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Wegen Sicherheitsauflagen: Lok-Fans müssen gegen Dynamo II im RB-Block stehen

Wegen Sicherheitsauflagen: Lok-Fans müssen gegen Dynamo II im RB-Block stehen

Die Fans des 1. FC Lok Leipzig müssen im Aufstiegskampf eine bittere Pille schlucken. Das letzte Saisonheimspiel am 13. Mai tragen die Probstheidaer aus Sicherheitsgründen nicht im heimischen Bruno-Plache-Stadion, sondern in der Red Bull Arena aus.

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Die Fans des 1. FC Lok Leipzig müssen im Aufstiegskampf eine bittere Pille schlucken. Das letzte Saisonheimspiel am 13. Mai tragen die Probstheidaer aus Sicherheitsgründen nicht im heimischen Bruno-Plache-Stadion, sondern in der Red Bull Arena aus.

Quelle: Hendrik Schmidt

Leipzig. Gegner ist die zweite Mannschaft von Dynamo Dresden. Der Anstoß ist um 13.30 Uhr.

Die Leipziger Anhänger müssen bei dieser Partie neben dem Stadion auch den Fanblock wechseln. Die Blau-Gelben dürfen nicht wie gewohnt bei Spielen in der WM-Arena den Sektor D nutzen, sondern müssen auf die gegenüberliegende Seite in den Sektor B ausweichen. Dort stehen sonst die Anhänger des Lokalrivalen Rasenballsport.

„Der Wechsel wurde im Verein kontrovers diskutiert“, berichtete Lok-Sprecher Carsten Muschalle. Der Club habe aber keine andere Wahl gehabt. Laut Muschalle wurde die Partie von der Polizei und dem Ordnungsamt als Sicherheitsspiel eingestuft. In den Gästeblock im Bruno-Plache-Stadion finden nur 500 Besucher einen Platz. Am 13. Mai wird aber eine größere Abordnung aus Dresden erwartet. Der Grund: Die Saison in der zweiten Bundesliga ist an diesem Tag bereits beendet und die erste Elf hat damit spielfrei.

Für gewöhnlich werden die Begegnungen der zweiten Mannschaften in der Oberliga auf den selben Zeitpunkt angesetzt wie die der ersten Vertretungen. Damit soll verhindert werden, dass Fans in die unteren Ligen ausweichen und die historisch gewachsene Rivalität dort ausleben.

„Wir wissen das einige Fans Berührungsängste haben“, so Muschalle. Der 1. FC Lok habe aber keine Möglichkeit gehabt, gegen die Auflage vorzugehen. Der Vereinssprecher hofft trotzdem auf eine stimmgewaltige Unterstützung. Schließlich gehe es für die Mannschaft noch um den Aufstieg in die Regionalliga.

Muschalle ist bewusst, dass auch der Wechsel des Fanblocks auf die Seite unter dem Glockenturm nicht unproblematisch ist. Aber auch dies sei eine Auflage der Polizei gewesen. Damit solle verhindert werden, dass die Gästeanhänger nach dem Abpfiff den Heimweg über die Festwiese antreten müssen und es dort zu Begegnungen mit gegnerischen Fans kommen könne.

„Wir haben zunächst überlegt, den Sektor B komplett geschlossen zu halten und für unsere Fans nur Sektor C zu öffnen“, berichtet Muschalle. Dann wären aber nur Tickets für 13 Euro (ermäßigt 11 Euro) im Angebot gewesen. Die billigeren Karten für neun Euro (ermäßigt sieben Euro) hätte es dann nicht gegeben.

Das wollte der Verein seinen Anhängern nicht zumuten, da die Eintrittspreise wegen den höheren Kosten in der Red Bull Arena ohnehin schon um zwei Euro teurer sind als in Probstheida. Der Sektor A ist am Spieltag als Familienblock vorgesehen. Die Karten werden dem Verein zufolge erstmals am Donnerstag beim Spiel gegen Budissa Bautzen verkauft. Von nächsten Dienstag an sind sie im Fanshop in der Prager Straße erhältlich und auch an der Arena-Kasse. Dort wird aber eine zusätzliche Gebühr von einem Euro berechnet.

Für den 1. FC Lok bedeutet der Stadionwechsel einen organisatorischen Kraftakt. „Wir müssen unsere Bandenwerbung vom Bruno-Plache-Stadion ins ehemalige Zentralstadion bringen“, sagte Muschalle. Dafür hätten die Helfer nur einen Tag Zeit, weil am 12. Mai RB in der Regionalliga gegen Wolfsburg II spielt. Außerdem müsse der Oberligist für alle Dauerkarteninhaber ein Tagesticket ausgeben.

Matthias Roth

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