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Becker in Halle als erster Deutscher weiter

Tennis Becker in Halle als erster Deutscher weiter

Nur ein deutscher Tennisprofi musste am ersten Turnier-Tag im westfälischen Halle ran. Es war ein Routinier, der sich glücklich von den Zuschauern verabschiedete.

Halle/Westfalen. Erstmals seit sechs Jahren hat Routinier Benjamin Becker das Achtelfinale des ATP-Tennisturniers im westfälischen Halle erreicht.

Nach einer souveränen Vorstellung gegen Ernests Gulbis überstand der 34-Jährige als erster Deutscher sein Auftaktmatch des mit rund 1,8 Millionen Euro dotierten Rasenevents, bei dem Roger Federer als ein Topfavorit gilt. Mit 7:5, 6:3 bezwang der Mettlacher den früheren Top-Ten-Spieler aus Lettland.

"Ich bin froh, dass ich durchgekommen bin", sagte die Nummer 114 der Welt. "Es ist mir ganz gut gelungen, mich auf mich selbst zu konzentrieren. Rasen ist sowieso immer der Belag, auf dem ich gut spiele, auf dem ich immer Spaß habe." Nach 1:28 Stunden nutzte Becker seinen zweiten Matchball und verließ mit einem kurzen Winken den Center Court. Dank des Dachs konnte er am verregneten Montag sein Match ohne Unterbrechung beenden.

Bei seinen Auftritten 2012 und 2014 war Becker nie über die erste Runde hinausgekommen, nachdem er 2010 schon einmal bis ins Halbfinale vorgestoßen war. Als Nächstes könnte der Qualifikant nun dem 19-jährigen Alexander Zverev gegenüberstehen. Der Hamburger muss aber erst gegen den French-Open-Achtelfinalisten Viktor Troicki aus Serbien bestehen. Zverev blieb am ersten Turnier-Tag ebenso wie vier weitere deutsche Teilnehmer spielfrei.

Erst am Mittwoch steht Federers erster Auftritt gegen den Warsteiner Wildcard-Inhaber Jan-Lennard Struff auf dem Programm. Trotz der überraschenden Halbfinal-Niederlage gegen den Österreicher Dominic Thiem und der bisher verkorksten Saison geht der Schweizer Titelverteidiger zuversichtlich in das Turnier. Er strebt seinen neunten Erfolg bei der Traditionsveranstaltung an. "Ich denke schon, dass etwas machbar ist", meinte der Halle-Rekordsieger. "Ich bin durch den ersten Muskelkater durch. Von daher denke ich, dass es von jetzt an einfacher wird."

Nach seinem Halbfinal-Aus bei den Australian Open gegen Novak Djokovic Ende Januar hatte sich der 17-malige Grand-Slam-Sieger den Meniskus gerissen. Später plagte er sich auch mit Rückenproblemen, seine Teilnahme an den French Open hatte er abgesagt. "Der Rost ist noch da, der braucht seine Zeit", sagte der 34-Jährige. Erst in Stuttgart in der vergangenen Woche war er auf die Tour zurückgekehrt. In Halle will er weiter an seiner Form für Wimbledon feilen, das in zwei Wochen beginnt.

dpa

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