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News 13.500 Quadratmeter mit allem: Blick ins RB-Heiligtum am Cottaweg
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09:12 13.10.2015
Der großzügig gestaltete Eingangsbereich der Akademie. Quelle: RB/motivio
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Leipzig

Vertrauen ist gut, Kontrolle besser. Die alte Weisheit gilt auch bei einem Profiklub wie RB Leipzig. Dies zeigte am Rande des Länderspiels der exklusive Blick für Medienvertreter hinter die Kulissen der neuen Nachwuchsakademie, die oft auch von den Zweitliga-Profis ganztägig genutzt wird. Sieben Köche zaubern am Cottaweg nicht nur besonders leckere Speisen für hungrige Fußballer, sondern benutzen dafür nur beste Zutaten.

Da bei den Roten Bullen gesunde Ernährung kein Kann, sondern zweifelsfrei ein Muss ist, quittieren alle die Essensteilnahme an einer Pinwand. Wenn bei Ralf Rangnick mal eine Unterschrift fehlt, war der Cheftrainer nicht zwingend unterwegs. Mitunter lässt er sich seinen Salat auch eine Etage tiefer bringen, wenn er das Video-Studium des nächsten Gegners mittags nicht unterbrechen will.

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Eine Holzbank aus dem Privatbesitz von Dietrich Mateschitz.

Kontrolle ist auch in Sachen Führerschein angesagt. Einmal pro Monat wird jeder Dienstwagen-Nutzer per SMS erinnert, seinen „Lappen“ scannen zu lassen. Für die Profis steht der Scanner in der Kabine. Ein Fall Marco Reus - der Dortmunder saß jahrelang illegal am Steuer - kann somit ausgeschlossen werden. An der Tafel in der Kabine hängt nicht nur der Trainingsplan, sondern auch der Termin für den Reifenwechsel.

„Wir sind sehr stolz auf unsere Akademie“, sagte RB-Vorstandsboss Oliver Mintzlaff. Für Ralf Rangnick ist sie „riesiges Privileg, große Herausforderung und Auftrag zugleich“. Auf 13.500 Quadratmetern sind das Internat mit 50 Zimmern für den Nachwuchs, Spielhalle, Krafträume, Wellnessbereich, medizinische Abteilung, Küche, Speisesaal, Pressekonferenzraum, Kabinen, Büros, Rückzugsmöglichkeiten für die Profis und vieles mehr untergebracht. Den Verantwortlichen ist es wichtig, dass sich Profis und Nachwuchs-Kicker ständig über den Weg laufen - dies sei bei Bundesligisten nicht selbstverständlich. Auch die zentrale Lage mit Blick auf die Heimspielstätte sei ebenfalls untypisch. Ralf Rangnick berichtete von langen Fahrten, als er die Zentren bei Arsenal London oder AS Rom besuchte. Die Baukosten von rund 35 Millionen Euro werden von RB offiziell nicht bestätigt.

Die Internatszimmer sind recht klein, zwei Spieler teilen sich ein Bad. Nach Fertigstellung können alle Teams ab der U15 aufwärts acht Freiluftplätze nutzen. Auf zwei ummauerten Kleinfeldern geht der Ball nie ins Aus, „hier können wir Highspeed trainieren“, so Rangnick, der diese Idee aus Valencia mitgebracht hat. Der Cheftrainer schätzt die Top-Bedingungen, ist aber strikt dagegen, den Kickern „Puderzucker in den Hintern zu blasen“. Alle Betreuer müssten dafür sorgen, „dass die Spieler nicht gepampert werden oder sich zurücklehnen“.

Die Treppenaufgänge dienen der Motivation, sie sind mit Schlagzeilen der LVZ und anderer Medien aus den vergangenen fünf Jahren tapeziert. Bestes Beispiel: „Coltooooooorti.“ Dem denkwürdigen Treffer des Keepers in der Nachspielzeit gegen Darmstadt ist jede Menge Raum gewidmet. Der öffentliche Bereich ist klein, besteht vorrangig aus dem Café namens Cottaria und darf von allen Eltern und Fans genutzt werden. Drinnen wirkt die Akademie momentan noch ein wenig steril. Nur in einem Raum riecht es schon jetzt ordentlich nach Schweiß: Hier werden die Fußballschuhe an Heizstäben getrocknet.

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