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Spielberichte HC Leipzig trennt sich unentschieden von Bad Wildungen
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21:55 28.12.2016
HC Leipzig Trainer Norman Rentsch (Archivbild) Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Zum Wiederbeginn der Handball-Bundesliga nach der Europameisterschaft hat der HC Leipzig am Mittwochabend auswärts nur ein Remis gegen die Tabellenzwölften HSG „Vipers“ Bad Wildungen erzielt. Die Messestädterinnen trennten sich 24:24 von den Hessinnen.

Trainer Norman Rentsch startete mit einem zwangsweise verjüngten Kader, da aufgrund von Verletzungen wichtige Stammspielerinnen ausfielen. Shenia Minevskaja kurierte einen Handbruch, Franziska Mietzner und Tamara Bösch fehlten wegen Knie-, Karolina Kudlacz-Gloc wegen Rückenproblemen. Zudem musste auch Anne Hubinger aussetzen, bei der der HCL-Mannschaftsarzt nach der EM einen Muskelfaserriss diagnostiziert hatte. Von den EM-Spielerinnen standen nur Saskia Lang und Torfrau Katja Kramarzczyk fit auf der Platte. Daneben schickte Rentsch Nele Reimer (20), Joanna Rode (19), Luisa Sturm (20), Michelle Urbicht (22) und Alexandra Mazzuco (23) ins Spiel.

Nach der langen Pause ließen es beide Kontrahenten zunächst gemächlich angehen. Vipers Rückraumspielerin Laura Vasilescu erzielte in zwei Minuten die ersten beiden Treffer der Partie für die Gastgeberinnen. Die Leipzigerinnen hatten durch die veränderte Zusammenstellung zunächst große Mühe, sich aufeinander abzustimmen. Erst nach rund acht Minuten erzielte Saskia Lang das 1:2. "Mit der Abwehr kann ich ganz zufrieden sein, aber vorne hat vieles nicht geklappt", bilanzierte Rentsch. "Das Spiel war ein Sinnbild unserer Situation: Uns fehlt es an Erfahrung, uns fehlt es an Cleverness."

Bis zur 14. Minute blieben die Hessinnen weiter vorn. Beim HCL kassierte Luisa Sturm zwei Minuten. Noch kurz vor deren Ablauf erzielte Rode den Anschluss, danach traf die zurückgekehrte und frei gespielte Sturm zum Ausgleich. Wildungen nahm Auszeit. Die anschließende 4:3 Führung durch Lang hielt nur kurz. Weitere Treffer von Wildungens Vasilescu, Schmidt-Robben und Nieuwenweg brachten bis zur 17. Minute wieder Vorsprung für die Gastgeberinnen.

Leipzig versuchte der eigenen Notlage spielerisch zu begegnen: Die beiden Rückraumspielerinnen Lang und Reimer wechselten munter die Seiten und Lang traf in der 18. erneut. Bis zur Pause ging es hin und her, dann stand es 9:11 aus Sicht der Messestädterinnen.

Leipzig kam mit klarer Strategie zurück auf die Platte und setzte die Vipers mit hohem Tempo unter Druck. Die Gastgeberinnen antworteten mit verstärkter Abwehr, mussten dafür allerdings einige Siebenmeter in Kauf nehmen. Zwei davon verwandelte die jüngste HCL-Spielerin Julia Weise (16) abgezockt. Nach 43 Minuten war beim 15:15 wieder der Ausgleich geschafft.

Leipzig setzte weiter auf rasche Konter. Mazzucco brachte ihr Team mit zwei Treffern nach vorne. Beim Stand 17:15 für den HCL nahm Wildungen die nächste Auszeit. Doch die nützte dem Tabellenzwölften offenbar wenig: Hildigunnur Einarsdottir, Lang und Mazzucco hielten nun den Vorsprung. "Ich hatte gehofft, dass wir bei einem Vorpsrung von vier Toren den Sack zubinden und nicht nochmal Probleme bekommen", sagte Rentsch. Doch es kam anders.

Nach einer doppelten Zeitstrafe erst gegen Urbicht, dann gegen Einarsdottir, gerieten die Messestädterinnen ab der 53. Minute wieder unter Druck. Aber sogar in doppelter Unterzahl traf Sturm. Die Vipers wiederum verwandelten nur einmal, so dass der HCL die gefährliche Situation überstand. 22:19 für Leipzig. Doch in der anschließenden heißen Schlussphase drehte sich das Spiel erneut. Reimer und Einarsdottir waren zwar noch zweimal erfolgreich, mit zwei Doppeltreffern rette Bad Wildungen aber zum Schlusspfiff einen Punkt. "Es hat eindeutig an Erfahrung in der Endkampfgestaltung gefehlt. Das A und O ist, dass die Mädels draus lernen, dass sie solche Fehler wie heute eben nicht mehr machen", sagte der mit dem Endergebnis unzufriedene Rentsch.

Clemens Haug

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