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Zwischenzeitlich Acht Tore Rückstand: SC DHfK Leipzig siegt dennoch in Hannover

Handball-Bundesliga Zwischenzeitlich Acht Tore Rückstand: SC DHfK Leipzig siegt dennoch in Hannover

Der SC DHfK Leipzig hat am Mittwochabend mit 25:24 (11:15) gegen Hannover-Burgdorf gewonnen. Nach einer ersten Halbzeit zum Vergessen, die Prokop-Truppe lag zwischenzeitlich mit acht Toren hinten, kämpfte sich das Team wieder heran. Hannover musste dem Anfangstempo Tribut zollen.

Nach hartem Kampf feiert der SC DHfK Leipzig den Sieg gegen Hannover-Burgdorf.

Quelle: Oliver Vosshage

Leipzig. Der SC DHfK hatte in Hannover arge Startschwierigkeiten. Zwar traf Niclas Pieczkowski zur 1:0-Führung. Doch die Recken glichen umgehend aus, gingen alsdann in Führung und die Leipziger hechelten von nun an hinterher. Nachdem Alen Milosevic in der 8. Minute für zwei Minuten von der Platte ging, traf Kai Häfner mit einem Doppelschlag. Leipzig wurde kalt erwischt, war komplett von der Rolle. „Unsere Abwehr stand von Anfang an nicht gut“, sagte DHfK-Handball-Manager Karsten Günther nach der Partie. „Ab der 10. Minute haben wir dann total überhastet reagiert.“ Unzählige Fehler der Grün-Weißen waren die Folge. Schon in der zwölften Minute musste Leipzigs Trainer Christian Prokop – beim Stand von 8:4 für die Heimmannschaft – eine Auszeit nehmen.

Als ob die grün-weißen Gäste beim Klister gegeizt hätten, verloren sie immer wieder den Ball. Der sonst so stabile Max Janke gab vier Mal kurz hintereinander das Leder her und wurde aus dem Spiel genommen. Keine 20 Minuten waren gespielt, da lag der DHfK mit 13:6 hinten. Hannover, das in diesem Jahr noch nicht einen Sieg geholt hatte, erarbeitete sich die Sieben-Tore-Führung hart. Prokop nahm die nächste Auszeit. Doch Morten Olsen setzte zum nächsten Tiefschlag an und traf in der 23. Minute zum 14:6. Leipzig hingegen rannte sich in der Abwehr fest oder scheiterte am blitzschnellen Keeper Malte Semisch. Eine Überzahlsituation und einen Siebenmeter-Wurf später lagen die Sachsen gar beim Stand von 15:7 mit acht Toren hinten. Mit Wut im Bauch brachten die Leipziger den ersten Durchgang zu Ende, kämpften sich nochmal auf 15:11 heran. Ein letzter Treffer von Lucas Krzikalla zählte nicht mehr. „Wir haben eine tolle Moral gezeigt. Schon zum Ende der ersten Halbzeit haben wir uns wieder heran gekämpft“, so Günther.

Der DHfK Leipzig zeigt sein wahres Gesicht

Nach der Pause trat ein vollkommen anderer SC DHfK auf die Platte. Die Leipziger agierten konzentriert und setzten die Hannoveraner unter Druck. Binnen zehn Minuten hatte sich Leipzig auf ein 20:18 herangearbeitet. Nur Semisch im Kasten bewahrte den Hausherren die Führung. Allmählich sah man bei den Niedersachsen die Kräfte schwinden. Hatte das Team von Trainer Jens Bürkle im ersten Durchgang alle Körner verschossen? Zehn Minuten vor Schluss setzte Aivis Jurdzs einen wahren Kracher in die Maschen der Hannoveraner: der 22:21-Anschlusstreffer für Leipzig. „Vortmann hat Klasse gehalten“, so der Manager über den starken Keeper. „Und aus dem Rückraum hat Janke für Gefahr gesorgt.“ Die Recken mobilisierten nochmal alle Kräfte: Binnen einer Minute fielen zwei Tore und Hannover-Burgdorf lag wieder drei Tore vorn.

Leipzig kämpfte verbissen weiter: In der 55. Minute kam Andreas Rojewski – mit neun Toren bester Schütze – zum Abschluss. Damit war der SC DHfK wieder auf einen Treffer ran. Kapitän Lukas Binder traf von Linksaußen zum Ausgleich. Keine 30 Sekunden später war es erneut Binder, der die Leipziger in Führung (56. Minute ) brachte. Hannover kroch nur noch auf dem Zahnfleisch. Bürkle nahm eine Auszeit für seine Mannschaft. Die Prokop-Sieben spielte die Partie herunter. Der Leipziger Trainer zog in der Schlussminute nochmal die grüne Karte, nahm eine Auszeit. Ein letzter Konter der Hannoveraner ging ins Tor-Aus. Der SC DHfK Leipzig gewann mit 25:24. Damit steht für die Leipziger eins fest: Zum Ende der Spielzeit 2016/2017 hat das Team einen einstelligen Tabellenplatz sicher. „Man sieht, dass wir auch zum Ende der Saison noch eine Entwicklung machen können“, zeigt sich Günther zufrieden.

Statistik

TSV Hannover-Burgdorf

Ziemer (TW); Semisch (TW); Johannsen (3); Mortensen (4/2); Patrail (4), Hykerud; Lehnhoff; Häfner (3); Karason (3); Schmidt (3); Olsen (3); Christophersen; Kastening (1)

Strafen: 6 Minuten

SC DHfK Leipzig

Vortmann (TW); Putera (TW); Semper; Rojewski (9/2); Jurdzs (1); Krzikalla (3); Binder (2) Janke (6); Pieczkowski (2); Sommer; Roscheck; Meschke; Milosevic (2)

Strafen: 8 Minuten

Zuschauer: 4100

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