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Kanadischer Tennisspieler schießt Schiri ab

Tennis Kanadischer Tennisspieler schießt Schiri ab

Was für ein Ende einer Davis-Cup-Partie. Weil der Kanadier Shapovalov aus Verärgerung den Ball wegschlug und dabei den Schiedsrichter im Gesicht traf, wurde er disqualifiziert.

Denis Shapovalov: «Ich fühle mich einfach schrecklich, dass ich mein Team und mein Land im Stich gelassen habe.»

Quelle: Justin Tang

Ottawa. Der Übeltäter war selbst am meisten geschockt. "Ich schäme mich unglaublich", sagte der kanadische Tennisspieler Denis Shapovalov, nachdem er für das wohl kurioseste Ende einer Begegnung in der Geschichte des Davis Cups gesorgt hatte.

Shapovalov wurde im entscheidenden fünften Einzel der Erstrundenpartie zwischen Kanada und Großbritannien gegen den Briten Kyle Edmund disqualifiziert, weil er verärgert über einen eigenen Fehler den Ball wegschlug - und dabei unabsichtlich den Schiedsrichter Arnaud Gabas im Gesicht traf. Der Tennis-Weltverband ITF teilte zudem mit, Shapovalov müsse wegen seines Verhaltens eine Geldstrafe von 7000 US-Dollar (6487 Euro) zahlen.

Das Spiel wurde sofort beim Stand von 6:3, 6:4, 2:1 für Edmund gewertet, das britische Team setzte sich mit 3:2 durch. Auch ohne den Weltranglisten-Ersten Andy Murray schafften die Briten so den Sprung ins Viertelfinale.

Der 17 Jahre alte Shapovalov erkundigte sich sofort nach dem Befinden des Unparteiischen, suchte den Referee auch später in dessen Kabine auf. "Zum Glück ging es ihm gut, aber selbstverständlich ist mein Verhalten inakzeptabel", sagte der Junioren-Champion von Wimbledon.

"Ich fühle mich einfach schrecklich, dass ich mein Team und mein Land im Stich gelassen habe", sagte der Shootingstar des kanadischen Tennis. "Ich verspreche, dass es das letzte Mal war, dass ich so etwas getan habe." Seine Teamkollegen nahmen den Teenager direkt in Schutz. "Niemand ist netter oder benimmt sich als 17-Jähriger besser als Shapovalov", twitterte Vasek Pospisil. "Jeder konnte heute sehen, dass es ein Unfall war. Das kann jedem passieren."

Der Internationale Tennis-Verband kannte dennoch keine Gnade. Wegen Unsportlichkeit wurde Shapovalov ohne zu zögern disqualifiziert. Allerdings erkannten die Verantwortlichen auch an, dass der Kanadier den Schiedsrichter nicht absichtlich abgeschossen hatte. Dennoch folgte am Abend noch die zusätzliche Geldstrafe für den Profi.

dpa

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