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HC Leipzig deklassiert Buxtehuder SV: Das Pokalhalbfinale kann kommen

HC Leipzig deklassiert Buxtehuder SV: Das Pokalhalbfinale kann kommen

Leipzig. Der HC Leipzig hat am Freitag ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt: In der Bundesliga-Meisterrunde bezwang der Tabellenzweite den Drittplatzierten Buxtehuder SV vor 1676 Zuschauern klar mit 35:24 (21:13).

Die Generalprobe für das Halbfinale im DHB-Pokal ist damit geglückt, denn bereits am 26. April treffen beide Teams in der Arena Leipzig erneut aufeinander.

Die Gastgeberinnen wiesen Buxtehude von Beginn an in die Schranken und setzten sich auf 4:1 ab. Nach 13 Minuten nahm BSV-Trainer Dirk Leun die erste Auszeit, weil sein Team gegen die durchdachten Angriffe des HCL keine Mittel fand. Das hatte sich Leun an seinem 50. Geburtstag bestimmt anders vorgestellt, denn zu diesem Zeitpunkt führte Leipzig bereits 9:4.  „In 14 Tagen erwarte ich von meiner Mannschaft im Halbfinale eine andere Einstellung. Wir haben heute richtig schlecht gespielt. Aber man sollte Buxtehude nie zu schnell abschreiben“, sagte Leun.

 

Kurz darauf feierte Torhüterin Jule Plöger nach fünf Monaten ihr Comeback – und was für eins: Bei einem Siebenmeter kam sie für Melanie Herrmann zwischen die Pfosten und hielt mit einer Glanzparade den Vorsprung von vier Toren aufrecht. Leipzig gönnte sich in der ersten Halbzeit nur eine kurze Schwächephase, dann zogen die Gastgeberinnen die Zügel sofort wieder an. „Wir sind alle heiß auf das Pokal Final Four und wollten das Spiel heute nutzen, um uns noch einmal richtig gut zu präsentieren“, sagte Nationalspielerin Lang, die mit neun Treffern zur Topscorerin avancierte.   

 

Susann Müller verwandelte ein ums andere Mal vom Punkt, Saskia Lang feuerte aus dem Rückraum ein wahres Feuerwerk ab. Doch es ging hart zur Sache und so blieben Karolina Kudlacz und Maura Visser nach Attacken des BSV länger am Boden liegen, aber am Ende unverletzt.  Zur Pause war das Polster bereits auf acht Tore angewachsen.

In der zweiten Halbzeit durfte Plöger ins Tor und hielt dem HCL den Rücken frei: „Es ist nicht selbstverständlich, dass ich heute so lange spielen durfte. Dafür bin ich sehr dankbar. Wir wollten dominant sein. Es ist uns gelungen.“ Leipzig war zwar nun nicht mehr so konzentriert und torgefährlich wie in den ersten 30 Minuten, ließ den BSV aber auch nicht näher herankommen. Nach 45 Minuten führten die Gastgeberinnen weiter komfortabel mit 26:19.

 

Am Ende war es ein nie gefährdeter Start-Ziel-Sieg. Sollte es in zwei Wochen auch so einfach werden – die Leipziger dürften nichts dagegen haben, denn dann wäre das Pokalfinale gebucht. „Ich hoffe wir sind jetzt bereit für dieses Turnier“, sagte HCL-Trainer Max Berthold und fügte hinzu: „Der Trend hat in den letzten Wochen deutlich nach oben gezeigt. Aber wir haben noch lange nichts gewonnen. Was wir heute unter Beweis gestellt haben, müssen wir auch im Pokal abrufen, dann bin ich zuversichtlich.“

 

HCL:

Herrmann, Roth, Plöger, Visser 5/1, Mazzucco1, Müller A. 1, Bont 2, Schulze 4, Kudlacz 5, Hubinger 1, Lang 9, Müller S. 5/4, Rösike2

BSV:

Gronemann, Ägren 5, Bülau 6/2, Luschnat 2/1, Limberg, Lamp, Gubernatis 2, Stapelfeldt 3, Oldenburg 3, Techert, Kaiser, Hayn 2, Zelmel 1

Siebenmeter:

HCL: 5/5  BSV: 5/3

Zuschauer:

1676

Anne Grimm

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