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Stich verärgert über DTB-Vergabe des Rothenbaum-Turniers

Tennis Stich verärgert über DTB-Vergabe des Rothenbaum-Turniers

Hamburg steht als ATP-Tennis-Standort auf der Kippe. Turnierdirektor Stich darf die German Open nur noch 2018 ausrichten, dann übernimmt der Österreicher Reichel. Stich: Das Verfahren war nicht fair.

Ist sauer auf den Deutschen Tennis Bund: Michael Stich.

Quelle: Daniel Bockwoldt

Hamburg. Michael Stich ist verärgert über den Deutschen Tennis-Bund (DTB) und befürchtet eine Verödung des Tennisstandorts Hamburg.

Am Wochenende hatte der DTB nicht dem Wimbledonsieger den Zuschlag gegeben für die Ausrichtung des Tennisturniers am Hamburger Rothenbaum von 2019 an, sondern dem Österreicher Peter-Michael Reichel, Ausrichter des Nürnberger Damenturniers. "Das Verfahren war nicht fair und transparent", sagte Stich und folgerte: "Man muss feststellen, dass der DTB  mit uns anscheinend nicht arbeiten möchte." Stich richtet das Turnier seit neun Jahren aus.

Die Konkurrenzangebote sollen sich auf gleichem Niveau bewegt haben, sagte Stich. Gemeinsam mit der HSE habe er im April zunächst 470 000 Euro geboten und im Juni ein verbessertes Angebot über 570 000 Euro vorgelegt. Schließlich wurde die Offerte kurz vor der Abstimmung im DTB auf 670 000 Euro erhöht. "Deshalb ist man von den Socken, dass es nicht gereicht haben soll", sagte HSE-Geschäftsführer Detlef Hammer. Der DTB gibt als Begründung den Ablauf der Bieterfrist am 30. April an. Stich: "Dieser Termin war nie klar."

"Wir haben große Sorge, dass dieses Turnier aus Hamburg verschwindet", mahnte Stich. Reichel hat sich lediglich verpflichtet, die German Open in Deutschland auszurichten. Im nächsten Jahr wird Stich sein letztes Turnier am Rothenbaum organisieren. "Wir werden uns dafür einsetzen, dass es weiterhin Tennis in Hamburg geben wird - in welcher Form auch immer", meinte er. Als Turnierdirektor wolle er nicht für Reichel arbeiten. "Wir sind als Team angetreten", sagte der Wimbledonsieger und Olympiasieger von 1992.

Reichel ließ seine Pläne weitegehend im Dunkeln. "Wir wollen prinzipiell in Hamburg bleiben, aber nicht um jeden Preis", sagte er dem "Hamburger Abendblatt" (Dienstag). Der designierte Ausrichter erwägt einen Wechsel des Belags von Sand auf Hartplatz. "Wenn die ATP mitspielen würde, wäre das eine Überlegung wert", sagte Reichel.

Um sowohl Belag als auch Termin ändern zu können, will der Österreicher "Gespräche mit dem DTB, der ATP und noch anderen" führen. "Wir müssen jetzt sehen, wie die anstehenden Gespräche mit der Stadt Hamburg laufen werden." Reichel erwartet finanzielle Unterstützung der Stadt bei der Sanierung der Anlage und dem jährlichen Turnier.

Als Größenordnung gab er beim WTA-Turnier in Linz 800 000 Euro an. Hamburg gewährt jährlich maximal 100 000 Euro. Sportstaatsrat Christoph Holstein hat vor übertriebenen Erwartungen gewarnt. Es solle "niemand glauben, dass sich die Stadt unter Druck setzen lässt", sagte er. Grundsätzlich sei man aber gesprächsbereit.

dpa

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