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Witthöft bei French Open als letzte Deutsche raus

Tennis Witthöft bei French Open als letzte Deutsche raus

Das war's. In Paris sind alle Deutschen raus. Als letzte scheiterte Carina Witthöft am Sonntag in der dritten Runde an der Tschechin Karolina Pliskova. Dabei hatte sie schon vor der Partie mit ungewohnten Hindernissen zu kämpfen.

Carina Witthöft schied als letzte deutsche Spielerin bei den French Open aus.

Quelle: Petr David Josek

Paris. Erst wurde Carina Witthöft von einem Security-Mann in die Irre geführt, dann fand die letzte verbliebene Deutsche bei den French Open in der Nummer drei der Welt ihre Meisterin.

Nach dem 5:7, 1:6 der Hamburgerin in der dritten Runde gegen die Tschechin Karolina Pliskova geht das zweite Grand-Slam-Turnier der Saison in Paris ohne deutsche Beteiligung weiter. Witthöft hatte als einzige von 13 deutschen Tennisprofis bei den Damen und Herren überhaupt die zweite Runde überstanden, was schon zuvor das schlechteste deutsche Ergebnis seit neun Jahren bedeutete.

Gegen Pliskova zeigte die 22-Jährige einen Satz lang eine starke Leistung und war der US-Open-Finalistin ebenbürtig. Doch dann lief bei Witthöft nicht mehr viel zusammen, weshalb sie weiter auf den ersten Achtelfinal-Einzug bei einem der vier wichtigsten Turniere der Welt warten muss. Nachdem die Partie am Samstag wegen Regens um einen Tag verschoben werden musste, verwandelte Pliskova nach 70 Minuten ihren ersten Matchball.

"Ich habe leider völlig den Faden verloren", sagte Witthöft nach der Niederlage. "Ich habe gemerkt, dass sie gewackelt hat und dass ich sie schlagen kann. Aber dann lief im zweiten Satz irgendwie nichts mehr zusammen", sagte die Fed-Cup-Spielerin, die erstmals in Paris in der dritten Runde stand. "Deshalb bin ich im Moment schon ziemlich enttäuscht."

Witthöft erschien mit rund sieben Minuten Verspätung auf dem Court 3 und ließ ihre Gegnerin damit erst einmal warten. Über den Grund musste die Norddeutsche selbst ein bisschen schmunzeln. "Der Security-Mann wusste den Weg nicht", erzählt Witthöft, die deshalb einen etwas längeren Weg zum Platz nehmen musste.

Im Spiel gab Witthöft dann zwar zunächst ihren Aufschlag ab, hielt die Partie danach aber offen. Zum 2:2 nahm sie der klaren Favoriten selbst den Aufschlag ab und war damit zurück in der Begegnung. Insgesamt machte die Norddeutsche in dieser Phase vier Spiele in Serie und lag sehr zur Freude der zahlreichen deutschen Fans auf einmal mit 4:2 vorn. Auch Ulrich Klaus, Präsident des Deutschen Tennis Bundes, war von der couragierten Leistung begeistert.

Die Hamburgerin bewegte sich anfangs gut und hielt den Ball gekonnt im Spiel. Das reichte gegen Pliskova, der allein im ersten Durchgang 19 vermeidbare Fehler unterliefen. Allerdings schlug die Tschechin auch 22 Winner und wehrte Witthöft damit ab. Zum 3:4 schaffte sie das Re-Break, nach 46 Minuten holte sie sich den ersten Abschnitt mit 7:5. Auch weil Witthöft im letzten Aufschlagspiel der Tschechin drei Breakbälle nicht nutzen konnte. "Da hat sie einfach unglaublich gut gespielt und gezeigt, warum sie eine Spitzenspielerin ist", sagte Witthöft anerkennend.

Ihr Widerstand war damit gebrochen. Die deutsche Meisterin verlor zu Beginn des zweiten Satzes sofort ihr Service und bewegte sich nicht mehr so gut wie zu Beginn. Daraus resultierten nun viele leichte Fehler, die es Pliskova leicht machten.

Die 25-Jährige ist damit nur noch drei Siege davon entfernt, Angelique Kerber als Nummer eins der Welt abzulösen. Pliskova muss dafür beim mit 33,8 Millionen Euro dotierten Sandplatz-Event das Finale erreichen. Kerber war in Paris gleich in der ersten Runde an der Russin Jekaterina Makarowa gescheitert und hatte ihre Talfahrt damit fortgesetzt.

dpa

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