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Abschied nehmen: HC Leipzig beendet Saison mit Niederlage – vier Spielerinnen verlassen Verein

Abschied nehmen: HC Leipzig beendet Saison mit Niederlage – vier Spielerinnen verlassen Verein

Leipzig. Das war noch mal ein Handball-Leckerbissen: Zum letzten Spiel der Bundesliga-Saison traf am Samstag der Pokalsieger HC Leipzig auf den deutschen Meister Thüringer HC.

In einer temporeichen Partie unterlag der Gastgeber vor 2679 Zuschauern 31:39 (17:21) und verlor damit auch das vierte Duell dieser Saison gegen den Erzrivalen. Für vier Leipzigerinnen war es zudem das letzte Spiel im HCL-Trikot.

 

Etwas zu feiern gab es trotz der Niederlage: Den Saisonabschluss mit Fans und Sponsoren, gleich nach der Partie in der Arena. „Vielen Dank an alles, das ihr in diesem Jahr trotz Höhen und Tiefen zu uns gehalten habt“, sagte Kapitänin Karolina Kudlacz. Neben Susann Müller wurden auf der Bühne auch Melanie Herrmann, Julia Plöger und Debbie Bont verabschiedet. „Klar habe ich eine Träne verdrückt“, sagte Torhüterin Herrmann und gab zu: „Es fällt mir schon sehr schwer, den Verein zu verlassen.“

Besonders viel Applaus bekam das Trainer-Duo Max Berthold und Wieland Schmidt. Beide waren im Januar in die Breche gesprungen, als Thomas Örneborg von seinem Trainerposten entbunden wurde. „Es ist nicht selbstverständlich, dass ihr den Pokal geholt habt“, sagte Manager Kay-Sven Hähner. Der 26-jährige Max bedankte sich für das Vertrauen: „Was ich hier in fünf Monaten gelernt habe, lerne ich an der Uni in fünf Jahren nicht.“

 

Erneut klare Niederlage im Spitzenspiel

 

Obwohl es an der Tabellen-Situation nichts mehr zu rütteln gab, zeigten der Spitzenreiter und der Tabellenzweite vollen Einsatz. Nach einem Konter führte der HCL zunächst 1:0. Dann kam Topscorerin Alexandrina Barbosa in ihrem letzten THC-Spiel in Fahrt, die Gäste setzten sich auf 3:1 ab. Auf beiden Seiten blieb kaum Zeit zum Verschnaufen, das Tempo war rasend hoch. Mehrmals kämpfte sich Leipzig heran, Barbosa sorgte allerdings immer wieder für den Unterschied.

 

Beim 7:11-Rückstand kam Jule Plöger für Melanie Herrmann ins HCL-Tor, aber auch sie konnte keine bessere Quote verbuchen. Die weiteren Stationen in Halbzeit eins 12:14, 14:17 und 15:20. Der HCL zeigte ein anderes Gesicht, als bei den drei Niederlagen gegen den Liga-Primus in dieser Saison, gab sich nie auf. Bis auf Susann Müller, die sich Ende der ersten Halbzeit auswechseln ließ, weil sie in ihrem letzten Spiel im HCL-Trikot keine Akzente setzen konnte. Die wurfgewaltige Linkshänderin, Saison-Topscorerin in Leipzig, sagte zum Abschied: „Man geht immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ihr Fans seid einmalig. Bleibt den Mädels treu.“

 

Saskia Lang zur Spielerin der Saison gekürt

 

Nach der Pause wechselte Leipzig ein bisschen durch, kam auf 19:21 heran. Doch der THC ließ sich die Butter nicht vom Brot nehmen, wollte weiter ungeschlagen bleiben. Auch die Rückkehr von Susann Müller ab der 40. Minute brachte den HCL nicht mehr auf die Siegerstraße.

 

Bereits ab Montag werden viele Leipziger und Thüringer Spielerinnen von Konkurrenten zu Mannschaftskollegen: Dann bereitet sich die deutsche Nationalmannschaft auf die letzten zwei EM-Qualifikationsspiele am 11. und 14. Juni gegen Mazedonien vor. Mit dabei ist auch HCL-Spielerin Saskia Lang, die am Samstag mit neun Toren zeigte, warum sie zu den besten ihres Landes gehört. Zur Belohnung wurde sie von den HCL-Fans zur Spielerin der Saison gekürt: „ Ich war überrascht über diese Auszeichnung. Es ist der coolste Titel, den man kriegen kann“, sagte die 27-Jährige.

 

Statistik:

HCL: Herrmann, Plöger, Visser 4/1, Mazzucco 4, A. Müller 3, Bont , Kudlacz 6/3, Hubinger 2, Lang 9, S. Müller 1, Schulze 2/1

THC: Krause, Eckerle, März, Nadgornaja 6, Frey 2, Smeets 2, Snelder 5, Luzumova 7/3, Engel 6, Althaus, Blase, Mietzner, Huber 3, Barbosa 8

7-Meter: HCL: 4/4 THC: 5/3

Zuschauer: 2679

Anne Grimm

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