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Spielberichte HCL gewinnt in zerfahrener Partie gegen Bad Wildungen – Saskia Lang erneut verletzt
Sportbuzzer HC Leipzig Spielberichte HCL gewinnt in zerfahrener Partie gegen Bad Wildungen – Saskia Lang erneut verletzt
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22:16 04.03.2015
Im Kampf gegen Aufsteiger Bad Wildungen tat sich der HC Leipzig über weite Strecken recht schwer. Quelle: Sebastian Brauner
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Leipzig/ Bad Wildungen

So wichtig der Sieg auch sein mag, schwerer wiegt die Verletzung von Saskia Lang. Auf einer Trage musste sie die Halle in Nordhessen verlassen. „Ich hätte lieber eine gesunde Saskia Lang als zwei Punkte“, so HCL-Manager Kay-Sven Hähner nach dem Spiel, „es ist unglaublich, was das Mädchen in dieser Saison für ein Pech hat. Gerade jetzt, wo ihr der neue Bundestrainer mit seiner Einladung das Vertrauen ausgesprochen hat. Für Donnerstag steht in Leipzig eine gründliche Untersuchung mittels MRT an.

Doch von Anfang an: Eine gute Minute ließen die Vipern ihren Gästen Zeit zum Eingewöhnen, dann jagte Nicoleta Lau Vasilescu das Leder in die Maschen des Kastens von Nicole Roth. Luisa Schulze netzte im Gegenschlag umgehend zum 1:1 ein. Doch Sarah van Gulik und Vasilescu brachten den Tabellenneunten rasch in Führung. Nach einem No-Look-Pass von Anne Müller konnte Schulze auf 3:2 verkürzen. Doch Bad Wildungen ließ sich nicht schrecken: 4:2. Saskia Lang und Müller mussten durch das Schiedsrichtergespann verwarnt werden.

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Nachdem Karolina Kudlacz mit einem Trickwurf vom Siebenmeterpunkt verwandelte, zogen die Leipzigerinnen in der 9. Minute gleich. Die polnische Nationalspielerin legte aus dem Spiel heraus nach, und es stand 5:4 für den HCL. Kurz darauf bekam sie einen Ball ins Gesicht und blieb am Boden, konnte aber weiterspielen. Leipzigs Chefcoach Norman Rentsch sah unterdessen den gelben Karton - wegen Relamierens. Den fälligen Siebenmeter verwarf Luisa „Schmu“ Schulze. Nach einem Konter der HSG war die Führung dahin und wechselte in der Folge zwischen beiden Mannschaften.

In der 22. Spielminute traf Torjägerin Vasilescu vom Siebenmeterpunkt, Luisa Schulze nahm währenddessen für zwei Minuten auf der Bank platz. Nachdem sich der HCL in der 24. Minute erneut einen Strafwurf eingehandelt hatte, zog Rentsch Konsequenzen in Form der grünen Karte und nahm ein Time-Out beim Stand von 10:7. Kurz vor dem Pausenpfiff konnten Saskia Lang und Müller nochmals verkürzen. Allerdings mussten erst Helena Hertlein und dann auch noch Luisa Schulze für den Rest der Halbzeit vom Parkett. Nicole Roth, die im Tor nicht ihren besten Tag erwischte, wich für Katja Schülke. „Schülke hat ab der 25. Minute Stabilität ins Spiel gebracht.“ Das Nicole Roth zuvor Schwierigkeiten hatte, lastete Hähner auch der Abwehrleistung des HCL an. Mit einem 12:11-Rückstand und nur noch vier Feldspielerinnen ging es in die Pause.

Verwarnungen, Verletzungen und Disqualifikationen

Nach dem Wiederanpfiff scheiterte Anne Hubinger vor dem Tor der Bad Wildungerinnen. Die Vipern bauten ihren Vorsprung aus. Erst zwei Treffer durch Alexandra Mazzucco und Anne Müller (Siebenmeter) brachten die Gäste wieder auf Schlagdistanz zur Sieben von Trainer Thomas Schmidt. Helena Hertlein besorgte in der 39. Minute den Ausgleich und Mazzucco brachte den HCL wieder in Führung.

