfeiertag erneut gegen Bittenfeld am Montagabend. Es war die dritte weihnachtliche Niederlage nach 2012 (41:25) und 2014 (32:28). In diesem Jahr hatte Leipzig Mühe, einen mehrmaligen Sechs-Tore-Rückstand aufzuholen.

Dominik Weiß (Blau wie Bittenfeld) gegen Bastian Roscheck (Grün wie...das G in Leipzig) (Archivbild vom Hinspiel im Oktober).

Quelle: Christain Modla

Leipzig. Der SC DHfK Leipzig startete im letzten Spiel des Jahres mit einer Niederlage in die Rückrunde. Bevor es in die Winterpause ging, mussten die Leipziger nach Stuttgart zum alten Rivalen TVB Bittenfeld. Kurz nach dem Anpfiff in der rappelvollen Arena drehte sich Leipzigs Alen Milosevic am Kreis und jagte den Ball ins Tor der Hausherren. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich brachte Niclas Pieczkowski die Grün-Weißen erneut in Führung. Christoph Steinert verwandelte in kurzer Folge zwei Siebenmeter, aber wann immer die Grün-Weißen mit einem Tor in Führung gingen, zogen die Bittenfelder gleich. Erst 110-Kilo-Mann Simon Baumgarten stellte – trotz Unterzahl – die 6:5-Führung für die Gastgeber her. In der 14. Minute flog Bastian Roscheck von der Platte und nach mehreren Abspielfehlern in den Reihen der Leipzigern führten die Wild Boys vom TVB mit 8:6. Kurz darauf – es stand 9:6 – zitierte Gäste-Coach-Prokop seine Jungs an den Rand. Doch der DHfK war von der Rolle. Denn mit gutem Spielüberblick, einem starken Keeper Johannes Bitter und schnellen Gegenstößen setzte Bittenfeld Leipzig zu.

SC DHfK macht sich mit kleinen Fehlern das Leben schwer

Auch den dritten Siebenmeter verwandelte Christoph Steinert sicher zum 11:9 (24. Minute). Aus dem Spiel heraus agierte die Leipziger Offensive jedoch nervös, lief sich in der Abwehr fest oder setzte Bälle an den Pfosten. Franz Semper ging fünf Minuten vor der Pause nach einem Luftkampf zu Boden und musste mit schmerzverzerrtem Gesicht von der Platte. Beim 13:9 zückte Prokop nochmals den grünen Auszeit-Karton. Besser wurde es nicht: Während Bittenfelds Dominik Weiß ins leere Tor traf, scheiterten die Leipziger wiederholt an ihren eigenen Fehlern in der Offensive. Nach einer Sechs-Tore-Führung der Hausherren konnten die Leipziger bis zur Pause noch auf 15:11 herankommen.

Kurz nach dem Wiederanpfiff scheiterte Pieczkowski an Keeper Bitter. Beim Gegenstoß stellte sich Maximilian Janke einem Stuttgarter in den Weg: Zwei Minuten und Bobby Schagen verwandelte den fälligen Siebenmeter. Kurz darauf bekam auch der DHfK einen Siebenmeter zugesprochen: Steinert abgezockt zum 16:12. Die Mannschaft von Bundestrainer-Kandidat Markus Baur machte das Spiel in dieser Phase richtig schnell. Dadurch boten sich den Leipzigern einige Lücken, die sie nutzten und auf drei Tore herankamen. Nach zwei Minuten für Pieczkowski lag Leipzig aber wieder sechs Tore zurück (40. Minute – 21:15).

Siebenmeter wie am Fließband

Nun folgte ein Strafwurf-Festival: Nachdem Bastian Roscheck einem der Hausherren in den Arm fiel, flog er von der Platte. Jens Vortmann – am Vortag umgeknickt und angeschlagen – konnte jedoch den Strafwurf halten und vereitelte mit schmerzverzerrtem Gesicht auch den nächsten Wurf. In der 50. Minute brachte Pieczkowski die Grün-Weißen auf drei Tore heran (24:21). Als Alen Milosevic sich kurz darauf durch die Wild-Boys-Defensive tanken wollte, blieb er hängen, holte dafür aber den fünften Siebenmeter heraus. Doch erstmals in diesem Spiel scheiterte Steinert an Bitter. Dominik Weiß bekam Zwei-Minuten verordnet. Auf der Gegenseite wurde kurz darauf der nächste Siebener fällig, den Michael Schweikardt einnetzte. 53. Minute, Siebenmeter von Steinert gegen Bitter und wieder hielt der vor einem Jahr vom insolventen HSV gekommene Schlussmann. Danach Schweikardt gegen Vortmann: der angeknockte Leipziger Keeper verhinderte den nächsten Treffer.

Nach zwei Rojewski-Toren aus dem Spiel heraus – und einem von Schweikardt – waren die Grün-Weißen wieder auf drei Tore an die Hausherren herangekommen: 27:24. Die Arena kochte. Zwei Minuten vor dem Abpfiff sah Max Janke noch eine Zeitstrafe; der DHfK musste die Partie in Unterzahl zu Ende bringen. Pieczkowski verkürzte auf 27:25. Dominik Weiß traf 40 Sekunden vor Schluss zum vorentscheidenden 28:25, Lukas Binder für die Gäste. Doch in den verbleibenden 10 Sekunden war nichts mehr drin. Der SC DHfK startete mit einer 28:26 Niederlage gegen den Tabellen-Sechzehnten in die Rückrunde. „Wir wollten heute eine Reaktion auf die Niederlage gegen Erlangen zeigen, weil wir dort unsere Tugenden haben vermissen lassen. In der ersten Halbzeit ist uns das nicht gelungen. Aber in Hälfte zwei hat die Mannschaft trotz Sechs-Punkte-Rückstands gekämpft, doch leider die Big Points nicht gemacht“, resümierte Christian Prokop, der eine maue Abwehrleistung über die kompletten 60 Minuten sah.

Nun können sich die Jungs von Christian Prokop zunächst etwas Ruhe gönnen, denn die Winterpause steht an. Für Spieler wie Pieczkowski und Binder geht es am 3. Februar im Rahmen des All-Star-Games in Leipzig auf die Platte. Und auch Prokop wird an dem Tag an der Seitenlinie stehen. Auch wenn der Bundestrainer-Kandidat „nur“ das All-Star-Team coachen wird. Für den übrigen Kader geht es erst am 19. Februar gegen die GWD Minden in der Liga weiter. Das nächste Heimspiel des SC DHfK steht am 1. März in Leipzig an.

Statistik:

Bittenfeld: Jerkovic (T), Bitter (T), Lobedank (2), Weiß (8), Schagen (3 - 2/1), Schweikardt (4 - 2/1), Kraus (2), Baumgarten (3), Fotache (1), Kretschmer (5)

Zeitstrafen: 6 Minuten

Leipzig: Vortmann (T), Putera (T), Semper (0), Steiner (4 - 4/6), Rojewski (7), Jurdzs (1), Binder (1), Janke (0), Pieczkowski (6), Roscheck, Strosack (3), Meschke, Becvar (1), Milosevic (3)

Zeitstrafen: 10 Minuten

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