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Grit Jurack hört im DHB-Team auf – Rückkehr zum HC Leipzig ist ausgeschlossen

Grit Jurack hört im DHB-Team auf – Rückkehr zum HC Leipzig ist ausgeschlossen

Handball-Rekordnationalspielerin Grit Jurack hat offiziell das Ende ihrer Auswahlkarriere bekanntgegeben. „Es war eine schöne Zeit. Ich möchte mich jetzt mehr um meinen Sohn Lukas kümmern und den Weg für die Jüngeren frei machen“, sagte die 34-Jährige am Dienstag.

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Grit Jurack beendet ihre Karriere in der Nationalmannschaft.

Quelle: Christophe Karaba

Leipzig. Damit ist für die wurfgewaltige Linkshänderin nach 305 Spielen im Trikot der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) Schluss. Die Dänemark-Legionärin, seit 2004 in Diensten von Viborg HK, führt zudem mit 1579 Toren die interne DHB-Rangliste an.

Somit war das Duell gegen Ungarn am 22. September 2011 das letzte Länderspiel der gebürtigen Leipzigerin. Wegen ihres im Februar 2010 geborenen Sohnes hatte Jurack auf die WM im Dezember 2011 in Brasilien verzichtet. Dort hatte die DHB-Auswahl die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 verpasst. London sollte der letzte Höhepunkt in der Auswahlkarriere von Grit Jurack werden.

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„Schade, dass wir dieses Ziel nicht erreicht haben. Das wäre ein toller Abschluss geworden. Ich hoffe nun, dass die Mannschaft mit den Trainern Heine Jensen und Maik Nowak die Qualifikation für die EM schafft und wieder angreift“, sagte die Rekord-Torschützin.

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Maik Nowak und Grit Jurack bei ihrem Abschiedsspiel 2001 in Leipzig.

Quelle: KlausDieter Gloger

Die Verpflichtung von Nowak durch den Handball-Bund in der vergangenen Woche hat sie kurz noch einmal überlegen lassen. „Wegen ihm hätte ich vielleicht in der Nationalmannschaft noch etwas Zeit drangehängt“, verriet Jurack. Er sei einer ihrer prägendsten Trainer gewesen. Am Ende habe sie sich dann aber für die Familie entschieden.

In Viborg hat Jurack gerade für ein weiteres Jahr verlängert. „Warum auch nicht, so lange ich den jungen Spielerinnen noch etwas vormache“, meint sie. Danach sei dann aber endgültig Schluss. Einen Wechsel zurück nach Leipzig werde es nicht mehr geben.

 

„Außerhalb Dänemarks hätte ich höchstens noch einmal für den HCL gespielt“, sagte Jurack. Für sie als Mutter sei die dänische Liga aber ideal. Auswärtsfahrten mit dem Bus dauern höchstens dreieinhalb Stunden, in der Regel seien die Spielorte aber nur eine Stunde entfernt.

 

Nach ihrer Karriere als Handballerin kann sie sich auch ein Leben in Viborg vorstellen. Dort hat sie ein Haus mit großem Garten, dahinter grenzt gleich der Wald an. Die Betreuung für den Nachwuchs sei hervorragend. Lukas besucht einen Sportkindergarten.

 

Die Jobaussichten sind im Augenblick allerdings düster. „Dänemark hat die Finanzkrise nicht so gut weggesteckt wie Deutschland“, berichtet Jurack. Überall werde gespart, viele Unternehmen entließen Mitarbeiter, Sponsoren halbierten kurzfristig ihre einst zugesagten Beträge. Für die deutsche Handballerin, die in Leipzig Sport studiert hat, sei damit ein Berufseinstieg schwierig. Sie will abwarten und sich im kommenden Jahr entscheiden.

 

Bis dahin will die perfekt dänisch sprechende Grit Jurack sich noch einmal voll für ihren Club aus Viborg reinhängen. Am liebsten schon am Sonntag gegen den HCL im Europapokal-Halbfinale.

 

 „Auf dieses Duell freue ich mich ganz besonders. Wir wollen natürlich ins Finale“, sagte Jurack. Sie erwarte ein enges Spiel. „Ich bin mir nicht sicher, ob wir in Leipzig gewinnen“, sagt sie. Informationen wolle sie sich am Mittwoch beim Spitzenspiel der deutschen Bundesliga holen.

Dann tritt der HCL beim Meister vom Thüringer HC an. Jurack verfolgt das Duell aus der Ferne, per Videostream im Internet. In Bad Langensalza erwartet sie genau wie am Sonntag eine starke HCL-Abwehr mit einer überragenden Katja Schülke im Tor.

Matthias Roth/dpa

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