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1. FC Lok Lok unterliegt im Stadt-Duell gegen RB Leipzig – Zuschauerrekord gebrochen, Beck im Stadion
Sportbuzzer 1. FC Lok Lok unterliegt im Stadt-Duell gegen RB Leipzig – Zuschauerrekord gebrochen, Beck im Stadion
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17:12 02.09.2012
Der 1. FC Lok Leipzig hat das Stadtduell gegen RB am Sonntag deutlich mit 1:3 (0:1) verloren. Quelle: Christian Nitsche
Leipzig

Das Team von Trainer Marco Rose verlor das Stadtderby am Sonntag klar mit 1:3 (0:1). Die Tore für die Gäste schossen Juri Judt (29.), Stefan Kutschke (55.) sowie Thiago Rockenbach da Silva (85.). Praktisch mit dem Schlusspfiff schaffte Lok durch Fatih Alemdar den Anschlusstreffer.

„Es gab keinen Zweifel: Wir haben verdient gewonnen. Mein Team hat Willen und Charakter gezeigt. Genau die Fußball-Tugendenden, bei denen man vorher dachte, der Gegner könnte uns damit schlagen“, zeigte sich RB-Coach Alexander Zorniger nach der Partie sichtlich zufrieden.

Zufrieden war auch Lok-Coach Rose – trotz der Niederlage. „Man hat immer gemerkt, meine Mannschaft wollte, hat alles probiert und alles rausgehauen. Da muss ich ihr ein Lob aussprechen – auch wenn sich das Ergebnis nicht gut anfühlt“. RB habe allerdings individuell mehr Klasse gehabt.

Einig waren sich auch beide Trainer, als es um die Stimmung der beiden Fanlager ging: „Leipzig hat im Stadion ein Fußballfest erlebt“, sagten sie unisono. Doch nicht nur die Fans sorgten von Beginn an für ein Spektakel. Auch die Spieler auf dem Platz zogen mit. Es entwickelte sich eine temporeiche Partie, bei der jedoch die Roten Bullen spielbestimmend waren. Das Team um Zorniger griff die Lok-Spieler sofort an, so dass diese sich über 20 Minuten nicht aus dem eigenen Strafraum befreien konnten. Die Gelb-Blauen wehrten sich mit aller Macht, hatten zudem Glück, dass Keeper Christopher Gäng in der 13. Minute den Schuss von RB-Kapitän Daniel Frahn im Nachfassen klären konnte.

Bei der zweiten Großchance der Roten Bullen hatte Gäng jedoch nichts mehr entgegenzusetzen: Nachdem RB-Torhüter Fabio Coltorti eine Ecke klärte, schlug er einen weiten Pass in den Strafraum von Lok. Dort nutzte Juri Judt eine Unachtsamkeit des Gegners und lief frei über die linke Außenbahn auf Gäng zu. Dieser stürmte auf den Abwehrspieler raus, so dass Judt nur noch den Ball über den Keeper drüberlupfen brauchte und RB mit 1:0 (23.) in Führung brachte.

Lok ließ sich von dem Rückstand nicht beirren, kam zunehmend besser ins Spiel. Das Resultat: In der 33. Minute kam der Aufsteiger erstmals zu einer Torchance. Neuzugang Kevin Walthier, der zuvor auffälligster Spieler auf Seiten des Gastgebers war, wurde auf der rechten Seite frei gespielt. Walthier passte zurück in die Mitte wo Rico Engler stand. Dieser kam jedoch nicht mehr an den Ball heran, weil Fabian Franke zuvor geklärt hatte.

„Wir haben uns am Anfang schwer getan. Aber danach hatten wir Phasen, wo wir gleichwertig waren“, befand Lok-Kapitän Jens Werner. Sein Trainer hätte sich gewünscht, „dass wir noch mutiger agieren können. Aber man sieht, dass wir spielerisch noch in der Entwicklung stecken“.

Nach dem Seitenwechsel knüpfte RB sofort wieder an das druckvolle Spiel der ersten Halbzeit an und erspielte sich gleich zu Beginn mehrere Tormöglichkeiten. Eine davon nutzte Stefan Kutschke per Kopf, nachdem Rockenbach da Silva in den Strafraum reingeflankt hatte. Zuvor war jedoch Felix Bachmann verletzt im Strafraum liegengeblieben, was zu Irritationen der Lok-Spieler führte.

In der 61. Minute dann die entscheidende Möglichkeit für Lok zum Anschlusstreffer: Engler gewinnt nach einer Flanke von der linken Seite das Kopfballduell gegen Niklas Hoheneder. Allerdings setzte der 25-Jährige den Ball an den rechten Pfosten.

Christian Beck auch im Stadion

In der Folge flachte die Partie spielerisch zunehmend ab, bei dem RB kurz vor Spielende Rockenbach auf 3:0 erhöhte. Als die Kabine schon winkte, ergab sich die Gelegenheit für Lok. Fatih Alemdar wusste sie zu nutzen und verkürzte zum 1:3-Endstand. „Im Vergleich zum ersten Saisonspiel war das ein riesiger Unterschied“, freute sich Timo Röttger über den Sieg.

Am Rande des Spiels gab Team-Manager Steffen Kubald bekannt, dass Albert Spahiu verpflichtet wurde. Der im Kosovo geborene Schweizer Nationalbürger konnte noch vor Transferende von Rose aus der Mainzer U23-Mannschaft zu Lok gelotst werden. (Noch) nicht verpflichtet, aber ebenfalls im Stadion war Christian Beck.

Statistik:

Lok:

Gäng – Krug, Bachmann, Werner (Brumme, 67.), Alemdar, Kittler, Seifert, Walthier, Engler, Wendschuch (Grandner, 59.), Theodosiadis (Rolleder, 79.).

RB:

ColtortiRockenbach da Silva, Frahn, Judt, Röttger (Ernst, 86.), Kutschke (Kammlott, 81.), Hoheneder, Kaiser, Franke, Heidinger (Schulz, 73.), Mueller.

Tore:

0:1 Judt (29.), 0:2 Kutschke (55.), 0:3 Rockenbach da Silva (85.), Fatih Alemdar (90.+3)

Zuschauer:

24.795

Anne Kunze

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