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Mayer kämpft sich ins Viertelfinale von Hamburg

Tennis Mayer kämpft sich ins Viertelfinale von Hamburg

Florian Mayer ist als Erster des verbliebenen deutschen Quartetts bei den German Open in die Runde der letzten Acht eingezogen. Nach vielen Blessuren will der Franke an die Leistung vom Halbfinale vor sieben Jahren anknüpfen. Die Tennis-Fans feierten ihn bei Sonnenschein.

Florian Mayer gewann gegen den Russen Andrej Kusnezow mit 6:3, 4:6, 6:4.

Quelle: Daniel Bockwoldt

Hamburg. Tennis-Routinier Florian Mayer trumpft in Hamburg noch einmal auf. Der lange verletzte 33-Jährige zog unter dem Jubel der 3000 Fans auf dem Centre Court ins Viertelfinale der 111. German Open am Rothenbaum ein.

Der Bayreuther gewann 6:3, 4:6, 6:4 gegen den Russen Andrej Kusnezow und genoss die Atmosphäre bei strahlendem Sonnenschein. "Ich bin überwältigt", sagte der Halbfinalist von 2010. "Es ist gigantisch hier. Ich weiß, wie begeisterungsfähig das Publikum ist. Ich will hier jedes Spiel genießen."

Nun trifft er bei der mit knapp 1,5 Millionen Euro dotierten Sandplatz-Veranstaltung auf Diego Schwartzman. Der Argentiener gewann gegen Qualifikant Cedrik-Marcel Stebe 1:6, 6:4, 6:2.

Mayer erwischte einen Blitzstart, führte schon nach zwölf Minuten mit 4:1. Der ehemalige Davis-Cup-Spieler wechselte das Tempo und streute immer wieder seine gefürchteten Stopps ein. Kusnezow, der überraschend den an Nummer zwei gesetzten Pablo Cuevas aus Uruguay ausgeschaltet hatte, konnte sein Spiel nicht entfalten.

Im zweiten Durchgang retournierte der Russe allerdings aggressiver und holte sich ein frühes Break zum 2:0. Zwar konnte Mayer den 1:4-Rückstand ausgleichen, leistete sich aber bei dem zunehmenden Tempo in den Schlägen seines Gegenübers zu viele leichte Fehler. Im umkämpften dritten Satz, in dem sich der Deutsche zwischendurch den linken Knöchel hielt, hatte Mayer am Ende der 1:51 Stunden langen Partie die besseren Antworten. "Ich war mehrmals kurz vorm völligen Ausrasten", gab er zu. "Das ist das neue Tennis, was man heute spielt, entweder drin oder aus." So fand er kaum zu seinem Rhythmus.

Nun hofft der in München lebende Franke, nach den vielen Blessuren - zuletzt einem Adduktorenanriss - im Norden noch einmal an alte Stärken anknüpfen zu können und weit zu kommen. An ein Karriereende denkt er noch nicht: "Irgendwann wird der Zeitpunkt kommen. Ich werde versuchen, es so lange zu genießen, wie es geht."

Auch der spanische Sandplatzspezialist und einstige French-Open-Finalist David Ferrer musste in Runde eins kämpfen. Der Sieger des Turniers in der Vorwoche im schwedischen Bastad gewann mit 6:2, 3:6, 6:3 gegen den Georgier Nikolos Basilaschwili. Der Hamburger Finalist von 2014 trifft nun auf den argentinischen Qualifikanten Federico Delbonis, der 2013 im Endspiel stand. Ferrers spanischer Landsmann Fernando Verdasco schied gegen den Tschechen Jiri Vesely mit 6:7 (7:9), 7:6 (0:7), 3:6 aus.

dpa

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