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Keine Party-Pläne und viel Prominenz zur Pokalendrunde beim HC Leipzig

Keine Party-Pläne und viel Prominenz zur Pokalendrunde beim HC Leipzig

Der DHB-Pokal war von Anfang an das Saisonziel des HC Leipzig. Am Wochenende hat es das Team um Kapitänin Karolina Kudlacz vor einer gigantischen Heimkulisse selbst in der Hand.

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HCL-Manager Kay-Sven Hähner hat große Erwartungen an die Pokalendrunde.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Allerdings ist für eine rauschende Party von Vereins-Seite offiziell nichts vorbereitet. Doch das sollte das geringste Problem sein, wenn der HCL am Sonntag seinen achten Pokalsieg erkämpft.

Es gibt weder Sieger-Shirts noch einen Party-Plan. „Ich erinnere mich an ein Finale in Riesa, da hatte ich die Shirts im Kofferraum, alles war vorbereitet und wir haben verloren“, sagt HCL-Manager Kay-Sven Hähner. Das soll diesmal nicht passieren. Eine große Siegerehrung mit allerlei Höhepunkten – ja sogar eine Pyroshow – gibt es sowieso, egal wer den Pott holt. Dass am Ende aber kein anderes Team als der HC Leipzig am Sonntagnachmittag im Konfetti-Regen der Arena stehen soll, macht Trainer Wieland Schmidt klar: „Wir wollen unbedingt den Titel, in den nächsten Tagen zählt nichts anderes.“

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So feierte der HCL seinen letzten Pokalsieg 2008.

Quelle: Matthias Hiekel

Um den Pott in die Höhe zu stemmen, müssen die HCL-Damen jedoch am Wochenende zwei Siege einfahren. Am Samstag gilt es zunächst, im Halbfinale den Buxtehuder SV zu schlagen. „Ich kann mich nicht erinnern, wann wir das letzte Mal zu Hause gegen den BSV verloren haben“, sagt Hähner. Und noch eine Statistik spricht für die Leipzigerinnen: Bereits zum fünften Mal treffen beide Teams bei einer Pokalendrunde aufeinander, noch nie ging der HCL als Verlierer vom Parkett. Doch Buxtehude zeigt sich kämpferisch: „Alle Welt rechnet mit einem Finale Leipzig gegen Leverkusen“, sieht BSV-Trainer Dirk Leun die Sachsen in der Favoritenrolle und ergänzt: „Der HC Leipzig hat sicher den größeren Druck als wir.“

HCL-Spielmacherin Maura Visser empfindet vor allem die riesige Heimkulisse als zusätzliche Motivation: „Was gibt es schöneres als Leistungssportler, als vor so vielen Fans zu spielen“, sagt die Niederländerin. Unter den Zuschauern sitzen auch 15 Familienmitglieder, die extra aus Holland anreisen. Am Sonntag gesellt sich, hoffentlich beim Finale, ihr Freund und CFC-Torhüter Philipp Pentke dazu. „Er will mein Trikot tragen und ist jetzt schon aufgeregter als ich“, verrät die 28-Jährige. 

Viel Prominenz zu Gast

Doch nicht nur die Familien der Leipziger Handballerinnen geben sich am Wochenende die Ehre, es wird auch allerlei Prominenz erwartet. Vom Deutschen Handballbund hat sich die komplette Riege rund um Präsident Bernhard Bauer angekündigt. Natürlich lässt sich auch Bundestrainer Heine Jensen den Höhepunkt nicht entgehen, genauso wie der ab Sommer neue HCL-Coach Norman Rentsch. Von RB Leipzig werden Geschäftsführer Ulrich Wolter sowie Trainer Alexander Zorniger zum Finale erwartet. Sportbürgermeister Heiko Rosenthal ist fast Stammgast in der Arena, OBM Burkhard Jung als Schirmherr sowieso dabei.  

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Einst selbst HCL-Trainer nun Coach der Nationalmannschaft: Heine Jensen ist auch in der Arena zu Gast.

Quelle: Carmen Jaspersen

Eins ist Hähner neben dem Titelgewinn am Wochenende noch wichtig: „Wir wollen mit einer perfekten Organisation beweisen, dass der DHB bei der WM 2017 nicht um Leipzig herumkommt.“ Zur Heim-WM der Frauen möchten die Leipziger gerne Austragungsort sein, das Pokal-Final-Four soll den Weg dahin weisen.

Anne Grimm

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