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Sportbuzzer Nichts zu holen in Hannover: SC DHfK Leipzig mit Pleite
Sportbuzzer Nichts zu holen in Hannover: SC DHfK Leipzig mit Pleite
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16:53 27.05.2018
Unzufrieden mit dem Auftritt in Hannover: DHfK-Trainer Michael Biegler. Quelle: Christian Modla
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Hannover

 Der SC DHfK Leipzig hat sein vorletztes Saisonspiel bei der TSV Hannover-Burgdorf mit 26:30 (12:20) verloren. Damit ist klar, die Grün-Weißen werden die Spielzeit auf dem achten Platz beenden und der eigene Punkterekord der Sachsen bleibt zunächst bei 37 Zählern stehen. Im Fernduell hat die MT Melsungen auf Platz sieben die Füchse aus Berlin mit 31:24 besiegt und besitzt vor dem letzten Spieltag zwei Punkte Vorsprung und das um 38 Treffer bessere Torverhältnis.

DHfK- Trainer Michael Biegler war mit der ersten Halbzeit seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden. Er nahm schon in der sechsten Minute die erste Auszeit und nach 20 Minuten die zweite Coaching-Pause. „14 Gegentore sind einfach zu viel. Wir haben keine Lust auf gute Auslösung. So können wir hier nicht rausgehen“, schimpfte der Übungsleiter der zweitbesten Defensivmannschaft der Liga. Seine Worte bewirkten zunächst wenig. Die Niedersachsen dominierten weiter und hatten nach 24 Minuten mit dem 17:8 bereits eine Vorentscheidung geschafft.

„Die erste Hälfte ging richtig in die Hose. Wir haben uns zu sehr auf den Kreis fixiert und zu viele Schlagwürfe bekommen. 20 Tore sind zu viel“, sagte der achtfache Leipziger Torschütze, Niclas Pieczkowski.

Weber fehlt verletzt

Eigentlich hatte sich der SC DHfK noch einmal einen harten Fight in Hannover vorgenommen, bekam am Donnerstag aber einen Motivationsdämpfer, weil Melsungen überraschend bei den Rhein-Neckar Löwen gewann und der Kampf um Platz sieben schon da entschieden schien. Zudem fehlten mit Philipp Weber (Rückenprobleme), Andreas Rojewski und Maximilian Janke (beide mit Knieverletzungen) drei verletzte Stammkräfte. Der mit einem Zweitspielrecht ausgestattete Gregor Remke hatte zudem das Spiel mit dem EHV Aue bei Hildesheim vom Sonnabend in den Knochen, durfte sich aber über den Klassenerhalt mit dem Erzgebirgsteam freuen.

Auch Hannover befand sich noch im Fernduell mit Melsungen. Im Kampf um einen Europapokalplatz wollte der TSV die Hessen auf Distanz halten und benötigte dafür dringend noch einen Punkt. Persönlich steht dazu Hannovers Caspar Mortensen mit Melsungens Julius Kühn im Wettstreit um den Torschützenkönig. Beide Schützen lieferten in ihren Partien noch einmal Galavorstellungen ab. Der zu Barcelona wechselnde Mortensen erzielte wie auch Kühn zwölf Tore. Stand vor dem letzten Spieltag: Mortensen liegt bei 216 Treffern, Kühn bei 212 Toren.

DHfK gewinnt die zweite Hälfte

In der zweiten Halbzeit stabilisierten die Gäste ihre Defensive, konnten dem TSV aber nicht mehr wirklich gefährlich werden. Das Ziel war: Kontinuierlich um jedes Tor kämpfen und den zweiten Durchgang gewinnen. Das gelang, die Halbzeit ging mit 14:10 an Leipzig, was am Ende aber nichts nutzte. Auf weniger als vier Tore Rückstand kam der SC DHfK aber nicht mehr heran.

Am kommenden Sonntag folgt nun das Saisonfinale. Der SC DHfK Leipzig muss zu den Rhein-Neckar Löwen und darf dort keine Nachlässigkeiten erwarten. „Das Spiel gegen Mannheim wollen wir eng gestalten, auch wenn das schwierig wird“, so Pieczkowski. Der Deutsche Meister benötigt unbedingt einen Sieg um die Minimalchance auf die Titelverteidigung zu wahren, falls die SG Flensburg-Handewitt zu Hause doch noch über Göppingen stolpern sollte. Die Norddeutschen taten sich am Sonntag zumindest lange beim Abstiegskandidaten TuS Nettelstedt-Lübbecke schwer und gewannen mit Mühe 27:24.

Hannover-Burgdorf: Ziemer, Semisch – Mortensen 12/4, Patrail 3, Thiele, Lehnhoff, Häfner 6, Böhm 3, Krone, Karason, Olsen 2, Brozovic 1, Kalafut, Feise, Christophersen, Kastening 3

SC DHfK: Putera, Vortmann – Semper 4, Jurdzs 1, Krzikalla, Binder 2, Pieczkowski 8, Kunkel 2, Roscheck, Weber, Rivesjoe 4/1, Strosack 3/1, Remke 1, Meschke, Milosevic 1

Siebenmeter: Hannover 4/4, DHfK 2/4

Zeitstrafen: beide je vier Minuten

Zuschauer: 6505

Von Matthias Roth

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