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Zweite Saisonniederlage für den SC DHfK: Hamm nutzt Fehler der Leipziger aus

Zweite Saisonniederlage für den SC DHfK: Hamm nutzt Fehler der Leipziger aus

Der ASV Hamm-Westfalen hat dem SC DHfK Leipzig am Mittwochabend die zweite Saison-Niederlage beigebracht. Am Ende stand es 31:27 (11:10). 1926 Zuschauer peitschten in Hamm die Heimmannschaft nach vorn: Zuschauerrekord in dieser Saison.

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Philipp Weber war mit zehn Toren bester Werfer der Leipziger gegen Hamm.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. In einer schnellen und laufintensiven Partie nutzten die Gastgeber die Fehler der Grün-Weißen gerade zum Ende des Spiels aus. Auch bei Siebenmetern zeigte das Team um Trainer Christian Prokop Schwächen. „Das können wir besser“, zeigte sich DHfK-Handball-Manager Karsten Günther am Abend überzeugt.

Dreh- und Angelpunkt der ASV-Offensive war Ondrej Zdrahala, der kurz nach Anwurf die erste Führung herausspielte. Weber verkürzte und legte umgehend nach. Mit einem Tor Vorsprung gingen die Leipziger in Front. Hamm zog gleich, so ging es die ersten zehn Minuten, bis sich der SC DHfK auf 7:4 absetzen konnte (13. Minute). Alen Milosevic wurde von der Platte geschickt, und in der Überzahlsituation kamen die Westfalen wieder heran. Die Tore fielen im Minutentakt.

Beim Gleichstand von 7:7 zog Leipzigs Coach Christian Prokop die Notbremse und nahm eine Auszeit. Kurz darauf gingen die Rot-Schwarzen in Führung. Doch Treffer von Lucas Krzikalla sowie Philipp Weber und Leipzig lag wieder vorn. Aber der Sportverein aus dem Tabellen-Mittelfeld bot dem Spitzenreiter die Stirn: Durch einen Konter und einen weiten Wurf lag Hamm wieder in Führung. Im Gegenzug scheiterten die Leipziger an Keeper Doden – der stand früher beim Erstligisten Lemgo unter Vertrag. Erst Alen Milosevic konnte ihn überwinden und mit einem Treffer eine halbe Minute vor der Pause den Vorsprung noch zum zwischenzeitlichen 10:11 verkürzen. „Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen“, so Karsten Günther. „Unsere Spielfreude, die uns sonst auszeichnet, haben wir heute nicht gezeigt.“

Nach der Viertelstunde Ruhe war es erneut Philipp Weber, der einnetzte: Ausgleich zum 11:11. Hamm aber war flink und Felix Storbeck im Tor der Leipziger musste hinter sich greifen. Philipp Pöter glich anschließend per Siebenmeter aus. Mit einem Treffer von Zdrahala ging es weiter: Vier Tore binnen zwei Minuten. Wann immer die Sieben um den Hammer Trainer Kay Rothenpieler in Führung ging, zog Leipzig gleich.

Fehler und Siebenmeterschwäche

Wieder nutzten die Gastgeber eine Unterzahlsituation und binnen weniger Minuten lag der SC DHfK drei Tore zurück. Doch Lukas Binder und Weber holten die Kastanien aus dem Feuer: 16:16. Erst ein Siebenmeter-Wurf Webers brachte den Gästen in der 42. Minute die 20:19-Führung. Die Spieler mussten dem hohen Tempo der Partie allmählich Tribut zollen: Fehler auf beiden Seiten häuften sich und Abspiele kamen nicht an. Das Spiel musste immer wieder unterbrochen werden.

Ein verwandelter Siebenmeter von Fabian Huesmann leitete die nächste Drangphase der Gastgeber ein. Leipzig geriet aus dem Tritt. Zwei Minuten später liefen die Grün-Weißen einem Vier-Tore-Vorsprung hinterher: 26:22 für den ASV. Zwei Minuten vor dem Spiel lag Hamm gar mit 30:25 vorn. Treffer von Sebastian Greß und Marc Pechstein waren bloß noch Ergebniskosmetik für den SC DHfK. Mit 31:27 feierte der ASV Hamm-Westfalen den sechsten Sieg in Folge. „Wir hatten nicht den letzten Biss. Daran müssen wir bis Sonntag arbeiten“, erklärte Günther am Abend. . „Wir haben heute in Hamm gesehen, was eine starke Heimkulisse ausmachen kann. In den kommenden Partien brauchen wir die Unterstützung unserer Fans.“

Am Sonntag geht es für die Jungs um Trainer Christian Prokop weiter in der zweiten Bundesliga. Dann steht der SV Henstedt-Ulzburg ins Haus. Angeworfen wird um 17 Uhr in der Arena Leipzig. Am Mittwoch empfängt der SC DHfK dann im Achtelfinale des DHB-Pokals Balingen-Weilstetten. Beginn ist 19.30 Uhr.

SC DHfK:

Storbeck, Tovas; Semper 1, Emanuel 1, Krzikalla 2, Pöter 3/2, Oehlrich 1, Binder 4, Greß 1, Roschek, Weber 10/4, Milosevic 3, Pechstein 1.

Johannes Angermann

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