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Rittners schwierige Entscheidung: Mit Kerber und Co.

Tennis Rittners schwierige Entscheidung: Mit Kerber und Co.

Angeführt von Angelique Kerber treten die deutschen Tennis-Damen zum Abstiegs-Relegationsspiel gegen die Ukraine an. Bundestrainerin Barbara Rittner fiel die Entscheidung über den weiteren Kader schwer. Die frühere Top-Ten-Spielerin Andrea Petkovic fehlt.

Barbara Rittner nominierte das deutsche Aufgebot.

Quelle: Bernd Weissbrod

Stuttgart. Von Anspannung im Abstiegskampf war bei Tennis-Bundestrainerin Barbara Rittner noch nichts zu spüren.

In weißer Bluse und blauer Jeans, die Hände locker in den Hosentaschen - so verriet die 43-Jährige zehn Tage vor dem eminent wichtigen Relegationsspiel gegen die Ukraine im Stuttgarter Rathaus, wen sie nach schwierigen Überlegungen nominiert hat. Neben der gesetzten Weltranglisten-Ersten Angelique Kerber sollen Julia Görges, Laura Siegemund und Carina Witthöft die deutschen Damen am 22. und 23. April vor dem Absturz in die Zweitklassigkeit retten.

Die schwächelnde Andrea Petkovic wird fehlen und auch nicht beim direkt anschließenden Porsche Grand Prix antreten. Auch Mona Barthel und Annika Beck werden im Fed Cup nur zuschauen. "Am Ende ist es entscheidend, dass wir unser bestes Tennis spielen, dann sind wir schwer zu schlagen", sagte Rittner. "Für mich ist es ein Abstiegsspiel, das wir ums Verrecken gewinnen wollen. Es war schwierig von vorne bis hinten zu nominieren."

Kerbers Platz im Team stand außer Frage. Auch ihre Form hat in dieser Saison allerdings lange Zeit Sorgen bereitet, ehe der Finaleinzug in Monterrey für Zuversicht sorgte. "Momentan bin ich wieder besser gestimmt", erklärte Rittner. "Sie hat noch nicht so gutes Tennis gezeigt. Ich habe das Gefühl, das kommt jetzt zurück. Ich glaube, dass sie die tragende Rolle spielen wird und muss."

Kerbers Bilanz gegen die ukrainische Spitzenspielerin Jelina Switolina macht jedoch wenig Mut: Die vergangenen drei Vergleiche hat die zweimalige Grand-Slam-Siegerin verloren. Und nur mit einer starken Nummer eins wird der Finalist von 2014 den Gang in die Zweitklassigkeit wohl vermeiden können. Für den Ruf des deutschen Tennis wäre ein Abstieg verheerend. Im August soll allerdings darüber entschieden werden, ob die Weltgruppe auf 16 Teams aufgestockt wird.

Am Ostersonntag trifft sich das deutsche Team in Stuttgart. Bis zur Auslosung am darauf folgenden Freitag wird Rittner festlegen, ob Sandplatzspezialistin und Stuttgart-Finalistin Siegemund (Metzingen/Weltranglisten-37.), Doppel-Expertin Görges (Bad Oldesloe/46.) oder Aufsteigerin Witthöft (Hamburg/69.) das zweite Einzel neben Kerber bestreitet. Zum Team der Ukraine zählen neben Switolina noch Lessia Zurenko, Olga Sawtschuk und Nadja Kitschenok.

Begleitet wird der Fed Cup vom direkt im Anschluss anstehenden Porsche Grand Prix. Die Qualifikation für das Heim-Turnier findet parallel zum Fed Cup statt. Da außer Kerber keine Deutsche qualifiziert ist, müssen aus dem Trio Görges, Siegemund und Witthöft voraussichtlich zwei Spielerinnen auf einen Start verzichten. Eine Wildcard hält der Veranstalter noch für eine deutsche Spielerin bereit. Die andere ging an die Russin Maria Scharapowa, die mit ihrem Comeback nach ihrer Dopingsperre für Trubel sorgen wird. Die Situation sei "sehr unglücklich und traurig", sagte Rittner.

Die eigentliche Gute-Laune-Frau Petkovic verzichtet auf die Qualifikation bei dem Sandplatzevent. Statt vor deutschem Publikum wolle die Darmstädterin in Istanbul antreten, sagte Rittner. Sie werde auch nicht als Trainingspartnerin vor Ort sein. "Ohne Selbstvertrauen kann sie ihrer Rolle nicht gerecht werden", begründete die Bundestrainerin ihren Verzicht. Beim Viertelfinal-Aus auf Hawaii gegen die USA hatte Petkovic ihre beiden Einzel verloren, Kerber hatte wegen der Reisestrapazen verzichtet.

dpa

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