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Tennis-Routinier Mayer vor womöglich letzter Saison

Tennis Tennis-Routinier Mayer vor womöglich letzter Saison

Florian Mayer hat sein erstes Hauptrunden-Match in diesem Jahr gewonnen, es war überhaupt sein erstes seit mehr als sieben Monaten. Eine Adduktorenblessur hatte ihm lange zugesetzt. Jetzt greift er noch einmal an - womöglich in der letzten Saison seiner Karriere.

München. Erleichtert und zufrieden ließ Florian Mayer beim Tennisturnier in München den Erstrundensieg über Matthias Bachinger Revue passieren, sein erstes Match in einem ATP-Hauptfeld seit mehr als sieben Monaten.

"Das war ein super Auftakt für mich nach so langer Pause", meinte der der 32 Jahre alte Bayreuther nach dem 6:4, 6:4. Wegen einer Adduktorenverletzung hatte Mayer seit September 2015 gefehlt. Nun greift er nochmal an - in seiner womöglich letzten Saison.

"Ich werde älter", räumte der Oberfranke ein, als er gefragt wurde, wie hart es sei, sich nach so einer Blessur wieder fit zu machen für Turniere wie die BMW Open. "Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger."

Sein im Oktober 2015 erlittener Sehnenanriss an den Adduktoren sei zwar wieder völlig geheilt, berichtete Mayer. "Ich gehe davon aus, dass ich das nicht wieder kriegen werden." Von seiner Bestform ist er aber noch entfernt, kein Wunder nach so langer Zwangspause. "Spielerisch bin ich zufrieden, auch der Aufschlag kam ganz gut. Es gibt aber noch Kleinigkeiten, an denen ich arbeiten muss."

In der Partie gegen Bachinger griff sich Mayer immer wieder an die Hüfte, er spürte einen Muskelkater nach der kniffligen Qualifikation am Wochenende. "Matchbelastung ist eben etwas anderes", betonte er.

Der Umweg über die Quali hätte dem Bayreuther erspart werden können, wenn ihn die Organisatoren mit einer Wildcard ausgestattet hätten - immerhin stand er in der bayerischen Landeshauptstadt 2011 im Finale. Nun hofft er auf Fixplätze bei anderen Turnieren hierzulande, etwa in Stuttgart, Halle oder Hamburg. "Ich wäre schon enttäuscht, wenn ich für kein deutsches Turnier eine Wildcard erhalten würde", stellte er klar und erinnerte daran, dass er jahrelang hinter Tommy Haas und Philipp Kohlschreiber die Nummer drei im deutschen Tennis war. "Ich denke, dass man das würdigen kann."

Kohlschreiber ist der nächste Gegner im Achtelfinale des mit 520 070 Euro dotierten Sandplatzevents. "Das ist eine Herausforderung. Aber er ist der Favorit, und ich kann locker spielen", meinte Mayer.

Ob dies möglicherweise schon sein letzter Auftritt in München ist, konnte Mayer nicht sagen. "Ich will dieses Jahr spielen, und dann sehe ich weiter." Während seiner Verletzungspause machte er übrigens eine Ausbildung als Personal Trainer, wie er verriet. Für die Zeit nach der aktiven Karriere scheint er sich schon vorbereitet zu haben.

dpa

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