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Titelverteidiger Wawrinka: Glücklich über Halbfinale

Tennis Titelverteidiger Wawrinka: Glücklich über Halbfinale

Abgesehen von einer Zitterpartie zum Auftakt der French Open ist Titelverteidiger Stan Wawrinka auf überzeugende Weise erneut ins Halbfinale vorgestoßen. Vor dem Halbfinale gegen Andy Murray betont der Schweizer, der Vorjahressieg bedeute keinen Druck - im Gegenteil.

Paris. Deutlich entspannter scheint da der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic. Er geht mit einem Regenschirm auf dem Platz spazieren. Er macht mit einem Ballkind die La-Ola-Welle. Er lässt sich einen gelben Regenhut aufsetzen, wie ihn Seeleute tragen. Die Faxen, mit denen der Serbe gern die vom Regen geplagten Zuschauer bei den French Open unterhält, macht Wawrinka nicht. Dafür hat der Schweizer - anders als Djokovic - mit seinem letztjährigen Finalsieg gegen den Serben schon das Turnier in Paris gewonnen. Und Wawrinka kann seinen Titel noch verteidigen.

"Ich bin wirklich glücklich, ein weiteres Halbfinale hier zu spielen, besonders wegen der Art und Weise, wie ich spiele", sagte Wawrinka nach seinem glatten Viertelfinal-Erfolg über den Spanier Albert Ramos-Vinolas. Am Freitag gilt's allerdings, dann gibt es im Halbfinale das erste diesjährige Duell zweier Stars gegen den Weltranglisten-Zweiten Andy Murray.

Der Brite steht zum vierten Mal unter den besten Vier im Stade Roland Garros und strebt nach Olympia, Wimbledon und den US Open seinen nächsten großen Titel an. Wawrinka hat auch schon die Australian Open gewonnen, sieht sich aber trotzdem nicht auf einer Höhe mit den ganz Großen wie Djokovic, Murray, Rafael Nadal und natürlich seinem Landsmann Roger Federer, mit dem er 2008 Olympiasieger im Doppel war und den Davis Cup für die Schweiz holte.

Bescheidenheit und Konzentration auf sein Spiel sind zwei Wesenszüge von Wawrinka. Vielleicht läuft es seit einigen Wochen deswegen wieder besser beim frankophonen West-Schweizer. Nach bis dahin eher enttäuschenden Ergebnissen auf Sand gewann der 31-Jährige direkt vor den French Open sein Heimturnier in Genf. In Paris lief es abgesehen vom mühsamen Auftakt gegen den Tschechen Lukas Rosol bislang rund. Er habe er die Wasserhähne zugedreht, erklärte Wawrinka nach dem Viertelfinale und meinte damit, er habe alle äußeren Einflüsse ausgeblendet und sich nur auf das Match fokussiert.

Druck wegen seines Vorjahrestriumphes verspürt Wawrinka nicht, eher im Gegenteil. "Das nimmt mir viel Druck. Ich habe gewonnen, das ist ein Fakt. Ich hatte niemals gedacht, hier zu gewinnen", sagte der Weltranglisten-Vierte. Vergleiche mit dem vergangenen Jahr lehnt er ab. Sein schwedischer Trainer Magnus Norman erklärte das so: "Jedes Turnier ist ein neues Turnier. Hierher zu kommen, um den Titel zu verteidigen - so denkt Stan nicht. Du fängst jedes Jahr bei Null an."

Im direkten Vergleich führt Murray noch 8:7, die letzten drei Duelle gewann aber allesamt Wawrinka, darunter auf Sand. Doch das ist schon drei Jahre her, Murray hat sich seitdem noch einmal auf dem langsamen Belag verbessert und bescheinigt seinerseits dem nächsten Gegner: "Er hat jetzt hier zwei Jahre lang großartiges Tennis gespielt, ist seit ein paar Jahren vorn dabei und verbessert sich immer noch. Er spielt hier von Match zu Match besser. Das wird sehr schwer."

Gut möglich, dass Wawrinka am Freitag auch mal den Schläger wechselt. Und dabei doch einen ganz kleinen Show-Effekt zeigt. Dass er im Tennis-Zirkus das lange Stanislas gegen das kürzere Stan eingetauscht hat, wird auch auf der Schutzfolie seines Rackets sichtbar. Dort ist sein Sitzname aufgedruckt: Stan the man.

dpa

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