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Leutzscher Liaison: BSG Chemie Leipzig will mit TuS gemeinsame Nachwuchsteams bilden

Leutzscher Liaison: BSG Chemie Leipzig will mit TuS gemeinsame Nachwuchsteams bilden

Spielgemeinschaften sind nichts Neues. Besonders die geburtenschwachen Jahrgänge der 90er Jahre sorgen vornehmlich im Nachwuchsfußball für einen Boom diesbezüglicher Kooperationen zwischen zwei oder mitunter mehreren Vereinen.

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Logo des Leutzscher Nachwuchs von BSG Chemie und TuS Leutzsch

Quelle: BSG Chemie Leipzig e.V.

Leipzig. Doch die nun angeschobene Liaison zwischen der BSG Chemie und TuS Leutzsch ist etwas anders als die üblichen.

Zunächst wirft diese Kooperation natürlich die Frage auf, warum die Chemiker nicht mit der SG Leutzsch zusammengehen, schließlich teilen sie sich den traditionsreichen Alfred-Kunze-Sportpark als Trainings- und Spielstätte. Doch die gegenseitigen Animositäten ließen die - logistisch eigentlich sinnvollere - Kooperation „vor Ort“ offenbar nicht zu. „Wir haben beim TuS angefragt, weil absehbar war, dass es mit der SG Leutzsch schwierig werden würde“, begründet das neue Chemie-Vorstandsmitglied Frank Kühne.

Beim TuS leidet man ebenfalls unter teilweise zu dünn besetzten Altersklassen, erst vor kurzem mussten die D-Junioren (10 bis 11 Jahre) vom Spielbetrieb abgemeldet werden. Aus Sicht von TuS-Präsident Uwe Schwarze habe zudem die Spielgemeinschaft mit dem TSV Böhlitz-Ehrenberg nicht zufriedenstellend funktioniert. Also folgten der Männer von der Rietschelstraße der Chemie-Offerte. Unbekannt sind sich die Vereine auf Grund der Nachbarschaft im Leipziger Westen ohnehin nicht. In der Vergangenheit gab es phasenweise auch schon gemeinsame A-Juniorenteams von Chemie-Vorgänger (und Nachfolger) FC Sachsen und dem TuS. In den Jahren nach ihrer Neugründung haben die Chemiker allerdings auch ganz gut mit dem SV Nordwest und Eintracht Süd kooperiert, wofür sich der Verein in einem Statement ausdrücklich bedankt.

 Im Gespräch war außerdem die Gründung eines Nachwuchsvereins als Entwicklungs-Plattform für drei oder vier Clubs. Beispielsweise Christian Rocca, Ex-Präsident des FC Sachsen und jetzt bei Eintracht Süd, plädierte dafür, doch Chemie lehnte ab. Nun will die BSG „auf Augenhöhe“ mit dem TuS wirken. Alle Großfeldteams, also von den A- bis zu den C-Junioren, sollen ab der neuen Saison Spieler beider Vereine unter dem Namen Chemie auflaufen. Alle Kleinfeldteams, sprich D-Jungs und jünger indes unter „TuS“. Trainings- und Spielort wird für den kompletten gemeinsamen Nachwuchs der TuS-Sportplatz an der Rietschelstraße sein. „Bei uns sind die Bedingungen einfach nicht danach“, begründet Kühne.

Die Chemiker sind bekanntlich im Kunze-Sportpark nur Unterpächter von Sachsenliga-Konkurrent SG Leutzsch. Eine im Grunde aberwitzige Konstellation, die derzeit schier nur mit Pragmatismus zu überwinden ist. Also machen die Chemiker das aus ihrer Sicht sinnvollste. TuS sieht primär „die Spielerentwicklung für die erste Mannschaft“, wie Schwarze betont. „Im vergangenen Sommer waren wir von einer Abmeldungs-Lawine in Richtung SG Leutzsch betroffen“, schildert Schwarze ein verschärfendes Problem beim TuS. „Als Ende des Sommers dann Vertreter von Chemie bei uns anklopften, sahen wir darin natürlich eine Möglichkeit, uns im Nachwuchs wieder besser aufzustellen.“ Er verspreche sich von dem Hype um Chemie auch beim TuS einen Aufschwung.

 TuS ist traditionell gut in Leutzsch verankert, erlebte in den 90er Jahren einen bemerkenswerten Aufschwung. Doch in den letzten Jahren ließ der Zulauf aus dem Stadtteil erheblich nach. Mit der Kooperation ab der neuen Saison soll es wieder aufwärts gehen. „Hier sollen nicht nur die Kinder- und Jugendlichen gern herkommen, sondern auch ihre Eltern“ wünscht sich Uwe Schwarze.

Frank Müller

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