Schmidt rief seine Damen zur Auszeit. Es wirkte zunächst, denn Nadja Bolze erzielte das 17:17. Doch Anne Müller mit einem Tor und Katja Schülke mit einem parierten Siebenmeterwurf holten die Kastanien aus dem Feuer. Kudlacz konnte mit einem verwandelten Strafwurf ihrerseits den Vorsprung erhöhen.

Anne Müller in der Partie des HCL gegen Bad Wildungen am 4. März. Quelle: Sebastian Brauner

In der 45. Minute fing sich Anne Müller zwei Minuten Strafe ein. In Unterzahl konnten die Vipern wieder ausgleichen. Nachdem auf Seiten der HSG Sarah van Gulik von der Platte musste, überwand Annika Busch die HCL-Keeperin. Das Heimteam führte erneut. Viel schlimmer jedoch: Saskia Lang verletzte sich kurz darauf an der Wade. Die erfahrene Rückraumspielerin musste auf einer Trage aus der Halle getragen werden.

Luisa Schulze überwand den Schock am schnellsten und traf zum 20:20. Mit einem schweren Foul an Anne Müller handelte sich van Gulik ihre dritte Verwarnung aus und wurde endgültig vom Feld gestellt. Schulze konnte den fälligen Siebenmeter verwandeln. Anne Hubinger machte ihr erstes Tor des Abends: 21:22 zu Gunsten der Blau-Gelben.

Die Stimmung in der Halle war indessen aufgekratzt und die Unparteiischen erlegten HCL-Trainer Rentsch wegen Meckerns eine Zwei-Minuten-Strafe auf. Es kam noch schlimmer für den HCL: Luisa Schulze widerfuhr das gleiche Schicksal wie zuvor van Gulik: Disqualifikation beim Stand von 22:24. Anne Hubinger behielt die Nerven und verteidigte mit ihren Toren die Führung der Leipzigerinnen. Sie war regelrecht heiß, überwand die Defensive der Bad Wildunger nach belieben. Michelle Urbicht traf noch für die Rentsch-Sieben. Kudlacz bekam noch zwei Minuten und für die Vipern jagte Nadja Bolze den Ball in die Maschen. Da standen die etwa 50 Leipziger Fans aber schon: Der HCL gewinnt in einer hart umkämpften, zerfahrenen Partie mit 27:23.

„Wir wussten, es würde schwer, zwischen zwei Champions-League-Spielen die Konzentration zu halten, aber heute hat vieles nicht so gut ausgesehen.“ In der Bundesliga dürfe man keines der Teams unterschätzen, übte Hähner am Abend Kritik an der Leistung des Tabellendritten. Schon am Samstag geht es gegen Podgorica, das Hinspiel verlor der HCL damals mit 21:28.

Die kommenden Spiele:

Samstag, 7. März, 14 Uhr: HC Leipzig – Buducnost Podgorica, Arena Leipzig

Sonntag, 15. März, 14 Uhr: THC – HCL, Nordhausen

Mittwoch, 25. März, 19.30 Uhr: Spreefüxxe Berlin – HCL, Sömmeringhalle Berlin

HSG Bad Wildungen:

Brütsch (T), van Beurden (T), Cocx, Stockschläder, Busch (3), Raum, Pollmer (2), Robben (1), Cipaian, Bolze (4), Berz, Nagy (1), Vasilescu (10 – 2/3), van Gulik (2)

Zwei-Minuten-Strafen: 4 x

HC Leipzig:

Schülke (T), Roth (T), Mazzucco (3), Atladottir, Müller (2), Hertlein (1), Schulze (5 – 2/3), Kudlacz (7 – 4/4), Hubinger (4), Lang (4), Diehl, Reimer , Ioneac, Urbicht (1)

Zwei-Minuten-Strafen: 6 x (plus 1 x Norman Rentsch)

Johannes Angermann

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